Kritik an NPD-Plakaten mit Luther: Stiftung will gegen rechtsextreme Partei klagen


Bild: © picture alliance / Jan Woitas/dpa/katholisch.de
In mehreren Bundesländern wirbt die NPD derzeit auf ihren Wahlplakaten mit einem Bild von Martin Luther. Vertreter aus Kirche und Kultur sind empört. Die Stiftung Luthergedenkstätten prüft eine Klage gegen die NPD.

DOMRADIO.DE

Vertreter aus Kirche und Kultur haben Wahlplakate der rechtsextremen NPD scharf kritisiert. In mehreren Bundesländern wirbt die Partei um Wählerstimmen mit dem Bild des Kirchenreformators Martin Luther, wie die Sprecherin der Stiftung Luthergedenkstätten, Nina Mütze, in Wittenberg am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. Belege dafür gebe es unter anderem aus Bayern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen, wo das Plakat etwa in Bochum hängt.

Wahrscheinlich seien aber bundesweit solche Wahlplakate im Umlauf, „überall dort, wo die NPD plakatiert“, sagte die Sprecherin. Die Stiftung prüft nun eine Klage gegen die NPD wegen der Verletzung von Urheberrechten. Der Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten, Stefan Rhein, erklärte zudem, es sei „geradezu abstoßend, dass die NPD Martin Luther für ihre Parteizwecke instrumentalisiert“.

Auch die Evangelische Kirche von Westfalen und die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz verurteilten das Vorgehen der NPD. Das Plakat sei «ein peinlicher Versuch, Luther vor den eigenen Karren zu spannen», erklärte der westfälische Landeskirchenrat Jan-Dirk Döhling am Mittwoch in Bielefeld.

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