Maintaler Muslime empört über Islam-Bierdeckel

Umstrittene Maintaler Bierdeckel mit Fragen zum Islam Bild © hr
Bei Apfelwein oder Bier mehr über den Islam erfahren? Aus Sicht der Integrationsbeauftragten der Stadt Maintal eine gute Idee. Sie lässt in Kneipen und Restaurants Islam-Untersetzer verteilen. Der Ausländerbeirat ist empört.

hessenschau.de

Wie erfahren nicht-muslimische Maintaler mehr über den Islam? Aus Sicht der Stadt offenbar am besten am Stammtisch bei einem Glas Apfelwein. Neben einem Bild von einem traditionellen Apfelweinkrug und -glas erklärt die Integrationsbeauftragte im Internet den Hintergrund der Aktion, die bei muslimischen Maintalern für Empörung sorgt:

Die Stadt habe Getränkeuntersetzer mit zehn verschiedenen Fragen „uff Hessisch“ rund um das Thema Islam bedrucken lassen. Unter anderem:

  • „Wie is des mit dem Koppduch?“ (Wie ist das mit dem Kopftuch?)
  • „Wie is des bei de Muslime mittem Wuzzeflaasch?“ (Wie ist das bei den Muslimen mit dem Schweinefleisch?)
  • „Derfe die Fußballer im Ramadan garnix esse?“ (Dürfen die Fußballer im Ramadan gar nichts essen?)

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Warum das Christentum philosophisch Mitschuld am Klimawandel hat

Bild: BR24
Schüler demonstrieren bei „Fridays for Future“ für Klimaschutz, Deutschland diskutiert eine CO2-Steuer: Langsam begreift der Mensch, dass er auf Kosten der Natur lebt. Dass dieses Bewusstsein erst jetzt entsteht, liegt auch am abendländischen Denken.

Rita Homfeldt, Martin Jarde | BR24

Wir sind nichts Anderes als Natur. Doch das hat der Mensch seit langem vergessen. Immer mehr und intensiver werden die natürlichen Ressourcen verbraucht. An die Zukunft unserer Kinder und künftiger Generationen wird nur selten gedacht – und wenn, dann häufig mit einem entschuldigenden Schulterzucken: „Was kann ich denn schon ausrichten?“

Platons Höhlengleichnis ändert Verhältnis von Mensch und Natur

Begonnen hat das bereits in der griechischen Antike, als Platon das Höhlengleichnis formulierte. Dieses hat die ganze Geschichte der Philosophie des Westens geprägt, erklärt Naturphilosoph Andreas Weber: „Das lautet in Kürze: Dass man annehmen muss, dass wir Menschen von der Wirklichkeit so viel mitbekommen, wie in der Höhle Eingesperrte, die durch ein kleines Loch die von einem Feuer auf eine Wand projizierten Schatten von Gestalten sehen. Da ist so eine Idee drin, das wir uns da keine richtige Vorstellung machen können.“

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Religionsmonitor: Grenzen der Glaubensfreiheit

Die Europäer verhalten sich zur Religion insgesamt recht tolerant – außer bei einem Thema.

Von Matthias Drobinski | Süddeutsche Zeitung

Wie hältst du’s mit der Religionsfreiheit? Anlässlich des 70. Grundgesetz-Geburtstags haben die Macher des Bertelsmann-Religionsmonitors das im Februar die Menschen in Deutschland gefragt, außerdem in Österreich und der Schweiz, in Frankreich, Großbritannien und der Türkei. Die Antwort lautet: Insgesamt steht es sehr gut in Europa um die Freiheit, seinen Glauben zu leben oder unbehelligt von einem Glauben zu bleiben. Ein paar bemerkenswerte Entwicklungen aber gibt es doch. Und schwierig kann es werden, wenn einem der Glaube oder Nichtglaube des anderen nahe kommt, weil der in die Familie einheiraten möchte.

