Bischofskonferenz weist Kritik an Missbrauchs-Aufarbeitung zurück

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Im Herbst hatten die deutschen Bischöfe ihre Missbrauchsstudie vorgestellt. Ein halbes Jahr später spricht Studienleiter Harald Dreßing von mangelnder Aufarbeitung und einer fehlenden gemeinsamen Strategie. Die DBK zeigt sich von der Behauptung „überrascht“.

katholisch.de

Die Deutsche Bischofskonferenz wehrt sich gegen die Kritik an ihrer Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs: „Den Vorwurf, es gebe keine gemeinsame Strategie, weisen wir zurück, weil das Gegenteil durch den Beschluss der Vollversammlung von Fulda der Fall ist“, sagte Sprecher Matthias Kopp am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die Kritik des Leiters der Forschergruppe, die im Herbst eine wissenschaftliche Studie über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche vorlegt hatte, „überrascht uns“, so Kopp weiter: „Die deutschen Bischöfe haben umgehend nach Erscheinen der MHG-Studie einen Maßnahmenkatalog beschlossen, welche Konsequenzen aus der Studie abgeleitet werden. Dieser Maßnahmenkatalog wird kontinuierlich bearbeitet.“ Erst vor wenigen Wochen habe der Missbrauchsbeauftragte, Bischof Stephan Ackermann, einen Statusbericht vorgelegt hat, „der gezeigt hat: Die Bischöfe arbeiten gemeinsam an den Themen.“

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Schwedische Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefehl gegen Julian Assange

Gegen Julian Assange liegt ein Haftbefehl aus Schweden vor. (Bild: Peter Nicholls / Reuters)
Wegen des Verdachts der Vergewaltigung hat Schwedens Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen den Wikileaks-Gründer beantragt.

Neue Zürcher Zeitung

Die schwedische Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Verdachts der Vergewaltigung beantragt. Wenn das Bezirksgericht von Uppsala den Weg dafür freimacht, will sie einen europäischen Haftbefehl ausstellen, um die Auslieferung Assanges an Schweden zu erreichen. Das teilte die stellvertretende Direktorin der Strafverfolgung, Eva-Marie Persson, am Montag mit.

Wann das Gericht über den Antrag entscheidet, war zunächst unklar. Perssons Behörde hatte ihre Voruntersuchungen gegen Assange vor einer Woche wiederaufgenommen. Dem 47-Jährigen wird vorgeworfen, 2010 eine Frau in Schweden vergewaltigt zu haben.

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Italien beschlagnahmt „Sea-Watch 3“

Bild: tagesschau.de
Italiens Behörden haben das deutsche Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ festgesetzt. Zuvor waren die 47 auf dem Schiff verbliebenen Migranten an Land gebracht worden – offenbar gegen den Willen von Innenminister Salvini.

tagesschau.de

Vier Tage nach der Rettung von 65 Bootsflüchtlingen durch die deutsche Hilfsorganisation „Sea-Watch“ haben die italienischen Behörden deren Hilfsschiff beschlagnahmt und die Migranten an Land gebracht. Die italienische Finanzpolizei setzte die „Sea-Watch 3“ am Sonntag in italienischen Gewässern fest.

Die verbliebenen 47 Migranten an Bord wurden in Motorbooten auf die italienische Finanzpolizei gebracht. „Die geretteten Personen sind alle an Land und werden von der italienischen Bevölkerung willkommen geheißen“, teilte „Sea-Watch“ via Twitter lediglich mit. Die deutsche Hilfsorganisation fügte einen Dank an die Italiener in der Landessprache hinzu: „Grazie Italia!“ Zur Beschlagnahme ihres Schiffes machte „Sea Watch“ keine Angaben.

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Zum Weltbienentag: So leisten Sie ihren Beitrag gegen das Bienensterben

Schlampige und faule Gärtner sind besser für Bienen, denn diese mögen nicht gemähte Wiesen und Unkraut. Foto: dpa
Felder und Pflanzen soweit das Auge reicht – und doch gibt es dort für Bienen nichts zu holen. Ausgerechnet das Land ist für sie häufig eine Wüste.

