Neuer Temperaturrekord für Supraleiter

Eine winzige Probe von Lanthanhydrid wird unter Hochdruck schon bei minus 23 Grad Celsius supraleitend – ein neuer Rekord. © Drozdov et al/ University of Chicago
Wichtiger Schritt zur Supraleitung bei Raumtemperatur: Forscher haben erstmals ein Material entdeckt, das schon bei minus 23 Grad verlustfrei Strom leiten kann – ein neuer Temperaturrekord. Der Höchstwert für bisherige Hochtemperatur-Supraleiter lag um 50 Grad niedriger. Das jetzt getestete Lanthanhydrid könnte ein Vertreter von Materialien sein, die vielleicht sogar bei Raumtemperatur supraleitend werden, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Ob Graphen, Kupferverbindungen wie die Cuprate oder einige Metallhydride: Einige Materialien können Strom nahezu widerstandsfrei leiten – sie sind Supraleiter. Nachdem diese exotische Eigenschaft zunächst nur bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt bekannt waren, haben Forscher inzwischen Hochtemperatur-Supraleiter entdeckt, die sogar schon bei „nur“ minus 70 Grad widerstandsfrei werden, wie der Schwefelwasserstoff.

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Wissenschaftler bezweifeln Alter des Turiner Grabtuchs— „Alles nochmal machen“

Das Turiner Grabtuch © Paul Haring (KNA)
Wie alt ist es? Über eine mögliche neue Altersbestimmung des Turiner Grabtuchs beraten am Donnerstag Wissenschaftler an der Universität Catania. Dabei wollen sie die Daten aus der Radiokarbon-Messung im Jahr 1988 neu interpretieren.

DOMRADIO.DE

Einer Mitteilung der Universität zufolge, könnte das 4,36 Meter lange und 1,10 Meter breite Leinentuch, das als Grabtuch Jesu verehrt wird, nicht erst aus dem Mittelalter, sondern schon aus der Antike stammen.

Bei der Untersuchung 1988 war eine Gewebeprobe dreigeteilt an Labore in Zürich, Oxford und Arizona geschickt worden. Diese bestimmten die Entstehungszeit auf die Zeit zwischen 1260 und 1390 n. Chr. In Catania wollen Grabtuchforscher, Statistiker und Datenanalysten die ursprünglichen Daten wie auch bisher unveröffentlichte Rohdaten der Messungen begutachten. Die Tagung trägt den Titel „Die Datierung des Grabtuchs: alles noch mal machen“.

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Franz überrascht über Priesteramtskandidaten: „So wenige?“

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat die österreichischen Männer empfangen, die gerade ihr Vorbereitungsjahr für das Priesteramtsstudium absolvieren. Wie ein überraschter Ausspruch zeigte, hatte er offensichtlich mit deutlich mehr Kandidaten gerechnet…

katholisch.de

Wie wenige Priesteramtskandidaten es in manchen Teilen der Weltkirche noch gibt, überrascht sogar den Papst: Das wurde am Mittwoch deutlich, als Franziskus mit den drei Männern zusammentraf, die in Österreich derzeit das Propädeutikum absolvieren, also das Vorbereitungsjahr auf das Priesteramtsstudium. „So wenige?“, fragte Franziskus nach Angaben von „Vatican News“ zunächst erstaunt, bevor er die Besucher ermutigte, ihrer Berufung treu zu bleiben.

26 Neupriester dieses Jahr

Wie in Deutschland, so gibt es auch in Österreich immer weniger junge Männer, die Priester werden wollen. In diesem Jahr werden in der Alpenrepublik mit 26 zwar zwei Neupriester mehr geweiht als im Jahr zuvor.

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Die Quelle einer verbotenen ozonzerstörenden Substanz wurde identifiziert – sie befindet sich in China

In den Perlmuttwolken der Stratosphäre, hier über der McMurdo-Forschungsstation in der Antarktis, findet der Ozonabbau statt. (Bild: Alan R. Light / CC-BY 2.0)
Die Hauptverantwortlichen für die neuerliche Emission einer industriell hergestellten Substanz, die die Ozonschicht angreift, sind zwei Provinzen in Ostchina. Doch die entscheidenden Hinweise haben Forscher nicht von dort erhalten.