„Jeder sollte die Freiheit haben, seinen Glauben zu wechseln“ – dieser Satz findet bei fast allen Befragten Zustimmung. Nur in der Türkei liegt die Quote mit 73 Prozent deutlich niedriger als in den anderen Ländern. In diesen Ländern befürworten jedoch fast alle Muslime das Recht auf Religionswechsel; von 88 Prozent in Frankreich bis zu 96 Prozent in der Schweiz. Für die Soziologin und Islamwissenschaftlerin Yasemin El Menouar, die das Projekt leitet, ist dies ein Beleg dafür, „dass sich die Werte und Einstellungen der muslimischen Einwanderer zunehmend denen der Gesamtgesellschaft annähern.“ Muslime fänden „eigenständige, pragmatische Wege, ihren Glauben mit dem Leben in einer mehrheitlich nichtmuslimischen Gesellschaft in Einklang zu bringen.“

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7 Millionen Euro Steuergelder für Unabhängigkeit der Moscheen

Die Berliner Şehitlik Moschee © onnola @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Moscheen, die ihre Abhängigkeiten vom Ausland und den Verbänden vermindern, sollen finanzielle Unterstützung vom Bund bekommen. Grünen-Politikerin Polat wirft der Bundesregierung ein gespaltenes Verhältnis zur Moscheelandschaft in Deutschland vor.

MiGAZIN

Mit bis zu 2,5 Millionen Euro jährlich will die Bundesregierung ab der zweiten Jahreshälfte Moscheen in Deutschland unterstützen. Das Geld sollen Moscheegemeinden bekommen, die öfter Deutsch reden und ihre „Abhängigkeiten“ vermindern. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums an die Grünen-Abgeordnete Filiz Polat hervor, das dem MiGAZIN vorliegt. Weitere Voraussetzungen sind dem Papier zufolge die Verfassungstreue der Moscheegemeinden sowie eine Selbstverpflichtung zur stärkeren Kooperation mit Kommunalverwaltungen und zu mehr Transparenz.

Das Förderprogramm wurde bereits im Rahmen der Deutschen Islam Konferenz angekündigt und läuft unter dem Titel „Moscheen für Integration – Öffnung, Vernetzung, Kooperation“. Dem Ministerium zufolge befindet es sich noch in der Vorbereitung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Der Modellzeitraum für das Projekt umfasst drei Jahre. Für das laufende Jahr sind 2 Millionen Euro, für 2020 und 2021 jeweils 2,5 Millionen Euro vorgesehen. An dem Projekt können sich „sowohl verbandsunabhängige als auch verbandsgebundene muslimische Gemeinden teilnehmen“, erklärt das Ministerium.

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A Disproof of God’s Existence

Image credit: skeptic.com
The traditional definition of God credits him with three attributes: moral perfection, omniscience, and omnipotence. These are supposed to be logically independent, with none entailing the others. But that is not obviously correct: How is moral perfection possible without omniscience and omnipotence? How is it possible to be omnipotent without also being omniscient?

By Colin McGinn | skeptic.com

Isn’t omniscience a type of omnipotence—a power to see and know everything? In fact, can’t we simply define God in terms of omnipotence, since his other attributes flow from this? If God is omnipotent he must be morally perfect, since he has the power to be morally perfect, and why would he not exercise that power? And if he is omnipotent he must be omniscient, since omniscience is an epistemic power. At the least he has the power to be both morally perfect and all knowing, given that he is all powerful. Thus omnipotence seems to be basic in the definition of God. God differs from lesser beings precisely in having powers they do not have—moral powers, epistemic powers, and other powers (causing earthquakes, healings, etc.). God is replete with power, overflowing with it, by no means lacking in it. Any power there is, he has.

God essentially lacks certain powers as a condition of being who he is.

But is that right? Does God have every power? He has the power to create and destroy universes, but does he have the power to sneeze or digest food or pick his nose? Those powers require possession of a body with a certain anatomy, but God has no such body, being disembodied. Does he have the power to decay or split or emit radiation? How could he have these powers given his immaterial nature? Does he have the power to come down with a cold or be bed-ridden or have the runs? Surely not: God has the powers that are proper to his divine nature, not any old powers that things of other natures have—animals, plants, atoms. God essentially lacks certain powers as a condition of being who he is. He has the powers of a god not of a worm or cactus plant. Everything must lack something in order to be something, i.e., to have a determinate nature.

