Debatte um Abnahme der Wittenberger „Judensau“ von Kirchenfassade


Judensau an der Stadtkirche Wittenberg. Bild: wikimpedia.org/CC-BY-SA 4.0 – Posi66
Hochrangige Protestanten haben sich für eine Abnahme der Spottplastik „Judensau“ von der Fassade der Stadtkirche in Wittenberg ausgesprochen.

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Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Irmgard Schwaetzer, und der designierte Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, schlugen vor, die mittelalterliche Skulptur in ein neu zu schaffendes Denkmal vor der Kirche zur integrieren.

„Meine Vision wäre ein Denkmal, das nicht nur von der christlichen Gemeinde, sondern auch von Kommune und Landkreis mitgetragen wird, in Rücksprache mit den jüdischen Institutionen die Dinge aufnimmt und ins Heute bringt“, sagte Kramer am Montagabend bei einer Diskussion in Wittenberg. „Eine Beleidigung bleibt eine Beleidigung, ob man sie kommentiert oder nicht“, fügte er hinzu. Schwaetzer schloss sich der Argumentation an.

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