Erzbischof: Abtreibung ist schlimmer als Missbrauch

Bild: © KNA
Bei einer Abtreibung werde schließlich ein unschuldiger Mensch getötet – sie sei also „moralisch betrachtet schwerwiegender“ als Missbrauch: Erzbischof Carlos Garfias Merlos hat mit diesem Vergleich eine Debatte ausgelöst.

katholisch.de

In Mexiko hat Erzbischof Carlos Garfias Merlos mit einem Vergleich von Abtreibung und Kindesmissbrauch eine Debatte ausgelöst. Der stellvertretende Vorsitzende der Mexikanischen Bischofskonferenz sagte nach Angaben der Tageszeitung „La Voz de Michoacan“ (Sonntag Ortszeit), dass „Abtreibung moralisch betrachtet schwerwiegender“ sei als Missbrauch. Schließlich werde bei einem Schwangerschaftsabbruch ein unschuldiger Mensch getötet.

„Und Missbrauch kann in vielen verschiedenen Formen geschehen“, wird der Erzbischof von Morelia zitiert. Darin liege die unterschiedliche moralische Schwere der Verstöße. Garfias Merlos antwortete dem Bericht zufolge auf die Frage nach einer Äußerung des italienischen Kardinals Giovanni Battista Re vor einigen Jahren. Dieser hatte sich laut Medienberichten gegen die moralische Legitimierung einer Abtreibung im Fall eines 15-jährigen Mädchens ausgesprochen, das durch eine Vergewaltigung schwanger geworden war.

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Die Neue Rechte und die Christen— Fürchtet euch!

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
Die Autorin Liane Bednarz erklärt bei einem Vortrag im Thoma-Haus sachkundig, wie die Neue Rechte systematisch christliche Kreise unterwandert – und dafür gezielt gegen „Abtreibung, Genderwahn und Islamisierung“ hetzt

Von Anna-Elisa Jakob | Süddeutsche Zeitung

Liane Bednarz nennt sich selbst sehr konservativ, kirchlich, fromm, Abtreibung lehnt sie strikt ab. In ihrem Alltag spricht sie mit Menschen, die sich auf christliche Werte berufen, um gegen Migration, Homosexualität und Gender Mainstreaming kämpfen – Anhänger der Neuen Rechten. Unter ihnen Politiker, Journalisten und Kirchenvertreter. Auf Einladung des Kreisjugendrings und des Runden Tisch gegen Rassismus ist die 45-jährige Autorin von Hamburg nach Dachau gereist, um ihre Erfahrungen zu teilen, zu debattieren und auch zu warnen.

Der Vortrag, den Liane Bednarz am Mittwochabend im Ludwig-Thoma-Haus hält, ist wissenschaftlich unterfüttert, kein Punkt bleibt ohne Quellenangabe und genauer Erklärung. Das entspricht der Strategie, mit der Bednarz der Neuen Rechten entgegentritt: „Wenn man gut vorbereitet ist, kann man Widersprüche aufzeigen“, so ihr Credo. Die Konfrontation lohnt sich, davon ist sie überzeugt, es ist ein Grundgedanke ihrer Arbeit. In ihrem eigenen Umfeld habe sie seit dem Jahr 2013 beobachtet, wie sich konservativ-christliche Menschen einer neuen Rhetorik bedienten, die sie aufmerksam werden ließ. Bednarz schrieb zunächst vor allem Kommentare auf Facebook, recherchierte und hielt aktiv dagegen. Später, von Medien und Verlegern angesprochen, veröffentlichte sie zuletzt das Buch „Die Angstprediger – Wie rechte Christen Kirchen und Gesellschaft unterwandern“. Mittlerweile hat sie nicht nur miterlebt, wie sich ein ehemaliger Freund „turboradikalisierte“, sondern diese Rhetorik genauer definiert: Die Rhetorik der Neuen Rechten baut darauf auf, politisch Andersdenkende zu diffamieren und abzuwerten. „Die liberale und repräsentative Demokratie, die wir hier in Deutschland eindeutig haben, wird als Quasi-Diktatur diffamiert“, ergänzt Bednarz. Zum Beispiel mit Begriffen wie „Kanzlerdiktaktorin“, der Bezeichnung der etablierten Parteien als „Blockparteien“, der Medien als „Lügenpresse“. Die Vertreter der Neuen Rechten seien an sich keine Rechtsextremisten, definiert Bednarz, bezeichneten sich als konservativ, bewegten sich in den Grenzen des Legalen.

