Über so viel Vermögen verfügt die Kirche in Deutschland


Bild: tilly
Die Kirche in Deutschland ist eine Wirtschaftsmacht, die über ein großes Vermögen verfügt. Ein großer Anteil der Einnahmen stammt aus der Kirchensteuer, doch die Kirche ist auch als Unternehmer aktiv, betreibt Krankenhäuser, Kindergärten und die eine oder andere Brauerei.

Von Virginia Kirst | Web.de

Die Kirchen sind eine große Wirtschaftsmacht in Deutschland: Sie sind Arbeitgeber, Grundstücksbesitzer und Unternehmer und bewegen Jahr für Jahr beachtliche Summen. Für den größten Teil ihrer Geschichte haben die Institutionen sich zu den Details ihres Vermögens jedoch bedeckt gehalten.

Der Politikwissenschaftler und Publizist Carsten Frerk beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren mit dem Vermögen der Kirchen in Deutschland. Wichtig sei zu bedenken, dass es „den Konzern Kirche mit einer zentralen Leitung“ nicht gebe. „Jedes Bistum macht, was es will und lässt sich dabei so wenig wie möglich in die Karten schauen.“

Erst die Finanzskandale der katholischen Kirche in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit haben zu mehr Transparenz bei dem Thema geführt: So gipfelte die Aufregung um die hohen Baukosten der Bischofsresidenz des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst 2013 darin, dass die deutsche Bischofskonferenz die katholischen Bistümer zu einer Transparenzoffensive aufforderte. Daher veröffentlichen seit 2015 alle 27 Bistümer mit ihren Jahresabschlüssen auch eine Bilanz ihrer Finanzen. Diese vermitteln eine Idee davon, wie vermögend sie sind.

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