Vier „Lügen“ über die katholische Kirche – und die „Wahrheit“


Über die katholische Kirche sind einige Vorurteile im Umlauf: Sie sei gegen die Wissenschaft, gegen Frauen und im Ernstfall richte es einfach die Beichte. Ein Forscher widerlegt diese Behauptungen nun – allerdings mit zum Teil umstrittenen Thesen.

Von Christoph Paul Hartmann | katholisch.de

Der niederländisch-US-amerikanische Forscher und bekennende Katholik Gerard Verschuuren beschäftigt sich bereits seit Jahren mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Religion. Für sein Buch „Forty Anti-Catholic Lies“ hat er sich sogenannte „antikatholische Lügen“ vorgenommen und sie widerlegt. Katholisch.de stellt einige davon vor.

Die Beichte macht es einfach

„Die Lüge“: Katholiken haben mit der Beichte eine willkommene Möglichkeit, sich durch einen Priester von allen Sünden reinwaschen zu lassen. Danach können sie wieder in aller Ruhe neue Sünden begehen.

„Die Wahrheit“: Gerard Verschuuren schreibt, dass nicht der Priester Sünden vergibt, sondern Gott selbst. Ein Geistlicher ist dabei nur der Mittler. Der Katechismus sagt dazu (1441f.): „Gott allein kann Sünden vergeben“ und verweist auf Mk 2,7. Jesus hat die Kraft, Sünden zu vergeben, an seine Jünger weitergegeben: „Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.“ (Joh 20,23) Die Beichte ist ein Zeichen der Gnade Gottes und für jeden Gläubigen die Möglichkeit, eine Zerrüttung in der Beziehung mit Gott aufzuheben. Doch Verschuuren sagt, dass man den Beichtakt nicht unterschätzen sollte: Denn es erfordere viel Demut, die eigenen Sünden zu bekennen und sich damit selbst einzugestehen, fehlerhaft zu sein. Die Beichte ist auch keine Einladung, neue Sünden zu begehen, sondern die Möglichkeit, noch einmal von vorne anzufangen. Wie allerdings mit Katholiken umgegangen werde soll, die die Beichte in dieser Weise gebrauchen, sagt der Wissenschaftsphilosoph nicht.

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