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Tomaten: Ein Gen für mehr Geschmack

Supermarkt-Tomaten schmecken häufig wässrig – ihnen fehlt eine Genvariante für mehr Aroma. © Agricultural Research Service-USDA
Aromatisch statt wässrig: Forscher haben eine Genvariante identifiziert, die Tomaten besonders aromatisch macht. Wie DNA-Vergleiche hunderter Sorten zeigen, fehlt vielen Kulturtomaten ausgerechnet dieses Geschmacksgen – in wilden Sorten ist die Genvariante dagegen häufig vorhanden. Die neue Erkenntnis könnte nun dazu beitragen, moderne Tomatenzüchtungen wieder aromatischer zu machen.

scinexx

Die Tomate (Solanum lycopersicum) gehört zu den am meisten konsumierten Gemüsearten weltweit. Wie etliche andere Nutzpflanzen auch hat das Nachtschattengewächs im Laufe seiner Kultivierung erheblich an genetischer Vielfalt eingebüßt. „Tomatenzüchter haben in der Vergangenheit vor allem auf Faktoren wie große und viele Früchte oder lange Lagerfähigkeit gesetzt. Viele Gene, die für andere Eigenschaften der Tomate wichtig sind, gingen bei diesem Prozess verloren“, erklärt James Giovannoni von der Cornell University in Ithaca.

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Israel: Liberman rasselt mit dem Säbel

Avigdor Liberman, Chef der Partei «Israel Beiteinu» (Israel ist unser Heim, 5 Knessetsitze) brachte am Montag das Thema der umstrittenen DNA-Tests für die Bestimmung des jüdischen Status von Bürgern zur Sprache.

tachles.ch

Er werde keiner Regierung beitreten, meinte er, ohne die Garantie, dass eine Vorlage seiner Partei für den Bann dieser Praxis verabschiedet würde. Im März hatte Israels Oberrabbiner David Lau eingeräumt, dass DNA-Test in gewissen, vereinzelten Fällen benutzt würden, um den jüdischen Status von Personen zu bestimmen, von denen das rabbinische Gericht nicht überzeugt sei, dass sie effektiv jüdisch seien. Diese Praxis läuft dem säkularen Charakter von Libermans Partei ganz offensichtlich zuwider. Angesichts der nur schleppend vorankommenden Koalitionsverhandlungen sieht «Israel Beiteinu» keinen Grund, ihren parlamentarischen Wert möglichst teuer zu verkaufen. Hinzu kommt, dass es sich bei den rund 20 Fällen, in denen rabbinische Gerichte bisher DNA-Tests verlangt haben, durchwegs um Bürger aus der ehemaligen Sowjetunion oder deren Nachkommen handelte. Damit wurde das Thema zu einem Politikum für Libermans Partei, die einen Grossteil ihrer Unterstützung aus dieser Gemeinschaft bezieht. Einige rabbinische Gerichte haben sich schon geweigert, gewisse Personen für jüdische Eheschliessungen anzumelden, sollten sie es abgelehnt haben, sich einem solchen DNA-Test zu unterziehen.

Mann taucht elf Kilometer in den Pazifik und findet Müll

Der Forscher Victor Vescovo war mit seinem Spezial-U-Boot DSV Limiting Factor auf dem Grund des Marianengraben unterwegs. (Bild: Atlantic Productions for Discovery Channel/Handout via Reuters)
Ein Forschungsteam ist auf den Grund des Marianengrabens getaucht. Dort, am tiefsten Punkt der Erde, fanden die Forscher «von Menschen gemachten Müll».

Neue Zürcher Zeitung

Ein amerikanischer Abenteurer ist gemäss eigenen Angaben zu einem der tiefsten Punkte der Erde getaucht und hat dort Müll gefunden. Victor Vescovo berichtete am Montag in New York davon, dass er mehrmals in den Marianengraben im Pazifik getaucht sei, unter anderem 10 928 und 10 927 Meter tief. Damit würde es sich nach Angaben der Expedition um die tiefsten Tauchgänge eines Menschen in der Geschichte handeln.

