Staatsanwalt nennt Namen des Zeugen in Pell Prozess: Fauxpas vor Gericht


Anwalt im Gericht © Pierre-Antoine Pluquet (KNA)
Im Berufungsprozess von Kardinal Pell hängt viel an den Aussagen eines einzelnen Belastungszeugen. Bisher war dessen Identität der Öffentlichkeit nicht bekannt – bis dem Staatsanwalt während der Verhandlung der Name herausrutschte.

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Ein Fauxpas der Staatsanwaltschaft hat am zweiten Tag der Beratungen im Berufungsverfahren gegen den australischen Kardinal George Pell die Schlagzeilen dominiert.

Staatsanwalt Christopher Boyce nannte am Donnerstag vor einem Gericht in Melbourne versehentlich den Namen des einzigen Belastungszeugen, der aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes hätte geheim bleiben sollen.

Aussage des Zeugen sorgte für Schuldspruch 

Wegen der Aussage dieses Zeugen war Pell im Dezember von einem Geschworenengericht für schuldig befunden worden, 1996 als Erzbischof von Melbourne einen 13 Jahre alten Jungen missbraucht und einen anderen belästigt zu haben. Im März wurde der 77-Jährige deshalb zu sechs Jahren Haft verurteilt.

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