Militärapostel kritisiert Merz-Aussage zur AfD-Nähe von Soldaten

Sigurd Rink, die Apocalypse. bearb. BB
Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat den Aussagen des CDU-Politikers Friedrich Merz über einen Rechtsruck von Soldaten hin zur AfD widersprochen.

evangelisch.de

„Die Bundeswehr kenne ich als verlässliche Parlamentsarmee“, sagte Rink der „Bild am Sonntag“ in Berlin. „Eine generell größere Nähe der Soldaten und Soldatinnen zu rechten Parteien wie der AfD, die ich persönlich völlig ablehne, kann ich nicht erkennen.“

Merz hatte derselben Zeitung vergangene Woche gesagt: „Wir verlieren Teile der Bundeswehr und der Bundespolizei an die AfD.“ Diesen Eindruck hätten Abgeordnete aus dem Innen- und Verteidigungsausschuss sowie Freunde bestätigt, die bei der Bundeswehr und der Polizei arbeiteten. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wiesen dies zurück und kritisierten Merz scharf.

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Wenn man mit der NPD zusammen arbeiten muss… „Dem Rechtsradikalismus Grenzen aufzeigen“

Schild für die NPD-Fraktion
© dpa
Sie wurde verurteilt, weil sie sich weigerte, den NPD-Stadträten die Hand zu geben: Katja Wolf, Oberbürgermeisterin von Eisenach, steht zu ihrer Geste. Sie sagt: In der Zusammenarbeit mit der NPD kann es keine Normalität geben.

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Es ist eine vermeintlich kleine Geste – das Hand geben – trotzdem steckt eine klare Botschaft dahinter, die sie senden wollen. Was genau wollen Sie denn mit dieser Verweigerung aussagen und erreichen?

Katja Wolf (Oberbürgermeistern von Eisenach):Na ja, das Hand reichen hat ja im wahrsten Sinne eine hohe Symbolwirkung – nämlich jemanden auf Augenhöhe Respekt zu zollen. Das ist mir einer rechtsradikalen und verfassungsfeindlichen Partei gegenüber schlichtweg nicht möglich.

DOMRADIO.DE: Kommt Ihre Botschaft bei den Stadträten an bzw. was kommt da an?

Wolf: Natürlich führt es zu einer Zuspitzung, die mich persönlich auch ein bisschen unglücklich macht. Denn es führt am Ende dazu, dass Debatten über Symbole geführt werden, die wir normalerweise auf der Sachebene führen müssen. Aber praktisch ist es mir nicht möglich, Normalität mit einer Partei herzustellen, die ein klar menschenfeindliches Bild und eine klare Nähe zum Nationalsozialismus hat. Ich würde das auch für das falsche Signal halten.

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Drama um Sea-Watch polarisiert – Kapitänin verteidigt sich

Die deutsche Kapitänin des Rettungsschiffs «Sea-Watch 3» hat sich nach ihrer Festnahme in Italien verteidigt. (Bild: Guglielmo Mangiapane/Reuters)
Die Festnahme der deutschen «Sea-Watch 3»-Kapitänin Carola Rackete in Italien sorgt in Deutschland für Kritik. Die 31-Jährige verteidigt derweil ihr Vorgehen. Wie es langfristig für das Rettungsschiff weitergeht, ist unklar.

Neue Zürcher Zeitung

Die deutsche Kapitänin des Rettungsschiffs «Sea-Watch 3» hat sich nach ihrer Festnahme in Italien verteidigt. «Die Situation war hoffnungslos. Und mein Ziel war es lediglich, erschöpfte und verzweifelte Menschen an Land zu bringen», sagte die 31-jährige Carola Rackete über ihre Anwälte der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera» (Sonntag). «Ich hatte Angst», sagte die Kapitänin. Sie habe Suizide befürchtet. Rackete hatte das Schiff mit 40 Migranten in der Nacht zum Samstag unerlaubt in den Hafen von Lampedusa gesteuert und war festgenommen worden. Ihr drohen eine Geldstrafe, mehrere Anklagen und im schlimmsten Fall Haft.

In Deutschland sorgte die Festnahme für Kritik. Der italienische Innenminister Matteo Salvini erhob dagegen schwerste Vorwürfe gegen Rackete. In Vergessenheit geriet dabei fast, dass die Migranten nach mehr als zwei Wochen auf dem Mittelmeer an Land gehen konnten.

