Die genetische Veränderung der chinesischen Crispr-Babys könnte deren Leben verkürzen


Die Babys wurden in einem sehr frühen Entwicklungsstadium (im Bild sehr frühe Embryonen in einer Petrischale) genetisch verändert. (Bild: Mark Schiefelbein / AP)
Im November gab ein chinesischer Forscher bekannt, Babys gentechnisch gegen HIV immun gemacht zu haben. Möglicherweise hat er damit auch deren Lebenserwartung gesenkt.

Stephanie Kusma | Neue Zürcher Zeitung

Demnächst dürfte das dritte Crispr-Baby zur Welt kommen – falls die im vergangenen November von dem chinesischen Biophysiker He Jiankui bekanntgegebene Schwangerschaft gut verlaufen ist. Lulu und Nana, die genveränderten Zwillingsmädchen, mit deren Geburt Jiankui damals an die Öffentlichkeit gegangen war, dürften mittlerweile gut sechs Monate alt sein. Der Forscher hatte das Erbgut der Kinder in einem frühen Entwicklungsstadium kurz nach der In-Vitro-Fertilisation mithilfe der «Genschere» Crispr-Cas9 verändert. Sie sollten dadurch gegen das HI-Virus immun werden. Nun allerdings haben Forscher gezeigt, dass die Veränderung auch deren Lebensspanne verkürzen könnte.

Untersuchungen laufen noch

Die Geburt der ersten gentechnisch veränderten Babys schockierte die Fachwelt wie die Öffentlichkeit und wurde international einhellig als unverantwortlich und unethisch verurteilt. Der Forscher ist seitdem aus der Öffentlichkeit verschwunden, seine Universität sagte sich von ihm los, und eine offizielle Untersuchung befand Anfang Jahr, er habe illegal gehandelt.

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