Frankreich: Kommission ruft Missbrauchsopfer landesweit zu Aussagen auf


Bild: © Corinne Simon/CIRIC/KNA
Die französischen Bischöfe haben eine Kommission beauftragt, den sexuellen Missbrauch aufzuklären. Heute startete diese einen landesweiten Aufruf. Doch nicht nur Personen, die als Kinder missbraucht wurden, sollen sich melden.

katholisch.de

Eine von der Kirche in Frankreich beauftragte Kommission will ab heute landesweit Zeugenaussagen von Missbrauchsopfern seit 1950 aufnehmen. Betroffene könnten sich telefonisch oder per Mail entweder direkt bei der Kommission oder bei der Opferorganisation „France Victimes“ melden, sagte der Leiter der Kommission, Jean-Marc Sauvé, der katholischen Tageszeitung „LaCroix“ am Montag. Er rechne mit tausenden Meldungen.

Die Untersuchung betreffe nicht nur Personen, die zum Zeitpunkt der Tat minderjährig waren. Jede und jeder, die oder der „im Rahmen einer Beziehung von Hierarchie, Autorität, geistiger Begleitung oder Einflussnahme“ seit 1950 Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sei, sei aufgerufen sich zu melden. „Dies schließt zum Beispiel die Beziehung einer Nonne zu ihrem Beichtvater ein“, so Sauvé.

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