Portal veröffentlicht Entwurf der Kurienreform Stichwort: Dezentralisierung


Vatikan. Bild: Pixaby, Selim Gecer.
Mehr Laien soll es in der Kurie geben, die Glaubenskongregation verliert ihre herausgehobene Stellung – das sieht ein Entwurf der Neuverfassung des Vatikan vor, der den Bischofkonferenzen auf der ganzen Welt zur Stellungnahme vorliegt.

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Ein Entwurf der von Papst Franziskus geplanten neuen Verfassung für den Vatikan ist in Teilen bekannt geworden. Das US-amerikanische Portal „National Catholic Register“ veröffentlichte am Mittwoch Auszüge aus dem Entwurf, der derzeit den katholischen Bischofskonferenzen weltweit zur Stellungnahme zugesandt ist.

Gemäß diesem Entwurf sollen in der römischen Kurie als zentralem Leitungsorgan der katholischen Kirche künftig mehr Laien arbeiten.

Zudem gebe es eine Verlagerung von Kompetenzen an die Bischofskonferenzen. Dieser Impuls zur Dezentralisierung verändere auch die Beziehungen zwischen Bischöfe, Kurie und dem Papst.

Letzte Neuorganisation im Jahr 1988

Vor allem im 20. Jahrhundert hatten die Päpste die römische Kurie zur Spitze eines straff zentralistisch geführten Apparats ausgebaut.

Diese hatte Johannes Paul II. zuletzt im Jahr 1988 neu organisiert. In der Kurie und dem Vatikanstaat arbeiten rund 2.500 Menschen; ein Großteil von ihnen sind Kleriker.

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