Von Jasmin Krsteski | Kölner Stadt-Anzeiger

„Die Bienen leiden unter der industriellen Landwirtschaft“, sagt Iris Pinkepank von der „Honigconnection“. „Der Unkrautvernichter Glyphosat rottet alles aus, was Wild- und Honigbienen lieben. Auf kilometerweiten Maisfeldern gibt es nichts für die Insekten. Die können diese großen Distanzen kaum überwinden, bis da mal wieder was kommt und verbrauchen viel Energie fürs Fliegen.“

Die Honigconnection ist eine Initiative des Kölner Imkervereins. Iris Pinkepank und Stephanie Breil machen damit sozusagen Öffentlichkeitsarbeit für Honig- und Wildbienen. Mit dem Ziel, Menschen darüber aufzuklären, welchen Beitrag sie leisten können, um den Bienen zu helfen.

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Ibiza-Affäre: Entlarvung der rechten Macht- und Medienpolitik

Am Donnerstag, den 16. 5., war die rechtskonservative Welt noch in Ordnung. Bild: Bundeskanzleramt Österreich
Wir starren nur auf die Bühne, gewählt werden aber die korrupten Machtpolitiker von den Bürgern, die meist als besorgte Bürger entschuldigt werden

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Man traut Rechten und Rechtspopulisten so einiges zu. Das kommt auch daher, dass sie zwar vorgeben, Volkes Stimme zu sein, sie aber statt Demokratie und Rechtstaat eher mit einem autoritären System kokettieren. Dazu werden Führerfiguren geschaffen und inszeniert, die sich durch Radikalität bei Überschreitung von ethischen Prinzipien, Machtgeilheit, Narzissmus und Geschäftemachereien auszeichnen, die auch Korruption ermöglichen. Eine auffällige Eigenschaft ist auch, dass freie und vor allem kritische Medien und Intellektuelle nicht geschätzt werden. Die gelten als Lügenpresse, während man sich Medien zuwendet oder diese schafft, die nicht weniger einseitig, oft laut und kreischend wie die Galionsfiguren selbst sind, aber die die eigene Macht befördern.

Die Ibiza-Affäre, bei der der Vizekanzler Österreichs und FPÖ-Parteichef Heinz- Christian Strache und FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus in eine Falle durch eine angebliche reiche hübsche Russin gelockt wurden, entlarvt die rechten Machtspiele und -gelüste, die diejenigen vieler Systemparteien überbieten. Zum eigenen Vorteil ist man bereit, Gesetze zu umgeben und Korruption auf höchster Ebene zu begehen, aber sich auch die Berichterstattung zu kaufen. Man ahnt, dass die Vorwürfe gegenüber den nicht-rechten Medien als gesteuerte Lügenpresse auf die eigene Vorstellung zurückgehen, wie Medien für die eigenen Interessen instrumentalisiert werden sollen, indem Medien gekauft oder über ihre Besitzer politisch und personell gesteuert werden sollen.

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Forscher erschaffen Designer-Mikrobe mit vier Millionen Basenpaaren großem Erbgut

Die E. coli-Bakterien der Forscher besitzen ein am Computer generiertes Genom. © Christop Burgstedt/ istock
Künstliche Lebensform: Forscher haben E. coli-Bakterien mit einem neuen, künstlichen Genom ausgestattet. Das synthetische Erbgut besteht aus vier Millionen Basenpaaren und unterscheidet sich vom natürlichen Vorbild in mehr als 18.000 Positionen. Damit besitzen die neu geschaffenen Mikroben das größte künstliche Genom, das jemals einem Lebewesen eingesetzt wurde.

scinexx

Die Erschaffung künstlicher, maßgeschneiderter Lebensformen ist ein Traum vieler Gentechniker. Etliche Fortschritte in der synthetischen Biologie haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Wissenschaftler solchen „Designer-Organismen“ immer näherkommen.

