Tanzkongress in Dresden: Esoterik extrem


Fünf Tage lang Gemeinschaft. Der Tanzkongress 2019Foto: Klaus Gigga / Tanzkongress 2019
Die renommierte Choreografin Meg Stuart leitet den Tanzkongress in Dresden-Hellerau. Doch sendet die Veranstaltung die richtigen Signale aus?

Sandra Luzina | DER TAGESSPIEGEL

Tänzer müssen eine glückliche Spezies sein. Zumindest die, die an dem Tanzkongress teilnehmen, der am Mittwoch in Dresden-Hellerau eröffnet wurde. Denn sie können fünf Tage lang im Gemeinschaftsgefühl baden und an diesem historischen Ort von der Utopie träumen. Zum ersten Mal wurde eine Künstlerin mit der Leitung des Kongresses beauftragt. Meg Stuart ist eine international renommierte Choreografin, auch in Berlin aktiv – und so war der Kongress schon nach gut einem Tag ausgebucht.

Die Bedingung für die Teilnehmenden lauteten: Sie müssen diese fünf Tage bleiben und sich ganz einlassen, sich mit Leib und Seele einbringen. „Extreme Präsenz“ wird verlangt, so heißt es auf der Website. Ein Programm wurde nicht veröffentlicht, was dem Ganzen etwas Geheimbündlerisches gibt. Mehr als 500 Tanzschaffende aus 30 Ländern nehmen an dem Treffen teil, das den Titel „A Long Time Affair“ trägt.

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