Schwindet die biologische Vielfalt, hat der Mensch ein Problem


Wiesen, auf denen viele verschiedene Arten auf wenigen Quadratmetern existieren, sind in unseren Breitengraden selten geworden. (Bild: Goran Basic / NZZ)
Der neue Weltbiodiversitätsbericht macht klar: Wenn sich unser Umgang mit der Natur nicht ändert, werden auch wir zu den Leidtragenden gehören. Erste Auswirkungen zeigen sich schon jetzt.

Stephanie Kusma | Neue Zürcher Zeitung

Der Mensch lebt von der Natur. Das mag sich nicht so anfühlen, wenn man in einem warmen Zimmer am Schreibtisch sitzt, sich weitgehend unabhängig vom Wetter fortbewegen kann, im Supermarkt einkauft und es mehr Event-Charakter hat, Früchte im Sommer selbst zu pflücken, als dass es der Nahrungssuche ähnelt. Doch trotzdem ist es so: Selbst in den am stärksten verarbeiteten Nahrungsmitteln steckt Natur – und sei es nur das Wasser in einer Limonade. Die meisten Möbel bestehen aus Holz, und einen grossen Teil unserer Kleidung verdanken wir Pflanzen oder Tieren, zum Beispiel der Baumwolle, dem Lein, den Seidenraupen oder Kaschmirziegen. Selbst der Sauerstoff, den wir atmen, wurde von Pflanzen produziert.

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