Kutschera übt Selbstkritik – ohne seine Thesen zu revidieren

Evolutionsbiologe Prof. Kutschera: „Als ich mit Ihnen damals das beanstandete Interview zur ‚Ehe für alle‘ führte, konnte ich nicht erahnen, welch heftige Reaktionen folgen würden.“

kath.net

Am 5. Juli 2017 wurde auf kath.net ein Interview mit dem Evolutionsbiologen Prof. Dr. Ulrich Kutschera unter dem Titel „Ehe für alle? ‚Diese widersinnige Entscheidung überrascht mich nicht‘“ publiziert. Es folgte eine ungewöhnlich ungewöhnliche Medienresonanz, wobei bei uns fast alle Kommentare positiv ausfielen. Am 5. Juli 2019 fand im Kasseler Amtsgericht ein Prozess gegen den umstrittenen Biologen statt – als Anschuldigungen wurden „Volksverhetzung und Fahrerflucht“ genannt. Wir befragten Prof. Kutschera auf Grundlage der Medienberichte zur aktuellen Situation.

kath.net: Herr Prof. Kutschera, in den deutschen Medien sind Sie im Moment in den Schlagzeilen. Wie bewerten Sie die aktuelle Situation bezüglich unseres Online-Mediums?

Prof. Kutschera: Als ich mit Ihnen damals das beanstandete Interview zur „Ehe für alle“ führte, konnte ich nicht erahnen, welch heftige Reaktionen folgen würden.

Zunächst einmal, weil ich als Biologe Probleme erforsche, für die sich die Allgemeinbevölkerung wenig interessiert, zum anderen, weil ich die Reichweite von kath.net unterschätzt hatte. Ich finde es großartig, dass Sie, als gläubige Katholiken, einem „bekennenden Atheisten“ wie mir, der schon vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten ist, ein Forum bieten. So sollte ein demokratisch-divers organisiertes Miteinander funktionieren: Man respektiert die unterschiedlichen Standpunkte und diskutiert sie ergebnisoffen-undogmatisch aus.

Zum aktuellen Fall: Nach derzeitigem Stand liegen zehn Medienberichte vor, von unterschiedlicher Qualität.

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Höcke: Evangelische Kirche paktiert mit dem Zeitgeist

Bild: © picture alliance / dpa / Martin Schutt
In einer Woche beginnt der evangelische Kirchentag. Nicht eingeladen: die AfD. Landesfraktionen der Partei rund um Wortführer Björn Höcke haben nun ein Positionspapier veröffentlicht, das scharfe Kritik an der Spitze der evangelischen Kirche übt.

katholisch.de

Verschiedene AfD-Landesfraktionen haben der evangelischen Kirche vorgeworfen, einseitig zu politisieren und „mit dem Zeitgeist und den Mächtigen“ zu paktieren. Zugleich würden Vertreter ihrer Fraktion wie jetzt auf dem anstehenden Kirchentag in Dortmund ausgegrenzt, erklärte der Thüringer Fraktionsvorsitzende Björn Höcke am Dienstag in Berlin.

Der Kirchentag findet vom 19. bis zum 23. Juni statt. Im Unterschied zum Kirchentag in Berlin vor zwei Jahren und zum Katholikentag 2018 in Münster sind AfD-Vertreter diesmal nicht eingeladen. Titel des kirchenpolitischen Papiers der AfD ist „Unheilige Allianz. Der Pakt der evangelischen Kirche mit dem Zeitgeist und den Mächtigen“.

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System-Logik: Der Fall Professor Birbaumers

Grafik: TP
Was uns der Forschungsskandal über das Wissenschaftssystem lehrt

Stephan Schleim | TELEPOLIS

Jetzt ist es also amtlich: „Untersuchungskommission stellt wissenschaftliches Fehlverhalten durch Tübinger Hirnforscher fest“ titelt die Pressemitteilung der Universität Tübingen vom 6. Juni. Namen werden darin keine genannt. Bloß vom „Fall zweier Hirnforscher“ ist die Rede.

Die Presse war nicht so zurückhaltend. Bereits am 8. April erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel über „Massive Zweifel an Studie zum Gedankenlesen“. Dass die Rede vom „Gedankenlesen“ hier fehlplatziert ist, lassen wir einmal beiseite.

Es geht schlicht darum, dass (zum Beispiel gelähmte) Versuchspersonen auf Kommando bestimmte Denkprozesse vornehmen, etwa sich die Bewegung mit einem Körperteil vorstellen, die mit bestimmten Gehirnprozessen einhergehen. Diese können unter Umständen über eine Gehirn-Computer-Schnittstelle als Ja-nein-Reaktion interpretiert werden.

Niels Birbaumer, laut SZ „einer der prominentesten Wissenschaftler Deutschlands“, leistete jahrzehntelang Pionierarbeit auf diesem Gebiet. Und diese Forschung ist in der Tat nicht nur wissenschaftlich interessant, indem sie uns mehr über die Arbeitsweise des Gehirns verrät, sondern auch für bestimmte Patientengruppen essenziell: eben diejenigen, die aufgrund fortschreitender Lähmungen nicht mehr mit der Außenwelt kommunizieren können oder eigene Körperfunktionen nicht mehr unter Kontrolle haben. Eine Art Gehirn-Schreibmaschine oder eine gedanklich gesteuerte Neuroprothese kann dann die letzte Hoffnung sein.

