Abt fordert Abschaffung des Weltjugendtags: „Ökologische Katastrophe“


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Auch in der Seelsorge müsse auf den „ökologischen Fußabdruck“ geachtet werden, findet der Abt des Klosters Plankstetten, Beda Maria Sonnenberg. Weltjugendtage passten da nicht. Die Sonntagspflicht aber müsse um einen bestimmten Faktor erweitert werden.

Von Christopher Beschnitt | katholisch.de

Sollten Gläubige besser Bäume betrachten als mit dem Auto zum Gottesdienst zu fahren? Fragen wie diese beschäftigen Beda Maria Sonnenberg (52). Der Abt des Benediktinerklosters Plankstetten in der Oberpfalz sieht im ökologischen Fußabdruck in der Seelsorge ein bisher unbeachtetes Kirchenthema.

Frage: Herr Abt, sollte man der Messe lieber fernbleiben als mit dem Auto hinzufahren?

Sonnenberg: Wenn möglich sollte man zu Fuß hingehen oder das Fahrrad nehmen. Man würde nicht nur weniger die Umwelt belasten, sondern auch etwas für seine Gesundheit tun. Früher kamen die Gläubigen mit der Kutsche oder dem Schlitten zur Kirche. Für Kranke oder Gebrechliche sollten Soziale Medien besser eingesetzt werden, und die Kommunion könnte in guter Tradition vom Pfarrer gebracht werden. Aber wer fit ist, sollte zum Gottesdienst kommen, indem er sich selbst bewegt, „auto-mobil“ wird. So würde nicht nur die Umweltbelastung verringert, auch der Weg zur Messe würde schon zum Gottesdienst.

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