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Ein altes Buch beginnt zu reden: Ist das Voynich-Manuskript entschlüsselt?

Das Voynich-Manuskript hat Generationen von Forschern fasziniert und zu kontroversen Interpretationen beflügelt. (Bild: Imago)
Ein Handbuch der Alchemie, ein Scherz, eine Anleitung für geheime Verschwörungen, eine Fälschung? Alles falsch, sagt ein englischer Romanist, der behauptet, das Rätsel des Voynich-Manuskripts gelöst zu haben.

Thomas Ribi | Neue Zürcher Zeitung

Vielleicht ist es das rätselhafteste Buch, das es gibt. Entziffert worden ist es schon unzählige Male, allerdings ohne dass wirklich überzeugende Lösungen vorgelegt worden wären. Das Voynich-Manuskript, eine reich illustrierte Handschrift aus dem 15. Jahrhundert, schien nicht zu knacken. Da es in einer Schrift verfasst ist, die an nichts Vertrautes anzuschliessen schien, wurde nur schon die Frage, in welcher Sprache der Text geschrieben ist, kontrovers diskutiert.

Vielleicht eine Kunstsprache?

Die rund 170 000 Schriftzeichen, die sich auf den 240 Seiten des Manuskripts finden, wurden hin und her gewendet, interpretiert, gedeutet und analysiert. Bisher allerdings, ohne dass man hätte sagen können, das Problem sei ein für allemal gelöst. Ein Vorschlag, der vor einem Jahr aufgrund einer Computeranalyse vorgelegt wurde, kam zum Schluss, es könnte sich um eine semitische Sprache handeln – aber vielleicht auch um eine eigens für das Buch geschaffene Kunstsprache.

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Dürfen männliche Küken weiterhin getötet werden?

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt über die Rechtmäßigkeit des millionenfachen Tötens männlicher Küken. (Foto: dpa)
Über das millionenfache Schreddern und Vergasen entscheidet das Bundesverwaltungsgericht, die Vorinstanz hatte es erlaubt. Antworten auf die wichtigsten Fragen zu der fragwürdigen Praxis.

Süddeutsche Zeitung

Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt über die Rechtmäßigkeit des millionenfachen Tötens männlicher Küken. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte 2013 den Brütereien die umstrittene Praxis untersagen wollen. Dagegen klagten zwei Betriebe und bekamen in den Vorinstanzen Recht. Jetzt muss das oberste deutsche Verwaltungsgericht in einem Grundsatzurteil klären, ob das Kükentöten mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.

Was ist das Problem?

Für die Produktion von Eiern werden Legehennen gezüchtet. Sie sind darauf getrimmt, viele Eier in kurzer Zeit zu legen. Männliche Tiere braucht man nicht. Legehuhnrassen setzen kaum Fleisch an und werden deshalb nicht zum Verzehr verwendet.

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Warum die Fassade von Anastasia so gut funktioniert

Bild: dpa/Michael McKee
Sehnsucht nach Natur, ökologischem Wirtschaften, einem Ausstieg aus der modernen Gesellschaft: Die Anastasia-Bewegung scheint ein großes Bedürfnis unserer Zeit zu bedienen, sagt Sektenexperte Matthias Pöhlmann. Doch das sei nur die äußere Fassade.

rbb24

rbb|24: Herr Pöhlmann, was ist die Anastasia-Bewegung?

Matthias Pöhlmann: Die Anastasia-Bewegung ist eine weitverzweigte Bewegung. Sie beruht auf einer Buchreihe des russischen Geschäftsmannes und Autors Wladimir Megre. Sie umfasst zehn Bände. Darin berichtet er über eine Frau aus Sibirien in der Taiga, die naturnah lebt. Ihr soll er begegnet sein. Er schildert sie in ganz bunten Farben: Sie hätte übernatürliche Fähigkeiten, hätte einen Heilstrahl, würde mit den Tieren leben. Sie klärt ihn auf über das Weltgeschehen, über die wahren Hintergründe des Weltgeschehens: über ein dunkles Zeitalter und ein geheimnisvolles wedrussisches Wissen, das breit entfaltet wird.