Während einer dieser Touren habe er «zwei Stücke menschlichen Mülls gefunden. Es ist nicht ganz klar, was es war, aber es war sicher von Menschenhand gemacht», sagte der 53-Jährige im Explorers Club in New York. Vescovo ist ein ehemaliger Reserveoffizier der U.S. Navy und der Mitgründer des in Dallas ansässigen Private-Equity-Fonds Insight Equity Holdings.

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Nato-Austritt Amerikas würde Europa mehr als 350 Milliarden Dollar kosten

In Afghanistan (hier die Basis am Flughafen Kabul im Jahr 2013) ist die Nato immer noch engagiert. Bild: AP
Sollten die Amerikaner sich aus dem Militärbündnis zurückziehen, würde den Europäern vor allem massenhaft Ausrüstung fehlen. Fregatten, Zerstörer und Flugabwehrsysteme müssten angeschafft werden.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eine Studie des Londoner International Institute for Strategic Studies (IISS) kam zu dem Ergebnis, das Europa mit Kosten von mehr als 350 Milliarden Dollar rechnen muss, sollten die Vereinigten Staaten aus der Nato austreten. Dies hatte eine noch unveröffentlichte Studie, die dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorliegt berechnet. In der Studie untersuchen Militärfachleute anhand von zwei unterschiedlichen Szenarien die Kosten, welche auf Europa zukämen, sollte eines der beiden eintreten.

Beispielsweise müssten für ein Krisenszenario, in dem die Nato knapp unterhalb eines bewaffneten Konfliktes die Sicherung der internationalen Seewege schützen müsste, Kriegsschiffe und Flugzeuge im Wert von etwa 94 bis 110 Milliarden Dollar angeschafft werden, um die Amerikaner ersetzen zu können. Dafür sei außerdem die Anschaffung von 16 hochmodernen Fregatten im geschätzten Wert zwischen 20 und 31 Milliarden Dollar sowie zehn Luftabwehr-Zerstörer im Wert von 19 bis 21 Milliarden Dollar notwendig.

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Sahelzone: Der nächste „Hotspot“ der Dschihadisten

Al-Bagdadi. Screenshot IS-Propagandavideo, Twitter Wassim Nasr
Operation französischer Elitetruppen zur Befreiung von Geiseln: Al-Qaida und der IS kooperieren in der Region, in der auch die Bundeswehr für Stabilität sorgen sollen.

Thomas Pany | TELEPOLIS

Als die deutsche Kanzlerin Merkel Anfang Mai in Burkina Faso war, wurde sie auf ein kritisches Problem in der Sahelzone angesprochen: die Ausweitung der Aktionsräume islamistischer Extremisten. Merkel hatte eine Merkel-Antwort: „Die Terroristen sind schnell. Deshalb müssen wir schneller werden, damit wir sie auch wirklich bezwingen können.“

Die Antwort, die der Deutschlandfunk als „beunruhigte Schlussfolgerung“ bezeichnet, besagt so gut wie gar nichts. Sie ist unverbindlich. Die Unverbindlichkeit hat allerdings eine verwundbare Stelle: „Derzeit sind 850 deutsche Soldaten in Mali stationiert, bis zu 1200 können es laut Bundestagsmandat werden.“

Die deutsche Beteiligung zeuge „von der großen Bedeutung die Deutschland der Stabilität dieser Region beimisst“, ergänzt dazu staatstragend der Beitrag des Deutschlandfunks. Dort ist die Rede davon, dass sich die Chefs der fünf Sahelstaaten „ein robustes UN-Mandat“ für ihre gemeinsame G5-Streitmacht – die Frankreich und Deutschland unterstützen – gewünscht hätten, um „einen Flächenbrand“ zu vermeiden. Das scheitere aber am Widerstreben der USA im Sicherheitsrat.

Es gibt allen Grund zur Beunruhigung in der Sahelzone. Meldung über Angriffe sind keine Seltenheit. Am gestrigen Sonntag wurde eine katholische Kirche in Dablo, Burkina Faso, angegriffen. Der Priester und fünf weitere Menschen wurden getötet. Die Angreifer, so heißt es in der Meldung von Radio France Afrique, hätten das Ziel, die „Bevölkerung des Sahel-Staates zu spalten“.