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BBC und Bellingcat wollen dritten Mann im Skripal-Fall ausgemacht haben

Nach dem Foto scheint da´s Gespräch zwischen May und Putin nicht sehr konstruktiv gewesen zu sein. Bild: Kreml
Putin hat Verrat als schwerstes Verbrechen bezeichnet, aber den Skripal-Fall heruntergespielt, den die britische Premierministerin als Hauptthema des Treffens mit ihm herausstellte

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Auf dem G-20-Gipfel sind sich auch die britische Premierministerin Theresa May und der russische Präsident Wladimir Putin begegnet. Während Putin mit Donald Trump Männerfreundschaft zelebrierte, ging es mit May ernster zu. Putin hatte vor dem Treffen der Financial Times gegenüber den Skripal-Fall heruntergespielt: „Diese Spiongeschichte ist, wie wir sagen, keine 5 Kopeken wert.“

May beharrte jedoch am Freitag darauf. Sie habe Putin nach Darstellung ihres Büros gesagt, dass „die Verwendung eines tödlichen Nervengifts in den Straßen von Salisbury Teil eines größeren Musters von inakzeptablen Verhaltensweisen und ein wirklich verabscheuungswürdige Tat war, die zum Tod eines britischen Bürgers, Dawn Sturgess, führte. Sturgess‘ Freund hatte ein angeblich von den Attentätern weggeworfenes Parfümfläschchen mit dem Nervengift Nowitschok gefunden und ihr gegeben. Während er wie die Ex-Spion Skripal und seine Tochter überlebte, starb Sturgess an der Vergiftung.

May erklärte, man habe „unwiderlegbare Beweise, dass Russland hinter dem Anschlag steht -basierend auf sorgfältigen Untersuchungen und der Kooperation mit unseren Alliierten“. Son ein Verhalten dürfe sich nicht wiederholen. May verlangte die Auslieferung der zwei von der britischen Staatsanwaltschaft verdächtigen Russen. Russland müsse seine „unverantwortliche und destabilisierende Aktivität“ beenden, wenn es wieder bessere Beziehungen zwischen den beiden Staaten geben solle. Dazu rechnete sie „feindliche Interventionen in andere Länder, Desinformation und Cyberangriffe“.

Der Kreml ging in seiner superkurzen Darstellung des Gesprächs, das wohl auch die geringe Bedeutung aus Sicht Russlands offenkundig machen soll, mit keinem Wort auf Skripal ein. Man habe über Handels- und Wirtschaftsbeziehungen sowie über internationale wie die Ukraine, Syrien und den Iran nicht gesprochen, sondern „diskutiert“. Noch knapper ging es nur über das Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In seinem Interview mit der FT hatte Putin das Gedöns über Spione und Doppelagenten heruntergespielt, das spiele keine Rolle für „ernsthafte zwischenstaatliche Beziehungen“. Die seien Milliarden wert und beträfen Millionen Menschen. Skripal habe Spionage gegen Russland getrieben. Da könne man dann fragen, warum er von Großbritannien dafür eingesetzt wurde. Es gäbe unendliche Fragen, weswegen man dies besser den Sicherheitsdiensten überlassen sollte. Er stellte dann aber heraus, dass Verrat „das verabscheuigste Verbrechen, das an sich vorstelle kann“, sei. Es sei das schwerste Verbrechen, wiederholte er, woraus man dann schlussfolgern könnte, dass Mord weniger schlimm ist – und dass ein Verräter den Tod verdienen könnte.

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Ministerium: 20 Migranten an Grenze zu Österreich abgewiesen

Bild auf Pixabay
Ein Jahr nach dem Streit in der Bundesregierung um Grenzkontrollen zeigt sich, dass die getroffenen Maßnahmen an der deutsch-österreichischen Grenze offenbar ihre Wirkung verfehlt haben: Lediglich 20 Migranten wurden nach ihrer Festsetzung von dort in ein anderes EU-Land zurückgeschickt, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet. Die Zeitung beruft sich dabei auf Angaben des Bundesinnenministeriums.

evangelisch.de

Demnach wurden seit August 2018 18 Personen nach Griechenland gebracht und zwei nach Spanien. Das spanische Innenministerium erklärte auf Anfrage der „Welt am Sonntag“, man habe zur Anzahl zurückgenommener Migranten gar keine Informationen. Die griechischen Amtskollegen lehnten eine Stellungnahme ab.

Im Juni vergangenen Jahres war zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein Streit um die Zurückweisung von Migranten entbrannt. Seehofer forderte, dass Deutschland deutlich mehr Asylbewerber zurückweisen soll als zuvor – alle, die bereits in einem anderen EU-Land einen Asylantrag gestellt hatten.

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Ausmisten: 150 Menschen zeigen in Bern dem Vatikan einen Besen

Rund 150 Personen haben am Samstag in Bern gegen sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche demonstriert. Um symbolisch zu zeigen, dass der Vatikan «ausmisten» soll, streckten die Kundgebungsteilnehmer Besen in die Höhe.

bluewin.ch

Aufgerufen zur bewilligten Demonstration hatte das «Aktionsbündnis ‚Zeichen gegen Missbrauch’«, das nach eigenen Angaben aus Theologinnen und Theologen aus dem Kanton Zürich besteht. In Bern führte dieses Bündnis die Kundgebung durch, weil sich in der Bundesstadt die apostolische Nuntiatur befindet. Das ist die Vertretung des Vatikans in der Schweiz.