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Frühere Recherchen einer Umweltorganisation hatten bereits darauf hingedeutet. Doch erst jetzt liegt ein sauberer wissenschaftlicher Beleg vor: Demnach wurde in den letzten Jahren im Osten Chinas weiterhin eine ozonzerstörende Substanz namens «Trichlorfluormethan» freigesetzt, die eigentlich längst verboten ist. An der Studie eines internationalen Teams, die jetzt im Wissenschaftsmagazin «Nature» veröffentlicht wurde, wirkten unter anderem Stefan Reimann und Stephan Henne von der Forschungsanstalt Empa in Dübendorf mit.

Die verbotene Substanz zählt zu den Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), die zum Ozonabbau und somit zur Entstehung des Ozonlochs über der Antarktis beitragen. Da die Ozonschicht vor der UV-Strahlung schützt, war im Montrealer Protokoll von 1989 und in den Nachfolgeabkommen die Einstellung der FCKW-Produktion beschlossen worden. Seit 2010 gilt das Verbot auch für Entwicklungsländer.

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„Die SPD ist tot, die Grünen werden die neue SPD, und wir die neuen Grünen“

martin Sonneborn und Nico Semsrott. Bild: Die PARTEI
Europawahl-Interview mit den PARTEI-Politikern Martin Sonneborn und Nico Semsrott

Markus Kompa | TELEPOLIS

Die kommende EU-Wahl ist eine Schicksalswahl für Die PARTEI, denn erstmals traut man ihr das Potential von gleich zwei Sitzen zu – und damit eine Verdoppelung der politischen Schlagkraft. Neben Altpolitiker Martin Sonneborn, der in den EU-Ausschüssen für Kultur, Bildung und auswärtige Angelegenheiten sowie in der Delegation für die Beziehungen zur Koreanischen Halbinsel mitwirkte, hat auch Newcomer Nico Semsrott realistische Aussichten, demnächst deutsche Interessen im Europaparlament zu vertreten.

Herr Sonneborn, ursprünglich wollten Sie nur für einen Monat in Brüssel bleiben, jetzt aber möchten Sie noch einmal fünf Jahre mit dem Personal von Europas politischer Resterampe gemeinsam Strohhalme verbieten. Leiden Sie an einer Art Stockholm-Syndrom?

Martin Sonneborn: Nein, es ist eher so, dass wir eine intensive Auseinandersetzung mit der Groko Haram geführt haben. Steinmeier, Merkel und Maas haben einen wahnwitzigen Aufwand betrieben, um eine 3-Prozent-Hürde zur EU-Wahl einzuführen und die 7 Mandate der Kleinparteien wieder für sich zu reservieren. Gegen das Urteil des Bundesverfassungsgericht, gegen die Interessen von 26 oder 27 EU-Staaten. Wir haben dagegen gehalten, und schlussendlich genug Öffentlichkeit herstellen können, um dieses unseriöse Unterfangen scheitern zu lassen. Wir müssen mit unserer Arbeit also einen Nerv getroffen haben bei CDU und SPD, und schon deshalb will ich weitermachen. Aber natürlich habe ich auch Spaß an der Macht gefunden. Smiley.

Die Altparteien haben für 2021 keine Kanzlerkandidaten von Format, AKK und Friedrich Merz disqualifizieren sich schon der Frisur wegen. Werden Sie nicht eher in Berlin als in Brüssel gebraucht?

Martin Sonneborn: Sie sind sehr charmant. Nein, im Bundestag könnte ich nicht viel bewirken, von Belgien aus kann ich den Kontinent viel effektiver regieren. Außerdem möchte ich den Nachfolger von Elmar Brocken begleiten, er heißt Dennis Radab und wird uns in den kommenden Jahren in Brüssel viel Spaß bereiten.

