Katholische „Wissenschaftler“ ringen um Antworten: Gibt es einen gerechten Krieg?


Einsatz für den Frieden © Tamara Menzi (unsplash)
Wie schaffen wir Frieden, wie sichern wir Frieden? Kann es einen gerechten Krieg geben? Fragen wie diese sind heute aufgrund weltweit existenter Krisenherde aktueller denn je. Ein katholisches Institut sucht Antworten.

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DOMRADIO.DE: Mit Fragen der Friedensschaffung- und sicherung beschäftigen sich die Forscher am Institut für Theologie und Frieden in Hamburg, dem wissenschaftlichen Institut der Katholischen Militärseelsorge. Militär und Frieden, wie geht das denn zusammen?

Prof. Dr. HeinzGerhard Justenhoven (Leitender Direktor des Instituts für Theologie und Frieden, ithf, in Hamburg): Die Frage kann ich verstehen. Es ist historisch so gewachsen, dass die Militärseelsorge an der Herausforderung des Friedens das größte Interesse hat, weil Militärpfarrer aus allen deutschen Diözesen zur Begleitung von deutschen Soldaten in die Kasernen geschickt werden. Und die Soldaten fragen natürlich, was denn die Kirche zum Dienst des Soldaten, zur Gefährdung des Friedens und zur Frage, wie man Frieden sichern kann, zu sagen hat.

Unsere Aufgabe ist es, hier einen Beitrag zu leisten, dass der folgende wichtige Satz aus den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils inhaltlich unterfüttert wird: „Die Soldaten sollen Diener der Sicherheit und Freiheit aller Völker sein – nicht nur des eigenen Volkes.“

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