Warum gibt es so wenige Organspender?


Bild: tagesschau.de
Jährlich sterben bundesweit etwa 1000 Menschen, die auf ein Spenderorgan warten, so die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Europaweit gehört Deutschland zu den Ländern mit den wenigsten Spendern. Doch warum?

Von Julia Henninger | tagesschau.de

Sich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen, zu überlegen, was mit den Organen danach passieren soll – das ist nicht gerade ein einfaches Thema. Will ich wirklich Organe spenden oder nicht? Spende ich alle Organe und mein Gewebe? Schließe ich etwas aus?

Folgende Organe können nach dem Tod gespendet werden: Niere, Herz, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm. Außerdem Gewebe wie beispielsweise Augenhornhaut, Herzklappen, Blutgefäße oder etwa Knochen.

Voraussetzungen für die Organspende

Damit eine Organentnahme rechtlich überhaupt in Frage kommt, müssen zwei Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod feststellen – also den unumkehrbaren Ausfall der gesamten Hirnfunktion. Ursache sind oft Hirnblutungen, ein Unfall oder geplatzte Blutgefäße im Gehirn. Eine Gewebespende ist auch nach dem Herz-Kreislauf-Tod, also dem gewöhnlichen Tod möglich.

weiterlesen