Bistum Würzburg findet Hinweise auf sexuellen Missbrauch in 47 Fällen


Es geht um sexuelle Vergehen, aber auch um Körperverletzungen und Beleidigungen durch katholische Priester: Als Ergänzung zur MHG-Studie der deutschen Bischöfe hat das Bistum Würzburg eine eigene Untersuchung durchführen lassen – und dabei zahlreiche weitere Hinweise auf Missbrauch gefunden.

katholisch.de

Bei einer Sichtung alter Personalakten von Seelsorgern im Bistum Würzburg durch eine externe Anwaltskanzlei haben sich in 47 Fällen Hinweise auf sexuelle Übergriffe ergeben. Betroffen seien ausschließlich Priester, nicht aber Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferenten, berichtete Rechtsanwalt Hans-Jochen Schrepfer am Freitag in Würzburg. Der Jurist hatte knapp 3.000 Akten von Seelsorgemitarbeitern für den Zeitraum von 1946 bis 1999 geprüft. Er hatte nach eigenen Angaben direkten Zugang zu den Datenbeständen.

In 29 Akten, ebenfalls ausschließlich von Priestern, ist laut Schrepfer von anderen Vorwürfen wie Körperverletzung oder Beleidigungen die Rede.

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