Veganismus: Belgische Ärzte fordern Haft für mangelhafte Ernährung von Kindern


foto: reuters/rachel hartigan Auf eine möglichst ausgewogene Ernährung kommt es an, darauf können sich Nichtveganer und Veganer einigen. Im Gegensatz zu Omnivoren können sich Veganer eine ausgewogene Ernährung auch auf rein pflanzlicher Basis vorstellen.
Wer seine Kinder rein vegan ernähre, ihnen aber keine Nahrungsergänzungsmittel und medizinische Begleitung biete, handle unethisch, erklären die Ärzte

derStandard.at

Mitglieder der belgischen Königlichen Akademie für Medizin haben Mitte Mai in einer rechtlichen Einschätzung dargelegt, warum sie eine rein vegane Erziehung von Kindern für „unethisch“ und gefährlich halten. Die Stellungnahme der Ärzte dürfte aller Voraussicht nach künftige Richterentscheidungen maßgeblich beeinflussen. Eine strikt vegane Ernährung ohne die notwendigen Nahrungsergänzungsmittel und die entsprechende medizinische Begleitung und Versorgung könnte juristisch fortan wie eine unterlassene Hilfeleistung für eine Person in Gefahr behandelt werden, sagt Professor Georges Casimir, Chefverantwortlicher der Kommission, die den Bericht erstellte.

Bisher konnte eine Person nicht nach dem entsprechenden Gesetz aus dem Jahr 1961 verurteilt werden; die Stellungnahme der Akademie mache es nun aber zu Allgemeinwissen, dass eine vegane Ernährungsweise lebensgefährlich sein könne, so Casimir. Außerdem sei es nun einfacher, Eltern die Kinder zu entziehen, wenn sie diesen eine unausgewogene, rein vegane Ernährung auferlegen.

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