Katholikin Nahles als erste Frau an der SPD-Spitze gescheitert: Der Glaube an die Wiederauferstehung der Partei fehlt


Tritt als SPD-Vorsitzende und -Fraktionschefin zurück: Andrea Nahles © Fabian Sommer (dpa)
„Frau, gläubig, links“ heißt der Titel ihrer Biografie. Und so schaffte es Andrea Nahles als erste Frau an die SPD-Spitze. Jetzt wirft die Katholikin hin. Den Glauben an eine bessere Zukunft für ihre Partei konnte sie nicht mehr vermitteln.

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Eigentlich wäre sie als gläubige Katholikin ja genau die Richtige, um der ältesten Partei Deutschlands zur dringend notwendigen Wiederauferstehung zu verhelfen. Allein – es fehlt der Glaube. Offenbar bei den Genossinnen und Genossen, aber auch bei Andrea Nahles selbst: Der notwendige Rückhalt sei nicht mehr da, schreibt sie in ihrer Erklärung am Sonntag, in der sie den Rückzug von Partei- und Fraktionsvorsitz ankündigt.

Damit ist auch die erste Frau an der SPD-Spitze gescheitert, die im April 2018 zur Vorsitzenden gewählt worden war. Mit lediglich 66 Prozent der Stimmen. Auch da war die Zahl der Zweifler offenbar schon groß. In ihrer sehr kämpferischen Bewerbungsrede hatte sie direkt zum Auftakt betont, wie ungewöhnlich ihr Aufstieg in der Partei war: „Katholisch, Arbeiterkind, Mädchen, Land – es war nicht unbedingt logisch, dass ich in der SPD Karriere machen werde.“

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