Vier Millionen Basenpaare

Bereits 2010 gelang es dem Gentechnik-Pionier Craig Venter, das Erbgut eines Bakteriums synthetisch nachzubauen und lebenden Mikroben einzupflanzen. Seitdem haben Forscher unter anderem synthetische Chromosomen von Hefezellen konstruiert und sogar Bauanleitungen für ganz neue künstliche Bakterienarten am Computer entworfen.

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Missbrauch in der Kirche: Sind wirklich die Homosexuellen schuld?

Bild: © verkoka – stock.adobe.com
Betroffene von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche sind vor allem Jungen. Woran liegt das? Konservative sehen den Grund in der Homosexualität und belegen das mit teils abenteuerlichen Zahlenkonstruktionen. Doch so einfach ist es nicht, denn das Thema führt tief ins Gehirn.

Von Christoph Paul Hartmann | katholisch.de

Missbrauch in der Kirche ist ein männliches Problem: Die Täter sind Männer, die Opfer in der Regel Jungen. Mit einem Anteil von 63,8 Prozent sind sie deutlich überrepräsentiert, resümiert auch die von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene MHG-Studie. In Reihen der Glaubenskongregation im Vatikan geht man weltweit sogar von mehr als 80 Prozent aus. Woran das liegt?

Für erzkonservative Kreise ist klar: Es sind homosexuelle Taten, die gleichgeschlechtliche Orientierung ist also das Problem. Und tatsächlich: Die MHG-Studie hat bei 19 Prozent der Täter Hinweise auf eine homosexuelle Orientierung gefunden. In Einzelinterviews lag sie noch deutlich höher. Der US-Theologe Timothy J. Dailey hat Zahlen wie diese zum Anlass für folgende These genommen: Es gibt prozentual deutlich mehr Übergriffe von Männern auf Jungen, als es Homosexuelle in der Gesellschaft gibt. Dass sie als Täter überrepräsentiert sind, nimmt Dailey dann zum Anlass für die Vermutung, dass Homosexuelle generell eher zum Kindesmissbrauch neigten.

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Solidarität mit Israel – aber aus rein taktischen Gründen

Bild: Wikimedia Commons/JesterWr
Der Bundestag hat die antisemitische BDS-Bewegung verurteilt. Doch Union, SPD und Grüne haben das vor allem getan, um nicht als Antisemiten abgestempelt zu werden. Deutschlands moralpolitische Grundlage im Umgang mit Israel bröckelt.

Von Michael Wolffsohn | DIE WELT

Das moral- und geschichtspolitische Fundament der Bundesrepublik Deutschland wird derzeit umgebaut. Das beweisen unzählige Krisen und Konflikte mit vielen unserer westlichen Partner (Amtsdeutsch „Freunden“) und eben nicht nur mit Trumps USA. Auch das Verhältnis zu Israel und den Juden zeigt den neudeutschen Wertewandel.

Das dokumentierte am 17. Mai die Bundestagsabstimmung über die antizionistische BDS-Kampagne. Was BDS („Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“) gegenüber Israel verlangt, ist mehr als Kritik an der Regierung Israels und Premier Netanjahu.

Ein Blick auf die Website genügt: Der jüdische Staat, also die Antwort auf 3000 Jahre jüdischer Verfolgungsgeschichte und damit die Lebensversicherung aller Juden weltweit, solle verschwinden. Wer Juden diese Existenzsicherheit verweigert, ist Antisemit. Das hilft keine Klügelei.

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The Universe Probably ‚Remembers‘ Every Single Gravitational Wave

Gravitational waves may leave a lasting mark on the universe. (Image: © Shutterstock)
The universe might „remember“ gravitational waves long after they’ve passed.