An der Kundgebung erhoben die Teilnehmer mehrere Forderungen. Dazu gehört, dass das kirchliche Strafrecht ergänzt wird: Jede sexuelle Ausbeutung soll unter Strafe gestellt und konsequent geahndet werden, nicht nur diejenige von Kindern. Opfer sollen Akteneinsicht erhalten, und es sollen unabhängige Beratungsstellen geschaffen werden.

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Deutschland und Italien bereiten Klage gegen Österreich vor

Auf der Europabrücke der Brennerautobahn gibt es einen Stau. Die Fahrverbote auf bestimmten Ausweichstrecken in Tirol verärgern Deutschland und Italien
Quelle: dpa/Zeitungsfoto.At
Weil die „Tirol-Blockade“ laut Verkehrsminister Scheuer den freien Warenverkehr behindert, bereiten Deutschland und Italien juristische Schritte vor. Die beiden Staaten schrieben eine Beschwerdebrief an die EU-Kommission.

DIE WELT

Im Streit über den Transitverkehr will nach Deutschland einem Bericht zufolge nun auch Italien Österreich verklagen. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte der „Bild am Sonntag“: „Mein Ministerium bereitet eine Klage gegen Österreich vor und auch die Italiener werden genauso vorgehen.“ Der freie Warenverkehr in Europa sei „durch die Tirol-Blockade massiv behindert“ und verstoße gegen EU-Recht. Deshalb habe er gemeinsam mit seinem italienischen Kollegen Danilo Toninelli die EU-Kommission aufgefordert, sofort dagegen vorzugehen und Maßnahmen zu ergreifen, um „diese systematische Blockade“ zu stoppen.

Die beiden Verkehrsminister kündigten dem Bericht zufolge die Klage in einem gemeinsamen Beschwerdebrief an die EU-Kommission an. Dabei gehe es um die sogenannte Blockabfertigung von Lastwagen am deutsch-österreichischen Grenzübergang, um die Brennerstrecken zu entlasten. Außerdem in der Kritik ist das „Autobahnumgehungsverbot“ an Wochenenden in Tirol. Autofahrer sollen bei einem Stau auf der Autobahn bleiben und keine Ausweichrouten durch Dörfer nutzen.

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Deutschland gibt geraubte „Blumenvase“ zurück

Bild: tagesschau.de
Deutschland gibt das von den Nazis aus den berühmten Uffizien in Florenz geraubte Gemälde „Vaso di Fiori“ an Italien zurück. Außenminister Maas plant eine entsprechende Reise. Damit könnte ein jahrelanger Ärger enden.

tagesschau.de

Seit Jahren kämpft Italien um die Rückgabe des Gemäldes „Vaso di Fiori“, das im Zweiten Weltkrieg aus den Uffizien in Florenz geraubt worden war und in Deutschland wieder auftauchte. Nun könnte es schon bald zur der Übergabe der „Blumenvase“ des holländischen Malers Jan van Huysum (1682-1749) kommen. Außenminister Heiko Maas und sein italienischer Amtskollege Enzo Moavero wollen dafür nach Florenz reisen, wie das Auswärtige Amt mitteilte. Möglicherweise bereits in diesem Sommer.

Noch ist das Bild in deutschem Privatbesitz, was die Angelegenheit lang erschwerte. Wie es zu der Familie kam, ist nach früheren Angaben ihres Anwalts unklar. Nach Angaben der Gemäldegalerie in Florenz war das Bild von Soldaten der Wehrmacht in den 1940er-Jahren aus dem Palazzo Pitti geraubt und über Bozen nach Deutschland gebracht worden.

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Esoterik- und Religionskritik über den Dächern von Fürth

Dr. Michael Schmidt-Salomon in Fürth. Foto: © Karin Becker
In der Reihe „Geist in Fürth 2019“ stellten Burger Voss, André Sebastiani und Michael Schmidt-Salomon ihre neuen Bücher vor, in denen es um den gesellschaftlichen Wert von Atheisten, haarsträubende Aspekte der Anthroposophie und hilfreiche Erkenntnisse für den richtigen Umgang mit sich selbst geht.

Von Brynja Adam-Radmanic | hpd.de

Im Café Terrazza im 4. Obergeschoss der Volksbücherei Fürth mit seinem spektakulären Blick über die Innenstadt lasen die Autoren an drei aufeinanderfolgenden Dienstagabenden Ende Mai bis Anfang Juni aus ihren neuen Büchern. Veranstaltet wurde die Reihe „Geist in Fürth 2019“ vom Bund für Geistesfreiheit (bfg) Fürth in Kooperation mit dem Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes.

