Die AfD und ihr lockerer Umgang mit Geld


Unter Druck: Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner. (Foto: Jens Büttner/dpa)
  • Ein interner Kassenprüfbericht, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt, wirft der Landtagsfraktion der AfD zahlreiche Versäumnisse vor.
  • Es geht um überteuerte Couchmöbel, unbegründete Zulagen und verschwundene Kontoauszüge.
  • Fraktionschefin Ebner-Steiner setzt der Bericht weiter unter Druck. Ihre Anhänger sprechen von dem Versuch, sie zu beschädigen.

Von Lisa Schnell | Süddeutsche Zeitung

Verschwundene Kontoauszüge, eine Büroausstattung in Luxusausführung, unbegründete Geldzulagen und „völlig überhöhte“ Ausgaben – die AfD-Fraktion im Landtag scheint einen zweifelhaften Umgang mit Geld zu pflegen. Das geht aus einem internen Kassenprüfbericht hervor, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Das Papier setzt Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner weiter unter Druck. Ihre Anhänger bewerten ihn deshalb als gezielten Versuch ihrer Gegnern, sie weiter zu beschädigen. Ebner-Steiner war am Sonntag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die aus drei AfD-Abgeordneten bestehende Kassenkontrollkommission listet in dem Bericht einen Tadel nach dem anderen auf. Es geht um die Verwendung der Staatszuschüsse, die jede Fraktion im Landtag bekommt, und damit um Vorwürfe, die die AfD besonders hart treffen dürften.

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