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Der Mond ist «lebendiger», als man denkt

Der Nasa-Astronaut Buzz Aldrin installiert das erste seismische Experiment auf dem Mond. (Bild: Nasa)
Die Oberfläche des Mondes ist von einem Netz von seismischen Verwerfungen überzogen. Eine neue Auswertung alter Apollo-Daten liefert Hinweise, dass diese Merkmale erst in jüngster Zeit entstanden sind.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Der Mond könnte auch heute noch tektonisch aktiv sein. Das legt zumindest eine neue Auswertung von 28 Mondbeben nahe, die während der Apollo-Missionen aufgezeichnet worden waren. Laut der Analyse ereigneten sich acht der Beben im näheren Umkreis von tektonischen Verwerfungen, die man in den letzten Jahren auf hochaufgelösten Satellitenaufnahmen entdeckt hatte. Das Team um Thomas Watters von der Smithsonian Institution in Washington D. C. folgert daraus, dass die Verwerfungen erst in jüngster Zeit entstanden sind.

Die Daten, die die Forscher nun neu ausgewertet haben, stammen von Seismometern, die von den Apollo-Missionen 12, 14, 15 und 16 auf dem Mond installiert worden waren. Heute sind diese Geräte nicht mehr aktiv. Zwischen 1969 und 1977 zeichneten sie jedoch insgesamt 28 Mondbeben mit einer Stärke zwischen 1,5 und 5 auf.

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Kontrollierter Drogenanbau im Dienste der Medizin

©picture alliance/Carsten Rehder/dpa
Seit 2017 können Patienten sich Cannabis zu medizinischen Zwecken beim Arzt verschreiben lassen. 2020 startet der Anbau im Auftrag des Bundes.

Von André Klohn | Forschung & Lehre

Noch wirkt die Anlage am Rande eines Gewerbegebiets von Neumünster wie der Rohbau einer schlichten Lagerhalle. Nichts deutet darauf hin, was dort künftig verborgen hinter 24 Zentimeter dicken Stahlbetonwänden wachsen soll. Im Auftrag des Bundes will die Aphria Deutschland GmbH aus Bad Bramstedt im Kreis Segeberg hier das erste in Deutschland angebaute medizinische Cannabis ernten – unter hohen Sicherheitsvorkehrungen. „Sie sind ähnlich hoch wie beim Tresorraum einer Bank“, sagt Geschäftsführer Hendrik Knopp.

Seit März 2017 können sich deutsche Patienten medizinisches Cannabis regulär beim Arzt verschreiben lassen. Wie Cannabis wirkt, ist lange bekannt. Es kann etwa Spastiken bei Multipler Sklerose oder chronische Schmerzen lindern. Teils aber ist die medizinische Wirkung nur gering belegt, so bei Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapien oder beim Tourette-Syndrom, wie die Bundesärztekammer betont.

Bislang werden Cannabis-Blüten für medizinische Zwecke aus dem Ausland importiert, unter anderem vom kanadischen Mutterunternehmen der Firma aus Schleswig-Holstein. Im Herbst soll der Rohbau des Gewächshauses in Neumünster fertiggestellt sein. Das Investitionsvolumen liegt nach Unternehmensangaben im zweistelligen Millionenbereich.

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Arktis: Faust- oder Völkerrecht?

Eisbrecher Healy (WAGB-20) in der Arktis. Bild: U.S. Coast Guard
Auf dem Polarmeer sind die meisten Seegrenzen umstritten und harren einer Klärung. Gleichzeitig verschärfen die USA den Ton, haben aber die Seerechtskonvention noch immer nicht ratifiziert

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

In der Arktis hat die warme Jahreszeit mit aller Macht begonnen. Das Eis befindet sich auf dem Rückzug, und zwar schneller und weiter als in den allermeisten anderen Jahren seit Beginn der Satellitenmessungen, wie man hier beim US-amerikanischen National Snow and Ice Data Center sehen kann.

Dies ist das Ergebnis und im gewissen Umfang auch die Ursache der Tatsache, dass sich die Arktis im Rahmen der sich ausbreitenden Klimakrise rund doppelt so schnell erwärmt wie der Rest des Planeten. Klimamodelle haben das bereits in de 1980er Jahren nahegelegt und die Messungen seitdem bestätigt.

