Tagebuch von Kardinal Faulhaber aus dem Jahr 1946 online: Ein Zeitzeuge und seine Gedanken


Erzbischof Michael von Faulhaber als Bayerischer Feldpropst

Die Kanonen des Krieges sind Sprachrohre der rufenden Gnade Gottes. Krieg ist der Triumph der sittlichen Weltordnung. Michael Kardinal v. Faulhaber, Erzbischof von München und Freising

Seit 2015 werden die Tagebücher des Münchner Kardinals Michael von Faulhaber nach und nach online veröffentlicht. Ab sofort sind auch seine Einträge von 1946 zugänglich. Das teilte nun die Erzdiözese mit.

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In seinen Tagebüchern von 1946 beschreibt Kardinal Faulhaber unter anderem Differenzen zwischen katholischen Medizinern und Geistlichen über die Zulässigkeit von Schwangerschaftsabbrüchen bei vergewaltigten Frauen. Außerdem geht er auf die dramatische Lage russischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter ein, die sich der Rückholung in die Sowjetunion widersetzten.

Dokumentiert werden auch die verbreitete Furcht vor der Ausbreitung des Kommunismus in Deutschland und Bayern sowie Faulhabers Ansichten zur Zukunft der Juden in Deutschland. Weitere Themen sind die Zusammenarbeit zwischen der katholischen Kirche und der bayerischen Sozialdemokratie und die Kontakte des Kardinals zur US-amerikanischen Besatzungsmacht. Bei den Aufzeichnungen aus dem November steht ein Konflikt um einen Weihbischof des Erzbistums im Vordergrund, dem unter anderem vorgeworfen wurde, mit der Gestapo kollaboriert und das Domkapitel unterwandert zu haben.

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