Antisemitismus in Deutschland—Regierung warnt vor Tragen der Kippa


Bild: bb
Mehr als vier Mal am Tag passiert in Deutschland eine Straftat, die sich gegen Juden richtet. Die Polizei registrierte für 2018 bundesweit 1646 Delikte. Jetzt warnt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, die Kippa nicht mehr überall zu tragen.

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Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Klein hat Juden davor gewarnt, überall in Deutschland die Kippa zu tragen. Er habe diesbezüglich seine frühere Meinung geändert, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er begründete das mit einer „zunehmenden gesellschaftlichen Enthemmung und Verrohung“, die einen Nährboden für Antisemitismus darstelle.

„Hierzu haben das Internet und die sozialen Medien stark beigetragen, aber auch die fortgesetzten Angriffe auf unsere Erinnerungskultur“, so klein. Etwa 90 Prozent der antisemitisch motivierten Straftaten seien dem rechtsradikalen Umfeld zuzurechnen, so Klein. Bei muslimischen Tätern seien es zumeist Menschen, die schon länger hier lebten. „Viele von ihnen gucken arabische Sender, in denen ein fatales Bild von Israel und Juden vermittelt wird.“

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