Ausgeglaubt! Warum Atheisten für die Gesellschaft wertvoll sind

Den Anfang machte am 21. Mai Burger Voss, der vor etwa 50 Interessierten sein 2018 bei Tectum erschienenes Buch „Ausgeglaubt! Warum Atheisten für die Gesellschaft wertvoll sind“ vorstellte. Es ist das zweite Buch des Lebensmittelchemikers mit dem Hamburger Zungenschlag, der bei Youtube unter dem Namen „Ze German Scientist“ firmiert. Beim ersten Buch mit dem Titel „Vom Anfang und Ende aller Dinge: Eine Entdeckungsreise durch die Geschichte der Wissenschaften“ (2015) hatte noch die Wissenschaft im Zentrum gestanden und der Atheismus bekam ein Kapitel. Im neuen Buch ist es nun umgekehrt.

Die Wissenschaft bezeichnete Voss als das „Beste, was wir haben“, um Denkfehler von Einzelnen zu eliminieren und räumte dabei mit einer Fehlvorstellung auf: „Wissenschaftler sind außerhalb ihrer Fachgebiete genauso religiös und esoterisch wie ihre Zeitgenossen“, erklärte er. Der Wert der Wissenschaft stützt sich daher nicht auf den Guru-Status Einzelner, sondern auf die Methode des Erkenntnisgewinns. Individuelle Forscher seien keine Rationalitätsmaschinen, die Wissenschaft als Ganzes schon. Deswegen sei es auch – anders als Gläubige oft denken – völlig ohne Belang, was Einstein oder Heisenberg über Gott gesagt haben.

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Individuelle Selbstüberschätzung und gesellschaftliche Ideologien

Grafik: TP
Die Ignoranz nährt sich bisweilen aus sich selbst, da mit dem persönlichen Unvermögen die Selbstüberschätzung wächst: Der Dunning-Kruger-Effekt

Rainer Schreiber | TELEPOLIS

Trumps Auftritt in Großbritannien war wieder einmal von Zeugnissen atemberaubender Inkompetenz gekrönt; so betonte er gegenüber Prinz Charles, dass die USA „eines der saubersten Klimata der Welt“, hätten, das zudem immer besser würde. Über die Reaktion des britischen „Royals“ ist nichts bekannt …

Warum wächst ausgerechnet mit dem offensichtlichen Unwissen, der persönlichen Inkompetenz bezüglich einer Sache die Bereitschaft, sich als profunder Kenner oder herausragender Praktiker der jeweiligen Materie kundzutun – und zwar umso lautstärker und selbstbewusster, je geringer die offensichtlichen Fachkenntnisse oder Fähigkeiten sind? Trump ist da ja beileibe kein Einzelfall.

Es geschah 1995 in Pittsburgh. Damals überfiel ein 1,68 Meter großer, fast zweieinhalb Zentner schwerer Mann zwei Banken – und das am helllichten Tag und ohne maskiert zu sein. Noch am selben Tag ging er der Polizei ins Netz, denn die Überwachungskameras der Banken lieferten präzise Bilder von seinen Gesichtszügen. Als der Täter festgenommen wurde, war er fassungslos. Wie sich später herausstellte, war er fest davon überzeugt, für Kameras unsichtbar zu sein, weil er sein Gesicht vorher gründlich mit Zitronensaft eingerieben hatte. Denn, das wusste er aus seinen Kindertagen: Verwendet man Zitronensaft zum Schreiben, wirkt er wie Zaubertinte, und vom Geschriebenen ist nichts zu erkennen. Als der Sozialpsychologe David Dunning von dieser bizarren Geschichte erfuhr, schoss ihm ein Gedanke durch den Kopf: Könnte es sein, dass ein Unvermögen, wenn es ein bestimmtes Ausmaß erreicht, wie eine Sperre wirkt und verhindert, dass man sich dieses Unvermögens bewusst wird?

Frank Ufen

David Dunning und sein Assistent Justin Kruger versuchten daraufhin, diese Hypothese empirisch zu untersuchen; mit folgendem Resultat:

Je weniger jemand von einer Sache versteht, desto weniger ist er imstande, seine eigene Inkompetenz zu erkennen und zu beurteilen, wie viel oder wie wenig andere von dieser Sache verstehen.