Anastasia entfaltet ein umfassendes Weltbild, das geprägt ist von der Vorstellung der Abkehr vom urbanen, städtischen, zivilisierten Leben. Zurück zur Natur. Ein Zauberwort lautet Familienlandsitz – also dass man einen eigenen Familienlandsitz errichtet. Und man sollte sich möglichst gegenüber politischen Formen fernhalten. Die Demokratie gilt als bedrohlich, als entstellt. Deswegen der Rückzug auf das überschaubare, ein Hektar umfassende Land.

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Bundesverfassungsgericht: NPD-Werbespot muss gesendet werden

Bild: tagesschau.de
Die Verwaltungsgerichte hatten dagegen entschieden – doch das Bundesverfassungsgericht gab nun einem Eilantrag der NPD statt: Der Wahlwerbespot der Partei muss ausgestrahlt werden.

Von Gigi Deppe | tagesschau.de

Der Wahlwerbespot der NPD beginnt mit den Worten: „Seit der willkürlichen Grenzöffnung 2015 und der seither unkontrollierten Massenzuwanderung werden Deutsche fast täglich zu Opfern.“ Dazu sind schnell geschnittene Bilder von Tatorten und Opfern von Gewaltdelikten zu sehen. Danach wird die Einrichtung von so genannten Schutzzonen in Aussicht gestellt, wie es heißt: Orte, „an denen sich Deutsche sicher fühlen sollen“.

Der RBB lehnte die Ausstrahlung ab, da der Spot einen offenkundigen und schwerwiegenden Verstoß gegen den Straftatbestand der Volksverhetzung enthalte. Die NPD ging dagegen gerichtlich vor, verlor aber bei den Verwaltungsgerichten, die sagten, dass das Video in seiner Gesamtschau Migranten pauschal als Kriminelle diffamiere.

Das Bundesverfassungsgericht sieht das anders. Es hat den Sender jetzt verpflichtet, den Spot auszustrahlen.

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Wie eng waren „Identitäre“ und Christchurch-Attentäter?

Bild: tagesschau.de
Der Chef der österreichischen „Identitären“, Martin Sellner, und der Christchurch-Attentäter standen mehrfach in Kontakt. WDR, NDR, SZ und der „Standard“ konnten E-Mails und Ermittlungsunterlagen dazu einsehen.

Von Georg Mascolo, Sebastian Pittelkow, Katja Riedel | tagesschau.de

Nachdem er im neuseeländischen Christchurch 51 Menschen während des Gebets erschossen und die Tat in Onlineforen live übertragen hatte, präsentierte der Attentäter ein krudes „Manifest“: Eine Schrift, die schon in ihrem Titel, „Der große Austausch“, auf eine Ideologie Bezug nahm, auf die sich in den vergangenen Jahren in Europa vor allem die „Identitäre Bewegung“ (IB) immer wieder bezog und sie aktiv verbreitet und die inzwischen in rechte Kreise bis in Teile der AfD reicht.

Deutliche Gemeinsamkeiten bei der Ideologie

Diese Ideologie suggeriert, die einheimische Bevölkerung solle gegen Migranten ausgetauscht werden. Im deutschsprachigen Raum ist das bekannteste Gesicht jener zumeist jungen, extrem rechten und aktivistischen „Identitären Bewegung“ der Österreicher Martin Sellner.

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Über so viel Vermögen verfügt die Kirche in Deutschland

Bild: tilly
Die Kirche in Deutschland ist eine Wirtschaftsmacht, die über ein großes Vermögen verfügt. Ein großer Anteil der Einnahmen stammt aus der Kirchensteuer, doch die Kirche ist auch als Unternehmer aktiv, betreibt Krankenhäuser, Kindergärten und die eine oder andere Brauerei.

