Hitlers indische Armee


Bild: tagesschau.de
Während des Zweiten Weltkriegs kämpften 4000 indische Soldaten auf der Seite Nazi-Deutschlands. Die „Legion Freies Indien“ hoffte auf deutsche Unterstützung im Kampf für die Unabhängigkeit Indiens – vergebens.

Von Sebastian Manz | tagesschau.de

Die „Legion Freies Indien“ war eine Einheit bestehend aus rund 4000 indischen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg an der Seite Nazi-Deutschlands kämpften – einem Regime, das Menschen wie sie als minderwertig ansah.

Dass es diese Legion dennoch gab, lag vor allem an einem Mann: Chandra Bose, indischer Nationalist und Freiheitskämpfer. Gemeinsam mit Mahatma Gandhi lehnte er sich gegen die britische Kolonialherrschaft über Indien auf. Doch anders als der Pazifist Gandhi kam Gewalt für Bose durchaus als Mittel infrage.

Nazi-Führung sollte überzeugt werden

Als in Europa der Zweite Weltkrieg ausbrach und Großbritannien unter den deutschen Angriffen litt, sah Chandra Bose die Stunde Indiens gekommen. Auf indischen Internetseiten werden noch heute Mitschnitte verbreitet, die zeigen, wie Bose damals die Nazi-Elite für seine Sache überzeugen wollte. „In diesem Kampf, der für Indien ein Kampf um Sein oder Nichtsein ist, kann es nur einen gemeinsamen Ausgang geben: Unseren gemeinsamen Sieg“, propagierte Bose.

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1 Comment

  1. Der Verfasser des Artikels zeigt sich erstaunt, weil das Regime die Inder als minderwertig hätte ansehen müssen. Dabei gibt es viel erstaunlicheres:

    Haben Sie sich schon mal gefragt, welches Motiv Hitler für den Holocaust gehabt haben könnte? Die Völkermordwut und der Holocaust können meines Erachtens nicht mit seiner schizoiden, antisozialen und paranoiden Persönlichkeitsstruktur erklärt werden. Hitler war sicherlich ein guter Stratege und Taktiker. Warum hätte er im Krieg ohne Zugzwang ein Feindbild im eigenen Land schaffen und enorme Ressourcen für die Vernichtung der Juden bereitstellen sollen? Er hatte doch vor, die Welt zu erobern. Er hätte den Antisemitismus in gefestigten Zeiten vollziehen können.

    Seit November 2017 könnte es eine haarsträubende Antwort für Hitlers Motiv zum Holocaust geben. David Motadel beleuchtet in seinem Werk „Für Prophet und Führer“ die taktische Beziehung des Nationalsozialismus zum Islam. Haben Sie im Geschichtsunterricht jemals davon erfahren, dass sowohl Kaiser Wilhelm II. als auch Hitler sich von der Idee leiten ließen, der Islam sei als eine bedeutende Macht politisch nutzbar? Tatsächlich war Hitler sogar vom Islam begeistert! Ebenso wie Himmler. Auf dessen Nachttisch lag der Koran. Beide sahen eine enge Verwandtschaft zwischen dem Nationalsozialismus und dem Islam. Hitler bezeichnete es sogar als ein Unglück der Deutschen, eine falsche Religion zu besitzen. Die mohammedanische Religion sei viel geeigneter für die Beherrschung der Welt. Die Vorschriften und Verpflichtungen im Islam seien von intelligenten Menschen ausgedacht, so Hitler. Er bedauerte es ausdrücklich, dass die muslimischen Heere es nicht geschafft hatten, Europa im 17. Jahrhundert zu erobern.

    Im Reichssicherheitshauptamt wurde überlegt, Hitler als den im Koran vorhergesagten wiedergekehrten Isa zu präsentieren, von Gott gesandt mit dem Ziel der Vernichtung der Juden. Die NSDAP ließ Muslime als Mitglieder zu. Die Wehrmacht gab Imam-Kurse und bildete Militär-Mullahs aus. Die SS warb Tausende von Muslimen an. 1942 wurde in Berlin ein Islamisches Zentralinstitut eröffnet. Das Propagandaministerium verbot der Presse die Verwendung der Begriffe „Antisemitismus“ und „antisemitisch“. Man wollte in der arabischen Welt nicht als ausländerfeindlich gelten. Die ägyptischen und iranischen Botschafter in Berlin bestanden sogar darauf, ihre Völker als rassisch verwandt mit den Deutschen einzustufen. „Persien“ hieß von da an „Iran“. Der Name „Iran“ hat dieselbe sprachliche Wurzel wie „arisch“ und bezeichnet das „Land der Arier“. Insgesamt unternahm man wahnsinnige Anstrengungen im Streben nach einem Bündnis mit der islamischen Welt, auch mit weitreichenden Flugblattaktionen und Radiosendungen rund um den Globus.

    Wer Motadels Werk gelesen hat, könnte meine ungeheure Schlussfolgerung teilen: Das wahre Motiv für den Holocaust war die Darbringung eines gigantischen Opfers zum Gefallen der islamischen Welt, um diese im Kampf gegen England, Frankreich und Russland zu benutzen!

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