Nordsee: Suche nach dem versunkenen Land


Zwischen England und dem Festland erstreckte in der Eiszeit eine weite Landfläche – Doggerland. Jetzt fahnden Forscher in einem Teil dieser alten Landbrücke nach Spuren steinzeitlicher Siedlungen. © NASA
Versunkene Landbrücke: Noch vor 10.000 Jahren verband das Doggerland Großbritannien mit dem Kontinent – bis der steigende Nordseepegel diese ausgedehnten Landflächen versinken ließ. Jetzt fahndet eine Schiffsexpedition nach alten Siedlungsspuren im versunkenen Doggerland. Zuvor haben Forscher dort schon eiszeitliche Flüsse, Hügel, alte Küstenlinien und sogar Kalksteinklippen entdeckt, doch die entscheidenden Beweise für eine Besiedlung stehen noch aus.

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Einst weideten hier Mammuts und Fellnashörner und Säbelzahnkatzen jagten nach Beute: Noch bis vor 10.000 Jahren lagen weite Teile der heutigen Nordsee trocken. Die als Doggerland bekannte Landbrücke reichte von der Ostküste Englands bis nach Dänemark, Südschweden und den Niederlanden. Über tausende von Kilometer erstreckte sich dort damals weites, fruchtbares Land von der Größe der heutigen Niederlande. Archäologen vermuten schon seit langem, dass diese von Flüssen durchzogene Landschaft von Menschen besiedelt war.

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