Ein Berater des iranischen Präsidenten Rohani gibt zu, seine Frau getötet zu haben. Die Polizei serviert ihm Tee und Kekse


Mohammed Ali Najafi in einer Aufnahme aus dem Jahr 2009. (Bild: Wikipedia, Hamed Saber CC BY 2.0)
«Versehentlich» und «im Streit» habe er seine Frau erschossen, sagt Mohammed Ali Najafi. Die Ehe sei «schwierig» gewesen. Polizei und Medien behandeln den ehemaligen Bürgermeister von Teheran daraufhin mit Ehrerbietung. Viele Iraner reagieren empört.

Daniel Steinvorth | Neue Zürcher Zeitung

Ausgerechnet Mohammed Ali Najafi. Der Mathematikprofessor, Ex-Bürgermeister von Teheran und langjährige Berater von Präsident Hassan Rohani stand bisher eigentlich nicht im Ruf, ein Bösewicht zu sein. Für viele Iraner war der ruhig auftretende Politiker aus dem Lager der Reformer vielmehr ein Sympathieträger, der sich nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Jahre 2009 auf die Seite der protestierenden Bevölkerung gestellt hatte. Am Dienstag aber bekamen die Teheraner ein ganz anderes Bild von Najafi präsentiert. In einem Interview mit dem Staatsfernsehen gab der 67-Jährige zu, seine Ehefrau umgebracht zu haben — «versehentlich» und «im Streit», wie er selbst behauptete. Kurz nach der Tat am Dienstag hatte sich Najafi der Polizei gestellt und ein Geständnis abgelegt.

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