Dürrefolgen: Teils noch immer zu wenig Regen


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Der Mai war landesweit zu kühl, unter anderem im Süden erheblich zu feucht, aber in einigen Bundesländern auch viel zu regenarm

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Der Deutsche Wetterdienst hat eine erste Bilanz für den ausgehenden Monat vorgelegt. Demnach war es im Mai nach 13 überdurchschnittlichen Monaten erstmals zu kühl. Mit 10,9 Grad Celsius lag der Mai-Temperaturdurchschnitt um 1,2 Grad unter dem Mittel der Jahre 1961 bis 1990, der internationalen Referenzperiode. Zuletzt war der Referenzwert im März 2018 unterschritten worden.

Am wärmsten war es noch in Berlin mit 13 Grad Celsius (nur 0,6 Grad Celsius unter dem langjährigen Mittelwert), am kältesten in Bayern, wo die Thermometer im Landes- und Monatsdurchschnitt nur 10,2 Grad Celsius anzeigten, was 1,5 Grad Celsius unter dem dort Üblichen lag.

Beim Niederschlag zeigte der Mai ein recht durchwachsenes Ergebnis. Nach einem erheblich zu trockenen April hatte es bereits Befürchtungen gegeben, Mitteleuropa könnte womöglich erneut ein schlimmer Dürre-Sommer bevorstehen.

Diese Ängste haben vorerst keine neue Nahrung bekommen. Im Durchschnitt über die ganze Republik übertraf die Regensumme den langjährigen Mittelwert für Mai um 16 Prozent. Allerdings war das Nass sehr ungleichmäßig verteilt.

Während der Süden unter Starkregen und Überschwemmungen stöhnte, fiel der Mai in den meisten nördlichen Bundesländern wiederum zu trocken aus. In Bremen gab es ein Regendefizit von 50 Prozent, im benachbarten Niedersachsen von gut 26, in Mecklenburg-Vorpommern von etwas über 21 und in Berlin und Brandenburg von gut 35 Prozent.

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