„Judensau“ darf hängen bleiben


Judensau an der Stadtkirche Wittenberg. Bild: wikimpedia.org/CC-BY-SA 4.0 – Posi66
Die Spottplastik „Judensau“ muss nicht von der Fassade der Wittenberger Stadtkirche entfernt werden. Das Landgericht Dessau-Roßlau wies eine entsprechende Klage ab.

evangelisch.de

Eine Berufung zum Oberlandesgericht Naumburg ist laut Gericht möglich. Geklagt hatte Michael Düllmann, ein Mitglied der jüdischen Gemeinde in Berlin. Er sieht sich durch die Skulptur in seiner Ehre verletzt. Vertreter der Prozessbeteiligen waren zur Urteilverkündung nicht erschienen.

Richter Wolfram Pechtold erklärte, es bestehe kein Beseitigungsanspruch seitens des Klägers. Auch liege keine von der evangelischen Gemeinde ausgehende Beleidigung im Sinne des Strafgesetzbuches vor. Das Vorhandensein der Plastik könne nicht als Kundgabe der Nichtachtung oder Missachtung gegenüber in Deutschland lebenden Juden verstanden werden, erklärte der Richter.

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Ein Gedanke zu “„Judensau“ darf hängen bleiben

  1. Thomas Müller

    Was verspricht sich ein Richter davon, eine eindeutig antisemitische Plastik nicht zu verbieten ? Wem ist damit geholfen ? Ich gehe mal davon aus, Herr Richter, dass Sie diese Zeugnisse der Geschichte als lehrreiche Negativbeispiele und daher als erhaltenswert einstufen. Dann hätte ich an Ihrer Stelle angeordnet, dass die Plastik ins Museum kommt oder als Foto in einem Geschichtsbuch landet … aber doch nicht an die Öffentlichkeit ! Ich hoffe, dass eine höhere Instanz das Urteil kippt 🙂

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