Frank Ufen

Ein interessantes Phänomen, mit dem man in den verschiedensten Lebensbereichen immer wieder konfrontiert ist: Wer kennt sie nicht, die Kandidaten in irgendwelchen Contests, die keinen richtigen Ton herausbringen und dennoch voller Inbrunst daran glauben, der Welt ihr außergewöhnliches Talent vorführen zu müssen? Die Politiker, die davon überzeugt sind, mit einfachsten Rezepten die Menschheit beglücken zu können, obwohl jeder halbwegs gebildete Mensch merkt, dass die Betreffenden von nichts eine Ahnung haben? Die Hobby-Physiker, die ständig und überall Belege für Außerirdische finden oder die beweisen zu können glauben, dass Einstein unrecht hatte, obwohl sie ihn offensichtlich nicht verstanden, ja nicht einmal gelesen haben? Die unwiderstehlichen Finanzgenies, die ein todsicheres Investmentrezept kennen, obwohl sie offensichtlich weder etwas vom Finanzkapital und seinen komplexen Zusammenhängen wissen, noch das Geringste von Ökonomie im allgemeinen verstehen?

Je weniger manche Leute – eben durchaus auch Führungskräfte! – über eine Sache wissen, desto weniger sind sie in der Lage zu erkennen bzw. zu beurteilen, dass sie wenig bis nichts darüber wissen und desto beharrlicher halten sie an ihrem Selbstbild bzw. an ihren unrealistischen Beurteilungen bzw. Erwartungen fest. Theoretisch formuliert:

These 1: Die umfassende Unwissenheit zeigt sich als ihre eigene, zirkuläre Existenzbedingung – sie nährt sich aus sich selbst, da gerade die Unwissenden ihr Unwissen und die Unvermögenden ihr Unvermögen nicht erkennen können – genau wegen dieses Unwissens bzw. Unvermögens. Denn wenn sie sich ihrer eigenen Inkompetenz, der Grenzen ihres Wissens bewusst wären, würden sie ihr Wissen als ergebnisoffenen Analyseprozess wahrnehmen, der des Lernens bedarf – wer im Sinne Platons „weiß, dass er nichts weiß“, weiß gerade von dieser Beschränktheit seiner Erkenntnis und weiß damit auch vom Lernen, vom kontinuierlichen Studium der Welt als Mittel der Abhilfe.

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Das Rätsel um die Krokodile von Osttimor

Krokodile lauern im Wasser auf Beute. Sie unterscheiden nicht zwischen Mensch oder Tier
Quelle: Getty Images
In Osttimor haben Menschen und Krokodile über Jahrhunderte hinweg einigermaßen friedlich zusammengelebt. In den vergangenen Jahren aber haben sich Attacken der Reptilien gehäuft. Warum?

Von Pia Heinemann | DIE WELT

Einmal hatte Sebastian Brackhane Angst. „Mein Führer forderte mich auf, ihm durch den Fluss folgen. Das Wasser war zwar nicht tief, vielleicht einen Meter – aber überall hätten Krokodile lauern können. Da war es mir etwas mulmig.“ Krokodile warten unter der Wasseroberfläche auf ihre Opfer, schnappen blitzschnell zu, ziehen sie hinab und ertränken sie.

Trotzdem musste Sebastian Brackhane durch den Fluss waten. Der Forscher, der damals an der Universität Freiburg forschte, wollte herausfinden, was mit den Krokodilen in Osttimor los ist. Er hatte davon gehört, dass die Tiere ihr Verhalten geändert haben. Eigentlich leben Mensch und Tier seit Jahrhunderten an den von Mangroven gesäumten Küsten, Lagunen und Flüssen relativ friedlich miteinander. Die Reptilien werden wie Gottheiten verehrt. Doch seit etwa zehn Jahren ist die Zahl der Attacken um das 20-Fache angestiegen. Mittlerweile wird pro Monat ein Mensch zum Opfer, die Hälfte der Attacken endet tödlich. Brackhane und andere Forscher wollen wissen, warum die Krokodile zu Killern werden – und wie sich Angriffe vermeiden lassen.

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Die Welt schuldet China sechs Billionen Dollar

Themenbild. Bild: brightsblog
Viele Staaten steuern auf eine gefährliche Abhängigkeit von China zu. Laut einer Studie, die dem SPIEGEL vorliegt, schuldet der Rest der Welt der Volksrepublik weit mehr Geld als bisher bekannt. Oft tritt Peking sehr abgebrüht auf.

SpON

Viele Länder sind weit höher bei China verschuldet als bislang bekannt. Das ist nach SPIEGEL-Informationen das Ergebnis einer Studie der Harvard-Professorin Carmen Reinhart sowie der Ökonomen Christoph Trebesch und Sebastian Horn am Kieler Institut für Weltwirtschaft. Demnach liegen die Auslandsforderungen der Volksrepublik um rund 50 Prozent über jenen Werten, die offizielle Statistiken ausweisen.

