Prozess in München: Brutales IS-Propagandamaterial auf Jennifer W.s Handy gefunden


© Sara @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
In München muss sich Jennifer W. wegen ihrer Vergangenheit beim IS verantworten. Im Zuge der Ermittlungen gegen sie wurde nun kompromittierendes Material auf ihrem Telefon entdeckt. Darauf sollen Gewalttaten der Terrormiliz zu sehen sein.

DIE WELT

Die mutmaßliche IS-Anhängerin Jennifer W. hat nach Polizeiangaben Bilder von Enthauptungen und eine Anleitung zum Bombenbau auf ihrem Handy und ihrem Computer gehabt. „Abbildung 19 zeigt rollende Köpfe“, sagte ein Polizeibeamter aus Oldenburg am Montag vor dem Oberlandesgericht München, wo es um die Auswertung der elektronischen Daten ging, die bei der angeklagten 28-Jährigen gefunden wurden. Darunter vor allem: Propagandamaterial der Terrororganisation Islamischer Staat (IS).

Die Bundesanwaltschaft klagt die Frau aus Lohne in Niedersachsen an, im Irak Mitglied des IS gewesen zu sein. Der grauenvollste Vorwurf: Sie soll im irakischen Falludscha ein fünf Jahre altes jesidisches Mädchen als Sklavin gehalten und zugesehen haben, wie ihr Ehemann das Kind in praller Sonne ankettete und qualvoll verdursten ließ.

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