By Rafi Letzter | SPACE.com

That’s the premise of a theoretical paper published April 25 in the journal Physical Review D. Gravitational waves, faint ripples in space and time that humanity has only in the past few years managed to detect, tend to pass very quickly. But the authors of the paper showed that after the waves pass, they might leave a region slightly altered — leaving behind a sort of memory of their crossing.

These changes, which the researchers termed „persistent gravitational wave observables,“ would be even fainter than the gravitational waves themselves, but those effects would last longer. Objects might be shifted slightly out of place. The positions of particles drifting through space might be altered. Even time itself might end up slightly out of sync, running briefly at different speeds in different parts of Earth. [9 Ideas About Black Holes That Will Blow Your Mind]

These changes would be so minuscule that scientists would barely be able to detect them. The researchers wrote in their paper that the simplest method for observing these effects might involve two people „carrying around small gravitational wave detectors“ — a joke because detectors are quite large.

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„Man wird einem anderen Islam begegnen“

Grafik: TP
Es ist auch im Marxismus common sense einen konträren Standpunkt moralisch zu verwerfen, während eine dialektische Kritik sie insofern richtig stellt, indem sie verzerrten Positionen korrigiert und die richtigen Einsichten vertieft, erweitert, verallgemeinert und die sie in einen systematischen Zusammenhang stellt und sie integriert

Reinhard Jellen | TELEPOLIS

So bei Aristoteles, Hegel und Marx selber. Ein Gespräch mit dem Philosophen Thomas Metscher zu seinem Buch „Integrativer Marxismus“.

Herr Metscher, Karl Marx hat in seine Methode und sein System Erkenntnisse aus der Philosophie von Aristoteles bis Hegel und aus der klassischen bürgerlichen Ökonomie von Adam Smith bis David Ricardo integriert und gleichzeitig diese Denker auch grundlegend kritisiert. Marx war also integrativer Marxist. Warum sind diese Ansätze im 20. Jahrhundert nicht weiter geführt worden?
Thomas Metscher: Was Sie zu Marx, seiner Methode und seinem System sagen, entspricht sehr genau meiner eigenen Einsicht und Überzeugung. Man könnte zu den von Ihnen Genannten eher noch weitere Namen hinzufügen, denkt man nur an seine Dissertation über die frühen Materialisten und seine lebenslange Beschäftigung mit Literatur. Ich erinnere hier allein an das große Werk von S.S. Prawer, Karl Marx und die Weltliteratur.

Marx‘ Konzept war fraglos integrativ, gerade auch in methodischer Hinsicht (ich erinnere an seinen Umgang mit dem alten Materialismus und dem Idealismus in den Feuerbach-Thesen), ohne dass er das Wort dafür gebrauchte – aber die Terminologie ist hier ohne Bedeutung. Er verfuhr integrativ der Sache nach. Gleiches gilt für Engels, Lenin, Labriola, Gramsci, Luxemburg, Brecht, Weiss, Lukács, Bloch, Ngugi – man nenne die Namen. Das integrative Denken, so lässt es sich mit einem Worte sagen, bildet die Hauptlinie des marxistischen Konzepts. Dieses war zudem von Beginn an internationalistisch orientiert – ohne die kulturellen Besonderheiten des Demokratisch-Nationalen drüber zu vergessen, wie es heute geschieht.

In diesen Zusammenhang gehört auch Lenins Konzept der Zwei Kulturen, die Einsicht, dass in der gesamten Geschichte der Klassengesellschaft der herrschenden Kultur eine Kultur der Beherrschten gegenüber steht (zumindest Elemente einer solchen Kultur), die sich als plebejisch, demokratisch, sozialistisch charakterisieren lassen. Es ist ein Konzept, von dem auch auf der Seite der Linken kaum Gebrauch gemacht wird.