Entsprechend öffnen sich seit Beginn des aktuellen Jahrzehnts im Spätsommer meist die Seewege entlang der Küsten. Das Eis, das früher eine Passage vom Atlantik in den Pazifik durch die kanadische Inselwelt oder entlang der Küste Sibiriens nahezu unmöglich machte, verschwindet oder wird derart dünn und löchrig, dass es zumindest für entsprechend verstärkte Schiffe keine undurchdringliche Barriere mehr darstellt.

Die Begehrlichkeiten sind groß. Zum einen wäre ein Seeweg durch die Arktis eine erhebliche Abkürzung im Vergleich zu den sonst üblichen Routen. Im Warenaustausch zwischen Ostasien und Europa oder der US-Ostküste könnten erheblich Zeit und Geld gespart werden. Zum anderen verbergen sich unter den flachen Schelfmeeren, die sich insbesondere vor Russlands Küsten ausbreiten, mit großer Scherheit gigantische Lagerstätten von Erdöl und -gas.

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These Ancient Galaxies Are Far Brighter Than Expected. Does That Signal a Cosmic Turning Point?

This artist’s illustration shows what one of the very first galaxies in the universe might have looked like. The galaxy is largely opaque and without a clear structure, because high levels of violent star formation and star death illuminate the gas filling the space between stars. (Image: © James Josephides (Swinburne Astronomy Productions))
By staring at the sky for over 200 hours, the Spitzer Space Telescope collected light that finally reached Earth after a 13-billion-year voyage through space.

By Doris Elin Salazar | SPACE.com

This light left its origin so long ago that researchers studying this imagery are essentially peering back — way back — in time, to the ancient cosmic past.

Using Spitzer data, a research team observed 135 distant galaxies and found that these celestial bodies, which formed over 13 billion years ago and just 1 billion years after the Big Bang, were brighter than expected. Researchers coupled their Spitzer findings with archival data from the Hubble Space Telescope in a recent paper published in the Monthly Notices of the Royal Astronomical Society.

These 135 galaxies were particularly bright in two wavelengths of infrared light, which was created by radiation mingling with galactic gases like hydrogen and oxygen, according to a statement released May 9 — showing that the galaxies were releasing a high level of so-called ionizing radiation. When this type of radiation in the early universe hit abundant neutral hydrogen, it ionized it — imparting charge and kickstarting what’s called the Epoch of Reionization, which coincided with the first stars‘ formation.

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Quo vadis, Alzheimerforschung?

Ist bald ein wirksames Mittel gegen Alzheimer verfügbar? © Thomas Northcut/ thinkstock
Heilmittel gesucht: Die Fahndung nach einer wirksamen Alzheimertherapie geht weiter. Viele zuletzt als vielversprechend gehandelte Mittel haben jüngst in entscheidenden Studien enttäuscht. Dies legt nahe, dass die als mögliche Ursache der Erkrankung geltenden Beta-Amyloid-Plaques kein geeigneter Angriffspunkt für eine Behandlung sind, wie Forscher berichten. Doch Wissenschaftler erproben bereits andere vielversprechende Therapieansätze.

scinexx

Alzheimer ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen weltweit, allein in Deutschland sind rund 1,3 Millionen Menschen betroffen. Trotz intensiver Forschungsbemühungen und vieler neuer Erkenntnisse auf dem Gebiet ist jedoch noch immer kein Heilmittel für diese Form der Demenz in Sicht. Dürfen Patienten hoffen, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird?

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Ein Apfelbäumchen für das Klima

Junge Demonstranten marschieren für das Klima durch Bern. (Bild: Peter Klaunzer / Keystone)
Die Jugendlichen, die gegen den Klimawandel demonstrieren, wissen sehr wohl, dass Probleme nicht über Nacht gelöst werden können. Aber sie fordern, dass endlich damit angefangen wird.