Von Virginia Kirst | Web.de

Die Kirchen sind eine große Wirtschaftsmacht in Deutschland: Sie sind Arbeitgeber, Grundstücksbesitzer und Unternehmer und bewegen Jahr für Jahr beachtliche Summen. Für den größten Teil ihrer Geschichte haben die Institutionen sich zu den Details ihres Vermögens jedoch bedeckt gehalten.

Der Politikwissenschaftler und Publizist Carsten Frerk beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren mit dem Vermögen der Kirchen in Deutschland. Wichtig sei zu bedenken, dass es „den Konzern Kirche mit einer zentralen Leitung“ nicht gebe. „Jedes Bistum macht, was es will und lässt sich dabei so wenig wie möglich in die Karten schauen.“

Erst die Finanzskandale der katholischen Kirche in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit haben zu mehr Transparenz bei dem Thema geführt: So gipfelte die Aufregung um die hohen Baukosten der Bischofsresidenz des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst 2013 darin, dass die deutsche Bischofskonferenz die katholischen Bistümer zu einer Transparenzoffensive aufforderte. Daher veröffentlichen seit 2015 alle 27 Bistümer mit ihren Jahresabschlüssen auch eine Bilanz ihrer Finanzen. Diese vermitteln eine Idee davon, wie vermögend sie sind.

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USA ziehen Botschaftsangehörige aus dem Irak ab, Bundeswehr setzt Einsatz aus

In den Nahen Osten wurden B-52H Stratofortress zur 20th Expeditionary Bomb Squadron verlegt. Bild: DoD
Britischer Offizier streitet erhöhte Gefährdung ab, CentCom spricht weiter von glaubwürdigen Bedrohungen, Truppen in erhöhter Bereitschaft

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Bahnt sich ein Krieg der USA mit dem Iran an? Man könnte es vermuten, denn klar ist nicht nur, dass man im Weißen Haus, auch zugunsten von Saudi-Arabien und Israel und im Machtspiel mit den engen Alliierten, einen Regime Change durch wirtschaftliche Strangulation anstrebt. Dann kündigten US-Sicherheitsberater John Bolton und Verteidigungsminister Patrck Shanahan an, dass das Flugzeuträgergeschwader Abraham Lincoln und Bomber in die Region verlegt werden. Es gebe eine von den Geheimdiensten ermittelte „glaubwürdige Bedrohung“ durch den Iran. Das Pentagon kündigte zudem die Verlegung von Patriot-Raketenabwehrsystemen in die Region an, sie waren erst vor kurzem abgezogen worden.

Außenminister Pompeo blies letzte Woche seinen geplanten Besuch in Deutschland ab, sprach von einer Eskalation und flog von Finnland gleich nach Bagdad, was den Ernst der Lage noch einmal demonstrieren sollte. Angeblich ginge die Bedrohung von schiitischen in Syrien und im Irak Milizen aus, wo sich 2000 bzw. über 5000 US-Soldaten aufhalten. „Proxy-Gruppen in Syrien und im Irak“ könnten US-Truppen angreifen, bekannt ist, dass die mit Teheran verbundenen schiitischen Milizen der Al-Haschd asch-Scha’bī (PMF – Volksmobilisierungseinheiten), die in die irakischen Streitkräfte eingebunden wurden, die Amerikaner aus dem Land haben wollen und hin und wieder schon mal mit Angriffen gedroht hatten.

Verwirrung um angeblichen Aufmarschplan

Schließlich wurde verbreitet, dass das Pentagon u.a. im Auftrag von Bolton den Plan ausgearbeitet habe, 120.000 US-Soldaten in die Region zu schicken und mit einem Cyberangriff die iranische Infrastruktur auszuhebeln, wenn der Iran, wie angekündigt, sein Atomprogramm wieder hochfahren sollte, falls die anderen Unterzeichnerstaaten des Iran-Abkommens nicht die Verluste durch die amerikanischen Sanktionen kompensieren. Die New York Times war wie so oft führendes Medium, um mit Berufung auf anonyme Quellen aus dem Sicherheitsapparat die Gerüchteküche anzufahren.