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Menschen aus höheren sozialen Schichten neigen zur Selbstüberschätzung

Bild. TP
Nach einer Studie werden sie auch dafür belohnt und gelten als kompetenter, wodurch die soziale Ungleichheit perpetuiert wird

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wer sich an Vermögen und Macht der Reichen reibt und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich kritisiert, wird gerne mal als neidisch bezeichnet. Das Selbstbild der Reichen und Mächtigen ist, dass sie halt erfolgreicher und letztlich besser seien als diejenigen, die es nicht so weit gebracht haben und daran letztlich selber schuld sind. Sie schreiben sich das individuell zu, auch wenn Glück, Erbschaften, familiärer Bildungshintergrund, privilegierte Lebensweise etc. einen großen Teil des Erfolgs ausmachen. Ein gutes Beispiel dafür ist Donald Trump, der vorgibt, er habe seinen Reichtum aus wenig Geld als Selfmade-Mann aufgebaut, obwohl er von seinem Vater Milliarden erhalten hat und aufgrund seines Vermögens und seiner Herkunft auch immer Kredite erhielt (Donald Trump, der König der Schulden).

Dass es bei der Selbstüberschätzung der Reichen und Mächtigen nicht nur um eine Projektion der Underdogs handelt, bestätigt nun eine Studie, die im Journal of Personality and Social Psychology erschienen ist. Peter Belmi von der University of Virginia und Erstautor der Studie, stellt das eigentlich Offensichtliche heraus: „Vorteile erzeugen Vorteile. Wer in den oberen Schichten geboren wurde, wird wahrscheinlich in der Oberklasse bleiben, und viel verdienende Unternehmer kommen unverhältnismäßig oft aus gut gebildeten und arrivierten Familien.“

Die Schicht oder Klasse formiert dabei die Einstellungen der Menschen über ihre Fähigkeiten, dabei überschätzen sich die Angehörigen der oberen Schichten, was von anderen mitunter als höhere Kompetenz eingestuft wird. Die Selbsteinschätzungen werden oft von Generation und Generation weiter gegeben und mit anderen Privilegien vererbt. Das wiederum zementiert die sozialen Klassen und verhindert die soziale Mobilität, die ja immer als Möglichkeit, von ganz unten nach oben zu kommen, also als der „amerikanische Traum“, propagiert wird.

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Drei Kreuze für AfD: Angeblich gefälschter Wahlzettel in Sachsen aufgetaucht

Wahlzettel für die Kommunalwahl in Sachsen Foto: dpa
In der sächsischen Stadt Meißen ist angeblich ein Wahlzettel aufgetaucht, der bereits vorab ausgefüllt wurde. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, hat eine Frau Briefwahl-Unterlagen erhalten, in denen drei Kreuze für einen AfD-Kandidaten bereits eingetragen waren, In Sachsen finden am 26. Mai parallel zur Wahl des Europaparlaments auch Kommunalwahlen statt, bei denen die Wähler drei Stimmen haben.

Kölner Stadt-Anzeiger

Die Frau gab laut MDR eine eidesstattliche Erklärung ab. Demnach öffneten sie und ihr Mann vergangenen Samstag ihre Briefe und stellten den Fehler fest. Sie wandten sich an einen Stadtrat der Linkspartei in Meißen, der den Wahlzettel an die örtliche Wahlkommission weiterleitete.

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Wie die katholische Kirche das Grundgesetz beeinflusste: „Meine Herren, dazu wird die Kirche nie ja sagen!“

Bild: © picture alliance/dpa
Heute vor 70 Jahren wurde das Grundgesetz unterzeichnet. Bei der Erarbeitung des Textes nahm die katholische Kirche erheblichen Einfluss – mit Hilfe bischöflicher Eingaben und Lobbyarbeit im Parlamentarischen Rat. Als das nur teilweise klappte, drohten die Bischöfe mit einem Veto.

Von Steffen Zimmermann | katholisch.de

Provisorien können manchmal erstaunlich langlebig sein. Kaum etwas illustriert diese Tatsache besser als das deutsche Grundgesetz. Obwohl eigentlich nur „für eine Übergangszeit“ – so die ursprüngliche Formulierung in der Präambel – konzipiert, hat es mittlerweile sieben Jahrzehnte überdauert. Längst ist aus dem nur als vorläufig geplanten Verfassungstext das zentrale Fundament der deutschen Demokratie geworden. Vor 70 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde das Grundgesetz unterzeichnet, mit Ablauf desselben Tages trat es in Kraft.

