„Colonia Dignidad“: 5000 Euro für Jahrzehnte Zwangsarbeit?


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Überlebende Opfer der „Colonia Dignidad“ in Chile warten noch immer auf Hilfsleistungen. Laut dem SWR vorliegenden Unterlagen sollen sie nun 5000 Euro erhalten – mehr eine Geste als eine wirkliche Entschädigung.

Von Alexander Bühler | tagesschau.de

Die Bundesregierung will endlich einen Schlussstrich unter die Causa „Colonia Dignidad“ ziehen. Am 13. Mai soll eine gemeinsame Kommission aus Bundestag und Bundesregierung eine Entscheidung darüber fällen, wie die rund 180 Überlebenden faktisch entschädigt werden.

Einige von ihnen haben jahrzehntelang in der „Colonia Dignidad“ gearbeitet, ohne dafür irgendeine Entlohnung zu erhalten. Die Siedlung wurde von dem deutschen evangelikalen Prediger Paul Schäfer gegründet, der seine Anhänger in den frühen 1960er-Jahren – teilweise unter Zwang – dazu brachte, mit ihm nach Chile auszuwandern. Seit zwei Jahren versucht nun eine gemeinsame Kommission aus Bundestagsmitgliedern und der Bundesregierung eine Einigung zu finden, um die Opfer der „Colonia Dignidad“ besserzustellen.

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