Umgang mit Al-Kuds-Demonstration: Eine Gratwanderung der Demokratie


Al-Kuds-Demonstration in Berlin (Simone Kuhlmey/Pacific Press / picture alliance)
Die vom Iran angestoßenen Al-Kuds-Demonstrationen gegen Israel seien niederträchtig, kommentiert Sebastian Engelbrecht. Dennoch gebe es gute Gründe, die Meinungsfreiheit in Deutschland nicht auszuhöhlen. Sie gelte auch für verblendete Menschen.

Von Sebastian Engelbrecht | Deutschlandfunk

Was unterscheidet das Leben im Iran vom Leben in Deutschland? Der markanteste Unterschied ist die Meinungsfreiheit. Sie gehört zu den wichtigsten und kompliziertesten Errungenschaften der Demokratie.

Bei der Al-Kuds-Demonstration heute in Berlin wurde dieses Grundrecht auf schwer erträgliche Weise strapaziert. Eine Allianz Iran-treuer Schiiten und ihrer islamistischen Sympathisanten präsentierte sich als Anwältin des Guten und des Wahren – gegen das Böse, das ihrer Ansicht nach von Israel, dem Zionismus und den USA repräsentiert wird.

Städtische Auflagen haben Mäßigung bewirkt

Sie führten Worte von der „Befreiung Jerusalems“ und von der Solidarität mit den Palästinensern im Munde – und meinten doch den Hass gegen Israel und das Judentum insgesamt.

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