Vereinsartige Strukturen begünstigen Missbrauch in evangelischer Kirche


Vereinsartige Strukturen, unreflektierte Vermischung von dienstlichen und privaten Angelegenheiten sowie das Fehlen einer Beschwerdemöglichkeit sind nach Auffassung der Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs wesentliche Faktoren, die sexuellen Missbrauch in der evangelischen Kirche begünstigen.

evangelisch.de

„In der evangelischen Kirche ist es komplett undurchschaubar, an wen sich Betroffene wenden können“, sagte die EKD-Beauftragte zum Schutz vor sexualisierter Gewalt am Samstag bei einer Tagung der Evangelischen Akademie Hofgeismar zum Thema „Geschlecht, Gesellschaft, Gewalt“. Derzeit seien in evangelischer Kirche und Diakonie rund 600 Fälle von Missbrauch bekannt. Wie hoch die Dunkelziffer sei, wisse man nicht.

„Wir haben kapital versagt und haben den Schutz uns anvertrauter Menschen nicht gewährleistet“, räumte Fehrs ein. Nun sei eine unabhängige Aufarbeitung der Fälle nötig.

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