Die Verweigerung des Kopftuchs kann tödlich enden


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In der Diskussion um ein Kopftuchverbot an Grundschulen warnt Linke-Politikerin Christine Buchholz vor einer Ausgrenzung von Muslimen und fordert völlige Freiheit in Bezug auf religiöse Symbole. Aber Kopftuch, Kreuz und Kippa zu vergleichen, ist schlichtweg Zynismus.

Von Martin Niewendick | DIE WELT

Eines der intellektuell dürftigsten Argumente in der Debatte um ein Kopftuchverbot wurde kürzlich von der Linke-Politikerin Christine Buchholz wiederholt. Ein solches Verbot an Grundschulen schüre Stimmung gegen Muslime, schrieb die Bundestagsabgeordnete auf Twitter und ergänzte: „Wir stellen uns gegen jeden Zwang, Kopftuch, Kippa, Turban oder Kreuz tragen zu müssen oder es nicht tragen zu dürfen.“ Ähnliches liest und hört man immer wieder.

Nun ist die faktische Gleichsetzung des Kopftuches mit Kippa und Christenkreuz schlicht falsch. Das Kopftuch wird bekanntlich vielen Mädchen aufgezwungen, ob unmittelbar durch die eigene Familie oder vermittelt durch Kultur. Das leugnen nicht einmal Kopftuch tragende Gegnerinnen eines Verbotes wie die Autorin Kübra Gümüsay.

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