Als Johannes Paul II. dem Frauen-Priestertum die Absage erteilte


Foto: Jan Egesborg/Surrend Johannes Paul II. und die Sexualmoral der katholischen Kirche stehen hier in der Kritik. Das Werk ist eine Auftragsarbeit für das Karikatur-Museum in Kassel
Vor 25 Jahren wollte Johannes Paul II. die Diskussionen zum Frauenpriestertum beenden: Die Kirche habe dazu „keine Vollmacht“. Doch wie unter anderem Maria 2.0 zeigt, geht die Debatte bis heute weiter – mit neuem Akzent.

Von Stefanie Stahlhofen | katholisch.de

„Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken, dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“

Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“

Mit dieser Aussage und einer knapp zehn Absätze umfassenden Begründung wollte Papst Johannes Paul II. im Mai 1994 die andauernde Diskussion um Priesterweihe für Frauen in der katholischen Kirche beenden. Dies war das erklärte Ziel des Apostolischen Schreibens „Ordinatio Sacerdotalis“ (OS) vom 22. Mai 1994. Ganz erreicht ist es bisher nicht. Immer wieder flammt die Frage auf: Soll/kann/darf – ja muss – die katholische Kirche Frauen zu Priestern weihen?

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