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Bill Nye Brings Out the F-Bombs and a Blowtorch to Talk Climate Change

Science popularizer Bill Nye told viewers of a popular late-night show that Earth is „on [expletive] fire“ while lighting a globe with a blowtorch.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

During his appearance on HBO’s „Last Week Tonight With John Oliver“ on Sunday (May 12), Nye used frank language to talk to millennials about the impacts of global warming on Earth. (Nye’s comments are heavily edited here for language; viewer discretion is advised if you watch the video.)

„By the end of this century, if temperatures keep rising, the average temperature on Earth could go up another 4 to 8 degrees,“ Nye said to Oliver. (Nye was referring to degrees Celsius; the equivalent change in Fahrenheit is roughly 7 to 14 degrees). „What I’m saying is, the planet’s on [expletive] fire.“

He explained that addressing climate change means making tough choices in our daily lives to reduce carbon emissions, which are caused by activities such as driving vehicles or burning coal. These emissions produce greenhouse gases that trap heat in the atmosphere — warming the planet up, causing ocean levels to rise as glaciers melt, and increasing the severity of hurricanes and storms.

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Die Abtreibungsgegner in den USA wittern Morgenluft

Drei Frauen protestieren vor dem Alabama State House in Montgomery gegen das Abtreibungsverbot. (17.04.2019) (Bild: Mickey Welsh / The Montgomery Advertiser / AP)
Weil der Supreme Court konservativer wurde, wollen die Abtreibungsgegner ein neues Grundsatzurteil provozieren. Deshalb werden wie am Förderband restriktive Gesetze verabschiedet. Das könnte politisch zu einem Bumerang werden.

Peter Winkler | Neue Zürcher Zeitung

Konservativ geführte Gliedstaaten der Vereinigten Staaten überbieten einander gegenwärtig im Verabschieden restriktiver Abtreibungsgesetze. Den jüngsten Etappensieg in diesem Wettlauf sicherte sich die Legislative von Alabama, die mit ihrer republikanischen Mehrheit soeben das härteste Abtreibungsverbot des ganzen Landes verabschiedet hat. Eine Ausnahme vom totalen Abtreibungsverbot ist nur für eine akute Gefährdung des Lebens der Schwangeren vorgesehen, nicht aber für den Fall einer Vergewaltigung oder bei Inzest.

Den Supreme Court im Auge

Noch rätselt die Öffentlichkeit darüber, ob die Gouverneurin Kay Ivey das Gesetz auch unterzeichnen und damit in Kraft setzen wird. Sie wurde zwar 2017 als stramme Konservative gewählt, wollte sich aber bisher nicht festlegen. Das spielt aber auch nur eine untergeordnete Rolle.

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Kaffeeduft: Verlangen sensibilisiert die Nase

Kaffeetrinker reagieren besonders sensibel auf das typische Aroma des Getränks. © Shaiith/ iStock
Sensible Nasen: Regelmäßige Kaffeetrinker sind offenbar auch die besseren Kaffeeriecher. Wie Experimente zeigen, reagieren Menschen mit einer Vorliebe für das koffeinhaltige Heißgetränk besonders sensibel auf sein typisches Aroma. Anders als Nicht-Kaffeetrinker können sie demnach selbst kleinste Mengen dieses Dufts erschnüffeln. Interessanterweise hängt diese Fähigkeit dabei auch mit dem subjektiven Verlangen zusammen.

scinexx

Ob als Cappuccino oder Espresso, gebrüht oder gefiltert: Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke der Welt. Besonders gerne wird er als „Wachmacher“ konsumiert, denn sein Koffein bringt Kreislauf und Gehirn in Schwung. Doch auch der Kaffeeduft allein kann bereits erstaunliche Wirkungen entfalten, wie Studien enthüllen. Demnach reagiert das Gehirn auf diesen Duftreiz ähnlich wie auf einen Schluck Kaffee – sogar Matheaufgaben lösen wir dann leichter.