Peter Stamm | Neue Zürcher Zeitung

Es ist trist, was in den vergangenen Wochen in der NZZ zu lesen war. Während überall auf der Welt Jugendliche und Kinder auf die Strasse gingen, um mit viel Humor und Entschlossenheit für ihre und unsere Zukunft zu demonstrieren, hatte die Zeitung dem vor allem eins entgegenzusetzen: Mäkelei. Die Botschaft war immer dieselbe: Wir sind nicht schuld, wir haben nichts falsch gemacht, wir wollen einfach so weitermachen wie bisher. Wenn wir nur klug genug argumentieren, können wir bequem in unseren Positionen verharren, statt uns anzustrengen und Lösungen für Probleme zu finden. Es ist das alte Lied seit vielen Jahren: Erst wird ein Problem verleugnet, dann werden jene kritisiert, die es benennen, und dann sagt man, nun sei es ohnehin zu spät, etwas zu unternehmen.

Demonstrationen sind keine Kolloquien

Roger Köppel meint in einem NZZ-Interview, es sei «eine Anmassung, ein Machtrausch», wenn acht Millionen Schweizer glaubten, sie könnten das Weltklima beeinflussen. Vermutlich ist es auch anmassend, wenn eine Stimmbürgerin glaubt, mit ihrer Stimme die Schweizer Politik beeinflussen zu können? Während Roger Köppel eine «Umweltdiktatur» wittert, schreibt Eric Gujer von einer «Erziehungsdiktatur».

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Polen: Schon über 7 Millionen Aufrufe für Missbrauchs-Film bei YouTube

Bild: © EpiskopatNews (Flickr), CC BY-NC-SA 2.0 (Archivbild)
Sie ist erst seit 48 Stunden online, wurde aber bereits von mehr als sieben Millionen Menschen angesehen: Die Missbrauchs-Doku „Nur sag es niemandem“ bewegt ganz Polen – und erhöht den Druck auf die katholische Kirche.

katholisch.de

Ein neuer Dokumentarfilm über sexuellen Kindesmissbrauch durch Priester erhöht in Polen den Druck auf die katholische Kirche. Die am Samstag im Internet veröffentlichte zweistündige Doku „Nur sag es niemandem“ des Regisseurs Tomasz Sekielski schauten sich in den ersten 48 Stunden nach Angaben der Videoplattform „YouTube“ mehr als sieben Millionen Menschen an. Der Vorsitzende der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, kündigte am Sonntag mit Blick auf den Film einen härteren Kampf gegen Pädophilie an.

Die Polnische Bischofskonferenz begrüßte den Film und bat erneut für den Kindesmissbrauch um Entschuldigung. „Im Namen der ganzen Bischofskonferenz möchte ich mich bei allen geschädigten Personen sehr entschuldigen“, sagte deren Vorsitzender, Erzbischof Stanislaw Gadecki. Er dankte dem Filmemacher für seine Arbeit. „Bewegt und traurig“ habe er sich Sekielskis Dokumentation angeschaut.

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Bistum Augsburg lehnt Auftritt von Bischof Mixa bei AfD ab

Die hasserfüllten Augen des Herrn Mixa, Quelle: HFR.

Der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa wollte Ende Mai einen Vortrag über Islamisierung halten – auf Einladung der AfD. Nachdem sich das Bistum Augsburg ausdrücklich davon distanziert hat, sagt Mixa den Auftritt nun ab.

katholisch.de

Das Bistum Augsburg lehnt einen geplanten Vortrag von Alt-Bischof Walter Mixa auf einer AfD-Veranstaltung Ende Mai ausdrücklich ab. Dieser Auftritt sei weder mit Bischof Konrad Zdarsa noch mit der Bistumsleitung abgestimmt worden und könne nicht gutgeheißen werden, teilte das Bistum am Montag mit. Am Wochenende war bekannt geworden, dass der frühere Bischof von Eichstätt und Augsburg am 24. Mai auf Einladung der örtlichen AfD einen Vortrag mit dem Titel „Islamisierung? Christentum“ halten wird.

Bischof Zdarsa werde Mixa schriftlich auffordern, nicht bei der Veranstaltung aufzutreten, heißt es in der Mitteilung weiter. „Offenbar ist es dem emeritierten Bischof nicht bewusst, dass er mit seinem Verhalten bei vielen Menschen, insbesondere auch bei zahlreichen Gläubigen große Verärgerung verursacht und damit dem Bistum Augsburg und der Kirche insgesamt schweren Schaden zufügt.“

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