Begonnen hatten die Arbeiten an dem Text neun Monate zuvor im Museum Alexander Koenig in Bonn. Aufbauend auf dem Verfassungskonvent von Herrenchiemsee und den dort entwickelten Grundsätzen eines demokratischen und föderalen Rechtsstaats starteten die 65 Mitglieder des Parlamentarischen Rats – darunter vier Frauen – am 1. September 1948 damit, eine neue Verfassung auszuarbeiten. „Wir beginnen mit dieser Arbeit in der Absicht und dem festen Willen, einen Bau zu errichten, der am Ende ein gutes Haus für alle Deutschen werden soll“, so der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Karl Arnold (CDU).

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Wie Europas Banken Waffen finanzieren

tagesschau.de
Trotz Exportstopps bleibt die Finanzierung von Rüstungsgeschäften lukrativ. Laut einer Studie unterstützen die zehn größten europäischen Banken Rüstungsfirmen mit mehr als 24 Milliarden Euro.

Von Anja Bröker | tagesschau.de

Morgen wird Ali Jameel bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank zu den Aktionären sprechen. Die Deutsche Bank solle endlich aufhören, Rüstungsexporte an die im Jemen-Krieg führenden Staaten zu finanzieren, wird Jameel von der jemenitischen Menschenrechtsorganisation „Mwatana“ dort fordern. „Waffen aus den USA und Europa haben zu einigen der schlimmsten Schrecken des Krieges beigetragen, Zivilisten getötet, Häuser getroffen und mein Land zerstört“, sagt er.

Seit vier Jahren führt eine Militärallianz im Jemen Krieg gegen Rebellen – angeführt von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Vorsichtige Schätzungen der Vereinten Nationen gehen von mindestens 16.700 getöteten oder verletzten Zivilisten aus.

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Is Low-Dose Radiation Good for You?

Image credit: skeptic.com
For most people, radiation is very scary. You can’t see it; you may not know if you’ve been exposed. We’ve all read the horror stories about Hiroshima and Nagasaki. When radiation leaked from the Fukushima reactor in 2011, people all the way across the Pacific Ocean feared for their health.

By Harriet Hall, M.D. | Skeptic.com

Alarmist headlines blared “Fukushima radiation has reached U.S. shores!” Cesium-134 had been measured in seawater samples from beaches in Oregon, and in Canadian salmon. A senior scientist quelled fears by putting this news into context: “if you were to swim every day for six hours a day in those waters for a year, that additional radiation from the addressed cesium from Japan…is 1000 times smaller than one dental x-ray.”1

Most people think radiation is not natural. Actually, yes it is. We are exposed to radiation from cosmic rays. We get more background radiation if we live in the mountains or fly frequently, and if we live in stone or brick houses or in homes with radon in the basement. There is radioactive potassium in bananas, potatoes, beer, and many other foods. Tobacco leaves contain radioactive polonium 210, with a half-life of 138 days. It falls onto the tobacco leaves from the atmosphere and is a major cause of lung cancer. We are even exposed to radiation from our own bodies. There is no way to avoid it. We know that ionizing radiation damages and mutates DNA and can cause cancer.

Many people are convinced that all radiation is potentially dangerous. The Health Physics Society has set safety levels, and workers’ doses are maintained at levels as low as reasonably achievable (ALARA); but they point out that “There is considerable uncertainty associated with the estimation of risk from relatively low doses.” This doesn’t mean there is no risk, but rather that there may not be any risk, and if there is, we don’t know how to quantify it. The problem is that the risk is so low that many millions of people would have to be studied to overcome the signal-to-noise ratio in the data, and the risk is confounded by varying background levels of radiation and other factors like radiation from diagnostic procedures. It’s an impossible problem that may never be definitively solved because of the sheer numbers and the complexity of the data involved.

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Streit um Wahlfälschung: Bistum Aachen übergibt Akten an Justiz

Bild: © stock.adobe.com/roibu
Die Pfarrei soll schon länger zerstritten sein. Nach der Kirchenvorstandswahl im November spricht der Pfarrer dann von Wahlbetrug. Doch das Bistum Aachen findet keine Hinweise darauf. Dennoch schaltet die Diözese nun die Staatsanwaltschaft ein.

katholisch.de

Nach Vorwürfen der Wahlfälschung hat das Bistum Aachen die Akten einer Kirchenvorstandswahl in der Diözese an die Staatsanwaltschaft übergeben. Man wolle „mit diesem Schritt in Bezug auf den Wahlvorgang Transparenz zeigen“, sagte der stellvertretende Generalvikar Rolf-Peter Cremer am Dienstag in Aachen. Man selbst habe jedoch keine Hinweise auf Wahlfälschung gefunden. Deshalb sei die Kirchenvorstandswahl in der Pfarrei Sankt Petrus in Übach-Palenberg nach rechtlicher Prüfung rechtskräftig.

