Hart arbeitende Assistenzärzte altern besonders schnell


Grafik: NZZ
Anhaltender Stress ist belastend, auch für die DNA. Wie eine Studie nun zeigt, schrumpfen die Enden der DNA-Stränge von jungen Assistenzärzten sechsmal so schnell wie gewöhnlich.

Lena Stallmach | Neue Zürcher Zeitung

Das erste Jahr als Assistenzarzt in der Klinik verursacht viel Stress. In den USA wohnen die jungen Ärzte meist noch auf dem Klinikgelände und können dem Arbeitsalltag kaum entfliehen. Nun haben Forscher untersucht, wie sich das auf ihre DNA auswirkt. Sie konzentrierten sich dabei auf die Endstücke des Erbguts, die Telomere, welche die DNA-Stränge jeweils zusammenhalten. Die Telomere wurden sechsmal so schnell abgebaut wie gewöhnlich, wie die Forscher in der Fachzeitschrift «Biological Psychiatry» berichteten.

Abbau korreliert mit dem Alter

Der Abbau der Telomere wird als Zeichen der übermässigen Alterung gesehen, denn die Länge dieser Endstücke korreliert normalerweise mit dem Alter einer Person. Im Laufe des Lebens werden sie immer weiter abgebaut, aber nicht gleichförmig. Manche Lebensumstände wie etwa emotional oder physisch belastende Zeiten scheinen den Abbau zu beschleunigen, andere ihn zu verlangsamen. Zumindest deuten einige Studien darauf hin.

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