Staatlich geförderter Antisemitismus


Der Berliner Senat fördert Theaterprojekte des seit Jahrzehnten einschlägig bekannten Anti-Israel-Aktivisten Ahmad Shah. Die Unterstützung ist ebenso fragwürdig wie die Kooperation des Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU.

Von Antje Schippmann | DIE WELT

Anlässlich des Al-Quds-Tag-Marschs ist es Tradition geworden, dass die Berliner Politik gegen Antisemitismus auf die Straße geht. Doch bei der Förderpraxis gelten offenbar andere Maßstäbe. So soll der Theatermacher Ahmad Shah im Rahmen des Projekts „DestiNation Unknown“ von diesem Juni an vom senatseigenen Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung gefördert werden.

Dabei fällt Shah laut American Jewish Committee „seit Jahrzehnten durch seine anti-israelischen Aktivitäten“ auf. Schon 2006 habe ein Stück von ihm „Anknüpfungspunkte für antisemitische Sichtweisen“ geboten. 2015 verkündete er beim sogenannten Nakba-Tag in Berlin-Neukölln, dass man zwar „gegen Antisemitismus“ sei, „noch mehr“ aber gegen Israel.

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