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Heil kritisiert Entlassung angestellter Lehrer im Sommer

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Praxis einiger Bundesländer kritisiert, angestellte Lehrer vor den Sommerferien in die Arbeitslosigkeit zu entlassen.

evangelisch.de

„Das halte ich für eine Riesensauerei und übrigens auch für dumm“, sagte Heil den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Samstag). „Wir haben einen enormen Lehrermangel, Bundesländer jagen sich gegenseitig das Personal ab.“ Wenn Lehrer schlechte Bedingungen vorfänden, würden sie abgeschreckt, anstatt sie für den Beruf zu begeistern.

„Ich erwarte, dass die Länder damit grundsätzlich aufhören“, sagte Heil. Zugleich erklärte er, viele Bundesländer hätten diese Methode inzwischen abgestellt.

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Dragonfly: Drohne erkundet den Titan

Im Jahr 2024 soll statt eines Rovers eine Flugdrohne den Saturnmond Titan besuchen und dort Landschaften und Chemie erkunden. © Johns Hopkins APL
Flug über eine fremde Welt: Der Saturnmond Titan könnte bald Besuch von einer fliegenden Landesonde bekommen. Denn die drei Meter große Flugdrohne „Dragonfly“ soll 2024 zum Titan starten und dort die exotischen Landschaften aus der Luft erkunden. Der Doppel-Quadrocopter könnte in der knapp dreijährigen Missionszeit mehr als 175 Kilometer zurücklegen – mehr als jemals ein menschengemachtes Vehikel auf einem fremden Himmelskörper.

scinexx

Der Saturnmond Titan ist erdähnlich und exotisch zugleich. Denn er besitzt zwar Wolken, Seen, Stürme und sogar Karstlandschaften, doch statt Wasser strömt flüssiges Methan und Ethan in seinen Gewässern und regnet vom Himmel herab. Statt Wassereis gibt es gefrorene Kohlenwasserstoffe. Doch gerade wegen dieser exotischen Chemie gilt der Titan als ein Kandidat für außerirdisches Leben im Sonnensystem, denn organische Moleküle und damit potenzielle Lebensbausteine gibt es auf ihm reichlich.

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Mission Dragonfly: So soll die fliegende Landesonde den Titan erkunden.© NASA

Frau und Tochter als angebliche Hexen in Indien erschlagen

Eine 56-Jährige und ihre Tochter wurden von einem Nachbarn angegriffen, weil dieser sie bezichtigte, mithilfe von Ritualen den Tod einiger Angehöriger herbeigeführt zu haben. Der Täter war mit dem Opfer verwandt.

Die Presse.com

Eine Frau und ihre Tochter sind wegen angeblicher Hexerei in Indien getötet worden. Im Bundesstaat Jharkhand wurde eine 56-Jährige von einem Nachbarn angegriffen, weil dieser sie bezichtigte, mithilfe von Ritualen den Tod einiger Angehöriger herbeigeführt zu haben, teilte die Polizei im Distrikt West Singhbhum am Samstag mit. Der Mann sei mit dem Opfer entfernt verwandt.

Der Nachbar und zwei weitere Männer hätten die Frau und deren Tochter mit Holzstöcken geschlagen und mit einer scharfkantigen Waffe auf sie eingehackt. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, als der Ehemann der Getöteten Anzeige erstattete. Die Täter wurden den Angaben nach noch nicht gefasst.

Trotz eines im Jahr 2000 verabschiedeten Gesetzes, das Hexenjagden unterbinden soll, ereignen sich vor allen in armen und eher rückständigen Regionen Indiens immer wieder Fälle von Folter oder Mord an Frauen, denen dunkle Magie zugeschrieben wird.

Frankreich: Rekordtemperaturen über 45° C

Bild: Pixabay License
Dennoch machen sich die meisten Bewohner des Nachbarlandes laut Umfrage weniger Sorgen als die Deutschen. Bis auf die Jüngeren, sie sehen die Hitze als Alarmzeichen der Klimakrise

Thomas Pany | TELEPOLIS

Ob bei der Hitzewelle die Freude oder die Sorge überwiegt, fragte der aktuelle ARD-DeutschlandTrend. Bei mehr als der Hälfte der Befragten (1051 Wahlberechtigte), nämlich 53 Prozent, überwog die Sorge.

In Frankreich wurde die Frage etwas anders ausgerichtet. Ob die Befragten die aktuelle Hitzeperiode als beunruhigend für ihre Gesundheit und die ihrer Angehörigen empfinden, wollte das Meinungsforschungsinstitut Odoxa im Auftrag des Figaro und France wissen. Herauskam, dass dies für 48 Prozent der Fall war. (Befragt wurden wie vergleichbar mit dem ARD-DeutschlandTrend 1000 repräsentativ ausgewählte Personen im Alter über 18).

