Flucht aus Norwegen: Staatsaffäre um ein kleines Mädchen


Polen hat einer Frau, die aus Norwegen geflohen ist, Asyl gewährt: Silje Garmo hatte Angst, dass der Staat ihr das Kind wegnimmt.

kath.net

Polen hat einer Frau, die aus Norwegen geflohen ist, Asyl gewährt. Silje Garmo hatte Angst, dass der Staat ihr das Kind wegnimmt. Der Fall, der schon zwei Jahre zurückliegt, wird jetzt von der „Zeit“ thematisiert. Laut der Zeitung ist der Fall sehr einmalig, weil Polen normalerweise kaum Asyl gewährt. In dem Fall wurden aber laut dem polnischen Staat in Norwegen Menschenrechte verletzt. Garmo lebt inzwischen in der Nähe von Warschau. Die Mutter richtet schwere Vorwürfe an Norwegen. Der norwegische Staat habe sie erpresst und bedroht. Sie habe keine andere Wahl gehabt. In der Kritik steht der norwegische Kinderschutzdienst Barnevernet, der laut Garmo das Leben ihrer Familie zerstört habe. Dieser wollte ihr das Baby ohne Anlass und ohne Grund wegnehmen. „Diese Behörde macht, was sie will“, erzählt sie gegenüber der „Zeit“. Der Kinderschutzdienst steht seit Jahren in der Kritik. Immer wieder behaupten Eltern, dass ihnen ohne Grund oder wegen Nichtigkeiten die Kinder weggenommen wurden. 2016 gab es in Oslo sogar eine Demonstration von Eltern gegen die umstrittene staatliche Organisation, auch 170 Psychologen, Anwälte und Sozialarbeiter protestierten damals in einem offenen Brief.

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