Beim Verhältnis zu Russland sind sich die Ostdeutschen einig


Reporter Claus Christian Malzahn berichtet für WELT über Ostdeutschland Quelle: Claudius Pflug
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer will ein Ende der Russland-Sanktionen. Das macht ihn aber nicht zum unkritischen Kreml-Versteher. Vielmehr zeigt die Wortmeldung des CDU-Politiker eine ostdeutsche Besonderheit.

Von Claus Christian Malzahn | DIE WELT

Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen, hat sich vor seinem Besuch eines internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg für ein Ende der Russland-Sanktionen ausgesprochen. Damit widerspricht er der Position seiner Parteifreundin Angela Merkel. Die Kanzlerin sieht keinen Anlass, ihre Haltung in dieser Frage zu verändern – und erneuert die Boykottposition alle sechs Monate auf einer Botschafterkonferenz.

Dass die Forderung nach einer Normalisierung der Beziehungen zu Moskau so klar und deutlich von einem ostdeutschen Ministerpräsidenten erhoben wird, ist kein Zufall. Aus Ostdeutschland wird Kretschmer keinen Widerspruch bekommen – weder von Manuela Schwesig (SPD) noch von Reiner Haseloff (CDU) noch von Dietmar Woidke (SPD). Und vom Linken Bodo Ramelow sowieso nicht.

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