Sicher stehen in Konzepten integrativer Kultur nicht immer die gleichen Personen im Kernbereich – mit der Ausnahme wohl der Klassiker erster Ordnung. Hier sind kulturelle und historische Differenzen ins Spiel zu bringen. Sie haben nicht zuletzt damit zu tun, dass der Marxismus plural ist, was freilich nicht dasselbe ist wie integrativ. Plural bezieht sich auf Unterschiede, integrativ auf Gemeinsamkeiten. So gibt es Formen des pluralen Marxismus, die sich von anderen abgrenzen, gerade auch von Formen bürgerlichen Denkens, im Charakter des Integrativen liegt, dass dieser das Gemeinsame sucht – auch und gerade im Pluralen der theoretischen und praktischen Formen.

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Thailands unheimliche Jagd auf Kritiker von Monarchie und Regime

In Thailand müssen alle dem König die Ehre erweisen. Wer die Monarchie kritisiert, kommt mit dem Gesetz in Konflikt und lebt möglicherweise in Gefahr. (Bild: Rungroj Yongrit / EPA)
Die Machthaber in Bangkok gehen zusehends härter gegen Dissidenten vor. Die Zahl der ermordeten und verschollenen Regimekritiker steigt. Jetzt sorgt ein neuer Fall für Aufsehen.

Manfred Rist | Neue Zürcher Zeitung

Drei Regimekritiker, die vor kurzem von Vietnam an Thailand ausgeliefert worden sind, gelten seit über einer Woche als vermisst. Jetzt gibt es Befürchtungen, dass sie in einem thailändischen Militärlager festgehalten werden. Ihre Angehörigen warten auf ein Lebenszeichen. Auch Human Rights Watch und Amnesty International zeigen sich tief besorgt und fordern Auskunft.

Zwei Leichen im Mekong

Chucheep Chivasut, Siam Theerawut und Kritsana Thapthai, die in Laos im Exil lebten, wurden im Januar von den vietnamesischen Behörden wegen illegalen Grenzübertritts festgenommen. Die drei Männer wollten sich vermutlich vor Häschern in Sicherheit bringen, die Dissidenten im Ausland nachspürten. In Thailand stehen sie unter anderem wegen Majestätsbeleidigung unter Anklage.

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Referendum in der Schweiz: Mehrheit für schärferes Waffenrecht

Bild: tagesschau.de
Die Schweiz wird ein verschärftes Waffenrecht nach EU-Regeln bekommen: Laut Schlussresultat einer Abstimmung stimmten 63,7 Prozent dafür. Der Besitz von halbautomatischen Schusswaffen wird damit stark beschränkt.

tagesschau.de

Die Schweizer haben sich bei einem Referendum mehrheitlich für eine Verschärfung des Waffenrechts in ihrem Land ausgesprochen. 63,7 Prozent der Teilnehmer stimmten dafür, 33,6 Prozent dagegen.

Schweiz kann EU-Richtlinie umsetzen

Das geänderte Gesetz sieht unter anderem vor, dass der Besitz halbautomatischer Waffen – mit einigen Ausnahmen etwa für Sportschützen – nicht mehr erlaubt ist. Damit kann die Schweiz eine EU-Richtlinie umsetzen.

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Trump kritisiert scharfes Abtreibungsgesetz

US-Präsident Donald Trump rief auf Twitter alle Abtreibungsgegner dazu auf, gemeinsam „für das Leben“ zu kämpfen Quelle: AP/Manuel Balce Ceneta
Alabama hat ein striktes Abtreibungsverbot beschlossen, das einen Schwangerschaftsabbruch selbst nach Inzest und Vergewaltigung verbietet. Das Gesetz ist so rigide, dass sich sogar Abtreibungsgegner Donald Trump einschaltet.

DIE WELT

US-Präsident Donald Trump hat sich für ein Recht auf Abtreibung nach einer Vergewaltigung ausgesprochen. Das schrieb er am Samstag auf Twitter. Trump bezeichnete sich dort selbst zwar als entschiedenen Abtreibungsgegner, nannte aber mehrere Fälle, in denen er Ausnahmen befürwortet. Der US-Bundesstaat Alabama hatte in dieser Woche Schwangerschaftsabbrüche nahezu vollständig verboten.

