Ein Skandal, dass Berlin wieder die Al-Kuds-Demo zulässt


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Der Antisemitismus-Beauftragte Felix Klein hat recht, wenn er vor der grassierenden Judenfeindlichkeit warnt. Doch seine Empfehlung, sich zu verleugnen und auf das Tragen der Kippa zu verzichten, ist falsch. Es gibt nur einen Weg, sich zu behaupten.

Von Melody Sucharewicz | DIE WELT

In den letzten Tagen erregte der Kippa-Kommentar des Antisemitismusbeauftragten Felix Klein Öffentlichkeit, Medien und solche, die sich berufen fühlten, zu kommentieren. Es gäbe Orte in Deutschland, sagte er, an denen er Juden nicht empfehlen könne, die Kippa zu tragen.

Hat Klein in der Praxis recht? Ja. Der zertrümmerte Kiefer eines Rabbis, die Gürtelhiebe auf einen jungen Mann mit Kippa, Dutzende jüdischer Kinder, die an der Schule gemobbt wurden – ein kleiner Auszug aus der hässlichen Statistik –, reicht aus, um zu verstehen, dass Antisemitismus in Deutschland eine spürbare Gefahr geworden ist. Eine Gefahr, die die Grenze zwischen verbaler Beleidigung und physischem Angriff längst überschritten hat.

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