Zuvor hatte der Pfarrer von Sankt Petrus mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Kirchenvorstandswahl im November 2018 angezeigt. Ihm seien mehrere Verfahrensfehler aufgefallen, wie der Kölner Stadt-Anzeiger in der vergangenen Woche berichtete. So hätten etwa die Briefwahlunterlagen von Ehepaaren „verdächtig ähnliche Unterschriften“ getragen.

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Das reaktionäre Ewiggestrige darf an der Uni Bonn einen Vortrag halten – Proteste blieben nicht aus

200 Linksdemonstranten bei Vortrag von Alexander Tschugguel, dem Organisationschef des „Marsches für das Leben“ in Wien – Ein Anschlag mit Steinen – Medien verschweigen den Vorfall

kath.net

Am vergangenen Donnerstag wurde an der Bonner Uni ein Vortrag von Alexander Tschugguel, dem Organisationschef des „Marsches für das Leben“ in Wien von etwa 200 Linksdemonstranten gestört. Der Vortrag wurde von „Demo für Alle“ organisiert. Hedwig von Beverfoerde, die Chefin von „Demo für Alle“, schildert im Newsletter den Vorgang so: „Als um 20.15 Uhr der Hörsaal gefüllt war und der Vortrag anfing, begann der linke Mob laut ‚Halt die Fresse‘ und andere Beleidigungen zu schreien. Einige hielten Transparente mit aggressiven und blasphemischen Botschaften hoch, darunter ‚Masturbation statt Kommunion‘, und übertönten das Saalmikrophon. Unser Referent ließ sich nicht abschrecken und wandte sich angesichts des Lärms im direkten Gespräch an die interessierten Personen in den ersten Reihen. Außerdem führte er intensive Diskussionen mit Kritikern. Nach einer Stunde beendete er mit dem Veranstalter den Vortragsabend. Einige am Vortrag interessierte Teilnehmer wurden anschließend vom Leiter des Kulturforums zum Haus einer christlichen Studentenverbindung eingeladen, um dort den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen.“

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Augsburger Bischof Zdarsa hat kein Verständnis für Maria 2.0: „Nicht im Sinne des katholischen Glaubens“

Mahnwache der Initiative „Maria 2.0“ vor dem Dom in Münster © Andre Zelck (KNA)
„Hierfür kann es kein noch so gut gemeintes Verständnis seitens der Bischöfe geben.“ Nach Ansicht des Augsburger Bischofs Konrad Zdarsa sind die Frauenproteste im Rahmen der Aktion Maria 2.0 nicht im Sinne des katholischen Glaubens.

DOMRADIO.DE

„Wer andere dazu aufruft und ermuntert, dem eucharistischen Herrenmahl am Sonntag fernzubleiben, schließt sich de facto selbst von der eucharistischen Gemeinschaft aus und reißt noch weitere mit sich“, schreibt Zdarsa in einer am Mittwoch von der Diözese verbreiteten Stellungnahme.

Im Rahmen der Aktion hatten katholische Frauen unter anderem den Zugang für Frauen zu allen kirchlichen Ämtern gefordert sowie eine konsequente Aufklärung der Missbrauchsfälle und eine erneuerte Sexualmoral. Um diesen Anliegen Nachdruck zu verleihen, hatten viele in der vorigen Woche keine Kirche betreten und ehrenamtliche Dienste ruhen lassen.

Etliche Bischöfe hatten Verständnis für die Aktion und ihre Anliegen bekundet, zugleich aber den Aufruf zum Gottesdienstboykott kritisiert.

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Die drakonischen Abtreibungsgesetze haben ungeahnte Folgen

In Amerika haben acht Südstaaten soeben die Abtreibungsregeln drakonisch verschärft. Besonders weit gingen dabei Georgia, Kentucky, Mississippi und Ohio. Sie verfolgen damit ein Ziel über das Gesetz hinaus.

