Wasserkrise: Eisberg soll nach Kapstadt gebracht werden


APA/AFP/Eitan Abramovich
Kapstadt kämpft aufgrund der anhaltenden Dürre seit Jahren mit Wasserknappheit. Obwohl eine Katastrophe vorerst abgewendet werden konnte, ist der Wasserpegel der Reservoirs nach wie vor erschreckend niedrig. Ein Forschungsteam will daher einen Eisberg aus der Antarktis vor die Küste Kapstadts bringen und somit die Wasserversorgung sicherstellen. Doch der Preis, der dafür zu zahlen ist, scheint ein hoher zu sein – den nicht zuletzt auch die Umwelt zahlen könnte.

Tamara Sill | news.ORF.at

Ende 2017 stand die Wasserversorgung der südafrikanischen Metropole kurz vor dem Zusammenbruch. Der Wasserverbrauch der rund 4,5 Millionen Einwohner und Einwohnerinnen wurde auf 50 Liter pro Tag rationiert. Durch hohe Investitionen in zusätzliche Quellen wie Grundwasser, Entsalzung und Aufbereitung von Nutzwasser konnte zwar das Schlimmste verhindert werden, doch auch eineinhalb Jahre später ist die Lage immer noch angespannt.

Das ruft einen Mann auf den Plan, der in seinem Leben schon ein von Piraten gekapertes brennendes Schiff aus dem Golf von Aden gezogen, einen sinkenden Öltanker vor Mexiko gerettet und die italienische „Costa Concordia“ geborgen hat: Nicholas Sloane. Der 58-jährige Südafrikaner ist Initiator eines Projekts, das Kapstadt aus der Wasserkrise führen soll. Er will einen Eisberg aus der Antarktis vor die Südküste Afrikas bringen und die Einwohner und Einwohnerinnen so mit Wasser versorgen.

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