Der Mond ist «lebendiger», als man denkt


Der Nasa-Astronaut Buzz Aldrin installiert das erste seismische Experiment auf dem Mond. (Bild: Nasa)
Die Oberfläche des Mondes ist von einem Netz von seismischen Verwerfungen überzogen. Eine neue Auswertung alter Apollo-Daten liefert Hinweise, dass diese Merkmale erst in jüngster Zeit entstanden sind.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Der Mond könnte auch heute noch tektonisch aktiv sein. Das legt zumindest eine neue Auswertung von 28 Mondbeben nahe, die während der Apollo-Missionen aufgezeichnet worden waren. Laut der Analyse ereigneten sich acht der Beben im näheren Umkreis von tektonischen Verwerfungen, die man in den letzten Jahren auf hochaufgelösten Satellitenaufnahmen entdeckt hatte. Das Team um Thomas Watters von der Smithsonian Institution in Washington D. C. folgert daraus, dass die Verwerfungen erst in jüngster Zeit entstanden sind.

Die Daten, die die Forscher nun neu ausgewertet haben, stammen von Seismometern, die von den Apollo-Missionen 12, 14, 15 und 16 auf dem Mond installiert worden waren. Heute sind diese Geräte nicht mehr aktiv. Zwischen 1969 und 1977 zeichneten sie jedoch insgesamt 28 Mondbeben mit einer Stärke zwischen 1,5 und 5 auf.

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