Die knappe Mehrheit, 52 Prozent, antwortete mit „nein“. Gefragt wurde auch danach, inwieweit die Regierungspolitik Mittel habe, um solche klimatischen Katastrophen zu verhindern, oder ob diese außergewöhnlichen klimatischen Ereignisse, wie die augenblickliche Hitze, eine „Fatalité“ sind, in dessen Bedeutung ein „unabwendbares“ Schicksal mitklingt. Hier ist die Mehrheit deutlicher ausgeprägt. 56 Prozent sind der Auffassung, wonach hier eine „Fatalité“ vorliege und die „Regierung nicht wirklich alle Mittel habe, um gegen klimatische Katastrophen vorzugehen.“

Hier bleibt sichtlich einiges offen, was die Frage der „Klimapolitik“ betrifft, die in Deutschland derzeit hohe Wellen schlägt. Dennoch, bemerkenswert ist, dass es dazu unterschiedliche Auffassungen zwischen Älteren und Jüngeren gibt. „Je älter man ist, desto weniger sorgt man sich“, schreibt der Figaro. „Der Anteil derer, die sich Sorgen um sich und die Nächsten machen, liegt bei den 25-34-Jährigen bei 55 Prozent und bei 46 Prozent unter den 50- bis 64-Jährigen. Bei den Älteren sinkt sie auf 43 Prozent.“

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Drohung gegen Politiker: Sachsens SPD-Chef Martin Dulig erhält Paket mit Sturmgewehr-Nachbau

Martin Dulig bei einer Tagung im deutschen Bundestag im letzten Jahr. (Bild: Imago)
Der deutsche SPD-Politiker Martin Dulig ist nach eigenen Angaben mit einem Soft-Air-Nachbau bedroht worden. Die Urheber des Pakets sind unbekannt.

Neue Zürcher Zeitung

Der sächsische SPD-Chef Martin Dulig ist bedroht worden. An seine Privatadresse sei von Unbekannten ein Paket mit einem Soft-Air-Nachbau eines Sturmgewehrs geschickt worden, erklärte der 45-Jährige am Samstag. Das sei ein neuer, inakzeptabler Höhepunkt der Bedrohungen, Beleidigungen und Beschimpfungen, denen er sich seit 2015 zunehmend ausgesetzt sehe, sagte Dulig. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk RND darüber berichtet.

Das Paket mit dem täuschend echt aussehenden Nachbau des Sturmgewehrs G36 der Firma Heckler&Koch war Mitte Mai bei Dulig eingegangen. Die Polizei ermittelt laut Dulig noch. Der SPD-Politiker, der auch Wirtschaftsminister in Sachsen ist, sagte, er werde sich nicht entmutigen lassen.

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Die Vagina dentata ist keine Männerphantasie mehr, sondern ist Realität geworden

Wo beginnt die modische Ermächtigung der Frau, wo entgleitet der Trend in sexistisches Modediktat: Model im schwarzen Bikini an einer Modeschau im Jahr 1966. (Bild: McKeown / Getty)
Es geht ein neuer Modetrend um, der in der Geschlechterdebatte einen Paradigmenwechsel bedeutet: Denn er ist aggressiv, karnevalesk, ein Statement, ein Affront für den Blick und eine Provokation, die Männer in den Nicht-Blick zwingt: der Camel-Toe – diese neuerdings tolerierte oder beabsichtigte Stofffalte im weiblichen Schritt.

Sarah Pines | Neue Zürcher Zeitung

Ob Leggins, Bikini oder einfach nur der Slip – zu enge Unterleibsbekleidung für die Frau verursacht Gefühle von batzenhaft gallertartiger Körperfülle und unruhige innere Fragen. Wie die Bikinihose tragen? Ist sie zu weit heruntergerollt, hängt der Unterbauch über den Bund, zu sehr hochgezurrt ergibt den aufdringlichen sogenannten Camel-Toe. Bisher zumindest war das so.

Inzwischen ist es, als hätte die #MeToo-Bewegung, auch was die Kleidung betrifft, einen Paradigmenwechsel bewirkt. Bisher war es Männern vorbehalten, den Körper (und die Triebe) nicht im Zaum halten zu müssen und alles raushängen zu lassen, die krausebehaarte Brust am Hemdkragen etwa oder die Wölbung im Schritt. Nun dürfen die Frauen: nämlich den BH-losen Busen zeigen und eben den Kamelzeh, den gut sichtbaren Schnitt im Schritt.