Von Hannes Stein | DIE WELT

Die Südstaaten Amerikas gelten als Heimat des Konservativen. Soeben zementierten acht Bundesstaaten im Süden des Landes diesen Ruf, indem sie per Gesetzesänderung das Recht auf Abtreibung empfindlich eingeschränkt haben.

Am weitesten geht dabei Alabama, das Ärzten die Abtreibung vom Moment der Zeugung an verbietet – auch in Fällen von Vergewaltigung und Inzest. Georgia, Kentucky, Mississippi und Ohio erließen sogenannte „heartbeat laws“, das heißt, die Abtreibung ist nach der sechsten bis achten Schwangerschaftswoche verboten.

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Kramp-Karrenbauer: Es gibt keine christliche Politik

Nach Ansicht der CDU-Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer kann es „christliche Politiker geben, aber keine christliche Politik“. Sie sei „Christdemokratin mit Leib und Seele“, erklärte Kramp-Karrenbauer in einem Gastbeitrag in der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Sie weise aber von sich, „eine christliche Politik zu machen“.

evangelisch.de

„Die christliche Botschaft kennt keine christliche Politik“, unterstrich die CDU-Politikerin, die dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört. Die Botschaft des Christentums könne Politikern Orientierung geben. Sie könne konkreten Entscheidungen eine Richtung geben, aber sie könne konkrete Entscheidungen nicht ersetzen. Diese Einsicht binde im Übrigen nicht nur Christen in der Politik, sie binde auch „religiöse Würdenträger mit ihren Ansprüchen und Erwartungen an Politik“.

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Herzstillstand: Weniger Hilfe für Frauen?

Wenn das Herz aufhört zu schlagen, zählt jede Sekunde. © Sergey Nivens/ thinkstock
Fataler Geschlechterunterschied: Frauen, die außerhalb des Krankenhauses einen Herzstillstand erleiden, haben geringere Überlebenschancen als Männer in dieser Situation. Dies legt nun eine Studie aus den Niederlanden nahe. Demnach waren die Überlebenschancen der weiblichen Patienten nur etwa halb so groß wie die der Männer. Eine mögliche Erklärung könnte die Wohnsituation gerade vieler älterer Frauen sein – aber auch die falsche Einschätzung von Symptomen, wie die Forscher berichten.

scinexx

Ob durch einen Herzinfarkt oder Kammerflimmern: Wenn das Herz-Kreislauf-System zusammenbricht und das Pumporgan aufhört zu schlagen, zählt jede Sekunde. Denn nur durch eine schnelle Reanimation kann der Betroffene noch einmal ins Leben zurückgeholt werden. Im Krankenhaus sind die Chancen für eine erfolgreiche Wiederbelebung vergleichsweise gut. Kommt es Zuhause, im Büro oder unterwegs zum Herzstillstand, sieht die Sache allerdings anders aus.

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Als Johannes Paul II. dem Frauen-Priestertum die Absage erteilte

Foto: Jan Egesborg/Surrend Johannes Paul II. und die Sexualmoral der katholischen Kirche stehen hier in der Kritik. Das Werk ist eine Auftragsarbeit für das Karikatur-Museum in Kassel
Vor 25 Jahren wollte Johannes Paul II. die Diskussionen zum Frauenpriestertum beenden: Die Kirche habe dazu „keine Vollmacht“. Doch wie unter anderem Maria 2.0 zeigt, geht die Debatte bis heute weiter – mit neuem Akzent.

Von Stefanie Stahlhofen | katholisch.de

„Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken, dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“

Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“

Mit dieser Aussage und einer knapp zehn Absätze umfassenden Begründung wollte Papst Johannes Paul II. im Mai 1994 die andauernde Diskussion um Priesterweihe für Frauen in der katholischen Kirche beenden. Dies war das erklärte Ziel des Apostolischen Schreibens „Ordinatio Sacerdotalis“ (OS) vom 22. Mai 1994. Ganz erreicht ist es bisher nicht. Immer wieder flammt die Frage auf: Soll/kann/darf – ja muss – die katholische Kirche Frauen zu Priestern weihen?

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