Er sei „klar gegen Abtreibungen“, schrieb Trump wenige Tage nach der Entscheidung in Alabama auf Twitter. Als Ausnahmen nannte er Schwangerschaften nach einer Vergewaltigung oder durch Inzest sowie Fälle, in denen das Leben der Mutter gefährdet ist. „Diese Position vertrat auch Ronald Reagan“, twitterte Trump mit Verweis auf den früheren republikanischen Präsidenten.

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Publizist Friedman für mehr Gleichberechtigung der Religionen

Der Publizist Michel Friedman fordert eine stärkere Gleichberechtigung der Religionen in Deutschland. Der Staat privilegiere nach wie vor das Christentum und auch das Judentum, sagte der Publizist jüdischen Glaubens am Sonntag in Bonn auf einer Podiumsdiskussion über Religionsfreiheit in Deutschland. Die Veranstaltung unter dem Titel „Freiheit.Glauben.Grundgesetz“ fand im Rahmen der „Bonner Tage der Demokratie“ statt.

evangelisch.de

Als Beispiele nannte Friedman den Einzug der Kirchensteuer durch den Staat, die Möglichkeit, die Religionsgemeinschaft als Körperschaft öffentlichen Rechts zu etablieren und die christlichen Feiertage. Gleichheit sei nicht quantifizierbar. Religionen sollten unabhängig von der Anzahl ihrer Mitglieder gleich behandelt werden. Solange der Staat Religionen „betreue“, sei von einer Neutralität nicht zu sprechen.

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Deutscher Datenschützer kritisiert Veröffentlichung von Strache-Video

foto: leonhard foeger / reuters Von einem Video zu Fall gebracht: Der ehemalige Vizekanzler H.C. Strache.
Baden-Württembergs Datenschutzbeauftragter Stefan Brink hat die heimliche Aufzeichnung des Videos mit Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Veröffentlichungen daraus in „Spiegel“ und „SZ“ kritisiert.

derStandard.at

„Wenn wir politische Gegner hintergehen, ihre Privatsphäre verletzen und sogar kriminelles Unrecht begehen, schaden wir letzten Endes unserer politischen Kultur und damit uns allen“, so Brink auf Twitter.

Entscheidung

Die Veröffentlichung des aus seiner Sicht illegal aufgenommenen Videos zeitgleich mit der ersten Berichterstattung schieße über das Ziel hinaus, erklärte Brink am Sonntag auf Nachfrage. Die Presse entscheide zwar selbst, was sie veröffentliche, sie müsse aber auch gegenläufige Grundrechte beachten. „Dazu gehören auch die Persönlichkeitsrechte und dazu gehört auch der Datenschutz“, sagte er. Es gehe ihm darum, eine Debatte anzustoßen.

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Tausende Ewiggestrige bei „Marsch für das Leben“ in Rom

Vatikan. Bild: Pixaby, Selim Gecer.
Es gehe darum, „das Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu verteidigen“: Rund 15.000 Gegner von Abtreibung und Sterbehilfe haben in Rom beim „Marsch für das Leben“ demonstriert.

katholisch.de

Rund 15.000 Gegner von Abtreibung und Sterbehilfe haben am Wochenende in Rom beim „Marsch für das Leben“ demonstriert. Das berichtet die italienische Tageszeitung „Avvenire“ (Sonntag) unter Berufung auf die Organisatoren. Unter den Teilnehmern war neben internationalen Vereinigungen zum Lebensschutz, Priestern und Ordensleuten auch US-Kardinal Raymond Leo Burke. Er marschierte bei der Demonstration im Zentrum Roms in der ersten Reihe. Medienberichten zufolge nahm ebenso der Utrechter Kardinal Willem Jacobus Eijk teil.

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