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Konfessionslosigkeit breitet sich weiter aus

Bild: erf.de
Bereits vor 50 Jahren, im März 1969, fand im Vatikan eine 1. Internationale Tagung „Die Kultur des Unglaubens“ statt. Unter der Schirmherrschaft von Peter Berger und in Zusammenarbeit mit kalifornischen Religionssoziologen tauschten sich damals Experten über die Folgen wachsender Konfessionslosigkeit aus und versuchten besser zu verstehen, woran Ungläubige eigentlich glauben (Rokko Caporale, Antonio Grumelli (Hg.), The Culture of Unbelief. Berkley 1971).

Dr. Michael Utsch | EZW

Ende Mai 2019 trafen sich an der päpstlichen Gregoriana-Universität in Rom erneut 70 Fachleute für Atheismus und Agnostizismus, um „Kulturen des Unglaubens“ aus aktueller Sicht zu analysieren. Weltweit gelten heute rund 1,2 Milliarden Menschen laut dem Meinungsforschungsinstitut „Pew Forum“ als religionsfern. In Deutschland ist etwa ein Drittel der Bevölkerung konfessionslos. Auf der Tagung im Vatikan wurde erneut daran erinnert, dass mit „ungläubig“ ganz unterschiedliche Standpunkte gemeint sein können: radikale Atheisten, moderne Agnostiker, Humanisten oder Freidenker lehnen Religionen ab und suchen Sinn und Glück auf anderen Wegen (vgl. Michael Utsch: Studie differenziert Motive für den Unglauben. Materialdienst der EZW 11/2013, 423f).

Das Vorurteil, dass ungläubige Menschen keine Wertvorstellungen hätten, konnte eine britische Soziologin auf der Tagung in Rom durch ihre Studie widerlegen. In einem anderen Vortrag wurde gefragt, warum viele Atheisten an Übernatürliches glauben. Demnach bestreiten nur 35 Prozent US-amerikanischer Atheisten die Existenz übernatürlicher Phänomene, unter chinesischen Atheisten seien es sogar nur 8 Prozent. Es greife zu kurz, so der referierende Anthropologe, den Menschen nur als rationales, kühl abwägendes Wesen zu sehen. Möglicherweise sind Glauben, Lieben und Hoffen universelle menschliche Eigenschaften, die emotionalen Grundbedürfnissen darstellen und konfessionelle Etiketten sprengen.

Manche Teilnehmer der Tagung störte die Tatsache, dass die religionsfreundliche John-Templeton-Stiftung die Tagung mit 2,6 Millionen Euro gefördert hat und sie im Vatikan stattfand. Aber auch atheistische Forscherverbände beschäftigen sich mit der Grenze zwischen Glaube und Unglaube. Früher hat sich die Konversionsforschung eher mit der Hinwendung zum Christentum beschäftigt (vgl. Michael Utsch: Konversion. Materialdienst der EZW 10/2016, 391ff). In einer neuen Studie wurden jetzt 111 biografische Erzählungen analysiert, in denen Atheisten darüber berichteten, warum sie zum christlichen Glauben konvertiert sind. Entscheidende Motive sahen die Forscher in krisenhaften Lebensumständen, Begegnungen mit glaubwürdigen Christinnen und Christen und der Überzeugung, keinen Lebenssinn in einer atheistischen Weltsicht zu finden.

Die Tagung und die neue Studie verdeutlichen, wie wichtig Gespräche zwischen religiös und säkular eingestellten Menschen sind, um Vorurteile abzubauen, Andersglaubende besser zu verstehen und viele Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Kosmische Radioblitze: Extragalaktisch, aber anders

Wie die ultrakurzen, aber extrem starken kosmischen Radiopulse entstehen, ist nioch immer ein Rätsel. Jetzt haben Astronomen erstmals den Ursprung eines sich nicht wiederholenden Radiobursts geortet. © CSIRO/ Alex Cherney
Überraschend anders: Astronomen haben erstmals den Ursprung eines nicht wiederholten kosmischen Radioblitzes ermittelt – dem häufigsten Typ dieser mysteriösen ultrakurzen Radiopulse. Demnach stammt dieser Radioburst aus einer 3,6 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie. Das Überraschende jedoch: Die Quelle dieses Einzel-Radiopulses ist ganz anders als eines zuvor lokalisierten Serien-Radiobursts, wie die Forscher im Fachmagazin „Science “ berichten.

scinexx

Fast Radiobursts (FRB) geben Astronomen bislang Rätsel auf. Denn noch ist völlig unbekannt, woher diese wenige Millisekunden kurzen, aber extrem energiereichen Radiopulse kommen und was sie verursacht. Erst 2017 gelang es Forschern, die Quelle des sich wiederholenden Radiobursts FRB 121102 auf eine drei Milliarden Lichtjahre entfernte Zwerggalaxie zurückzuführen – er ist demnach extragalaktischen Ursprungs. Die starke Polarisierung dieser Radiosignale sprach zudem für ein stark magnetisiertes Entstehungsumfeld.

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