„Das amerikanische Staatswesen war eine Republik der Säufer“


Im Whisky-Rausch kam es schnell zu Schlägereien und schweren Krawallen Quelle: Getty Images
Nach dem Sieg gegen die Briten 1783 brachen die alten Konflikte in den USA wieder aus. Ein Symptom war der Konsum von Whisky und Rum. Amerikaner tranken doppelt so viel wie Russen und Schweden – mit fatalen Folgen.

Von Florian Stark | DIE WELT

Zu den erstaunlichen Beobachtungen für Besucher der USA gehört der Umgang mit Alkohol. Er ist mitunter schwerer zu bekommen als Schusswaffen, darf erst ab 21 Jahren konsumiert werden und erscheint in der Öffentlichkeit meist von braunen Papiertüten umhüllt. Das wird gern mit dem Nachwirken des 18. Zusatzartikels zur US-Verfassung erklärt, der von 1920 bis 1933 „Erzeugung, Verkauf oder Transport berauschender alkoholischer Getränke“ verbot.

Die Ratifizierung des Artikels im Januar 1919 verdankte sich der nachhaltigen Agitation der Abstinenzbewegung, in der Gruppen wie die Prohibition Party, die Woman’s Christian Temperance Union oder die Anti-Saloon League den Ton angaben. Deren Argumentation, die sich auf die Bibel, Moral und medizinische Erkenntnisse stützte, wurde allerdings auch durch die Erinnerung an eine Zeit gestärkt, in der die Amerikaner zu den größten Trinkern des Planeten gehörten.

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