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61. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes—bigott

Die Jungfrau von Lourdes

Unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach“ beginnt am Mittwoch die 61. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes. Rund 15.000 Teilnehmer aus fast 50 Nationen erwartet, darunter auch Bischof Franz-Josef Overbeck.

DOMRADIO.DE

Bis Dienstag (21. Mai) werden auf Einladung des französischen Militärbischofs Antoine de Romanet rund 15.000 Teilnehmer aus fast 50 Nationen erwartet. Aus Deutschland werden 800 Soldaten als lebendiges Zeichen für den Frieden in den Marienwallfahrtsort reisen. Begleitet werden sie vom katholischen Militärbischof Franz-Josef Overbeck.

Gemeinsame Initiative der Militärseelsorger

Die jährliche Soldatenwallfahrt geht auf eine gemeinsame Initiative deutscher und französischer Militärseelsorger zurück. 1944 pilgerten französische Soldaten erstmals nach Lourdes – 14 Jahre später fand die erste internationale Wallfahrt statt. Heute gilt das Ereignis als größte europäische Friedenskundgebung katholischer Soldaten.

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Hart arbeitende Assistenzärzte altern besonders schnell

Grafik: NZZ
Anhaltender Stress ist belastend, auch für die DNA. Wie eine Studie nun zeigt, schrumpfen die Enden der DNA-Stränge von jungen Assistenzärzten sechsmal so schnell wie gewöhnlich.

Lena Stallmach | Neue Zürcher Zeitung

Das erste Jahr als Assistenzarzt in der Klinik verursacht viel Stress. In den USA wohnen die jungen Ärzte meist noch auf dem Klinikgelände und können dem Arbeitsalltag kaum entfliehen. Nun haben Forscher untersucht, wie sich das auf ihre DNA auswirkt. Sie konzentrierten sich dabei auf die Endstücke des Erbguts, die Telomere, welche die DNA-Stränge jeweils zusammenhalten. Die Telomere wurden sechsmal so schnell abgebaut wie gewöhnlich, wie die Forscher in der Fachzeitschrift «Biological Psychiatry» berichteten.

Abbau korreliert mit dem Alter

Der Abbau der Telomere wird als Zeichen der übermässigen Alterung gesehen, denn die Länge dieser Endstücke korreliert normalerweise mit dem Alter einer Person. Im Laufe des Lebens werden sie immer weiter abgebaut, aber nicht gleichförmig. Manche Lebensumstände wie etwa emotional oder physisch belastende Zeiten scheinen den Abbau zu beschleunigen, andere ihn zu verlangsamen. Zumindest deuten einige Studien darauf hin.

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Umfrage: So oft lesen die Deutschen in der Bibel

Bild: © Fotolia.com/B-C-designs
Die Bibel ist das meistverbreitete Buch der Welt – doch das Leseverhalten ist sehr verschieden. Denn je nach Alter und Wohnort wird das Buch der Bücher unterschiedlich oft aufgeschlagen. Aber eine Gruppe dominiert ganz klar.

katholisch.de

Zwei Drittel aller Deutschen lesen nie in der Bibel. Das hat eine Umfrage des Forschungsinstituts INSA-Colsulere im Auftrag der Nachrichtenagentur Idea ergeben, für die mehr als 2.000 Erwachsene konsultiert wurden. Nur vier Prozent lesen jeden Tag in der Heiligen Schrift, genauso viele mehr als einmal im Monat. Drei Prozent lesen mehrmals in der Woche die Bibel sowie zwölf Prozent ein paar Mal im Jahr, etwa zu hohen christlichen Festen.

Wie oft sich Menschen mit der Bibel beschäftigen, hängt unter anderem von Konfession, Alter und Wohnort ab: Nur 15 Prozent der Freikirchenmitglieder lesen nie in der Bibel, dagegen sind es bei Katholiken 59 und bei Protestanten 65 Prozent.

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