Vier Verstöße gegen gute wissenschaftliche Praxis

Keine zwei Monate später liegt nun schon das Untersuchungsergebnis einer Kommission im Auftrag der Universität Tübingen vor. Und diese kommt nun zum Ergebnis, dass der Hirnforscher und ein Kollege auf vier Weisen gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verstoßen haben:

Erstens seien bei der Erhebung Daten selektiv ausgewählt worden: So seien auf nicht nachvollziehbare Weise Datensätze bei der Auswertung nicht berücksichtigt worden. Nach Auffassung der Kommission ist das eine „Verfälschung von Daten durch Zurückweisen unerwünschter Ergebnisse ohne Offenlegung.“

Zweitens seien Daten und Skripte nicht offengelegt worden. Somit konnten die in der strittigen Publikation in der Zeitschrift PLoS Biology aus dem Jahr 2017 veröffentlichten Ergebnisse nicht nachvollzogen werden. Die Kommission nennt das „Verfälschung von Daten durch Unterdrücken von relevanten Belegen.“

Drittens würden Daten schlicht fehlen. Für die Studie wurden von mehreren Patienten tagelang Gehirnströme gemessen, zwischen sechs und 17 Tagen pro Patient. Für mehrere Tage seien aber keine Daten vorhanden. „Nach den Ermittlungen der Kommission stimmt die Anzahl der Tage, zu denen Daten vorliegen, mit der Anzahl der Tage, für die im Artikel Auswertungen dargestellt werden, in keinem Fall überein.“

Viertens und letztens gebe es eine mögliche Datenverfälschung durch eine fehlerhafte Analyse. Die statistischen Berechnungen ließen sich, wie gesagt, ohnehin nicht nachvollziehen. Die Kommission fand aber zusätzlich heraus, „dass ein ehemaliger Mitarbeiter des Seniorprofessors diesen bereits im November 2015 darauf hingewiesen hatte, dass sich aus den Daten in statistisch korrekter Auswertung keine signifikanten Ergebnisse belegen lassen.“ Das lässt den Verdacht aufkommen, dass hier bewusst falsche Resultate veröffentlicht wurden.

Solch ein Vorgehen wäre schon bei Grundlagenforschung hochproblematisch. In angewandter Forschung mit Patienten, die, wie hier, im Endstadium völlig gelähmt und somit ausgeliefert („completely locked-in“) sind und deren Angehörige in der Gehirn-Computer-Schnittstelle die einzige Chance zur Kommunikation sehen, fehlt schlicht ein angemessenes Wort. Das Rektorat der Universität Tübingen kündigte dann auch schon Konsequenzen an, darunter eine Anlaufstelle für die Betroffenen.

Birbaumer wehrt sich

Ich will hier nicht viel über den Einzelfall schreiben, sondern auf ein paar Aspekte der System-Logik der heutigen Wissenschaft hinweisen. Dass Birbaumer die Vorwürfe schon im April als „Blödsinn“ bezeichnet und gemeint haben soll, die Untersuchung der Kommission interessiere ihn überhaupt nicht, klingt jedenfalls nicht sehr professoral.

Der SWR berichtet nun von einem Brief des Hirnforschers an die Medien, in dem er behaupte, die Universität sei womöglich einem Informanten aufgesessen, der ihn verleumden wolle. Das überzeugt allerdings wenig, wenn man weiß, dass der Untersuchung und den Medienberichten bereits ein langer Streit innerhalb der Wissenschaft vorangegangen war. Und die Kommission sowohl Birbaumer als auch einen anderen Autor der strittigen Veröffentlichung stundenlang befragte.

Wenn die Vorwürfe haltlos wären, dann hätten sie sich doch in dieser Zeit überzeugend zurückweisen lassen können. Und wenn sich, wie oben genannt, fehlende Daten und Skripte spätestens während der über Monate dauernden offiziellen Untersuchung nicht auftreiben ließen, wie sollte sich daran auf einmal etwas ändern?

PLoS Biology ist auch nicht irgendein Journal, sondern genießt einen guten Ruf. Die Redakteure der nun seit 15 Jahren bestehenden Zeitschrift wollten es gerade besser machen als die herkömmlichen Publikationsorgane des Mainstreams: Open Access und so viel wie möglich Open Data als Garant für Offenheit und höchste wissenschaftliche Standards.

Die Dachorganisation PLoS (für Public Library of Science) gibt inzwischen zehn Journals heraus und operiert nicht auf Profitbasis. PLoS Biology ist die älteste davon und gilt laut dem Web of Science als die am dritthäufigsten zitierte Zeitschrift von 85 in der Kategorie Biologie und ist auf Platz 18 von 293 in der Kategorie Biochemie/molekulare Biologie.

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Masseanomalie unter dem Mond-Südpol entdeckt

Unter dem South-Pole-Aitken-Becken am Südpol des Mondes haben Forscher eine riesige Masseanomalie (Kreis) entdeckt. Im Untergrund verbergen sich hier Billiarden Tonnen dichten, schweren Materials. © NASA/ Goddard Space Flight Center/ University of Arizona
Mysteriöse Masse: Das South Pole Aitken Becken am Mond-Südpol birgt ein überraschendes Geheimnis. Denn unter der Oberfläche der Kratersenke liegt eine Masseanomalie, wie nun Schwerefeldmessungen enthüllen. Ein Klumpen ungewöhnlich schweren Materials reicht dort bis in 300 Kilometer Tiefe hinab. Möglicherweise handelt es sich um den Metallkern des vor rund vier Milliarden Jahren dort eingeschlagenen Asteroiden., mutmaßen die Forscher.

scinexx

Das South-Pole-Aitken-Becken auf der Rückseite des Mondes zeugt von einem gewaltigen Einschlag auf dem Erdtrabanten. Denn der mehr als 2.000 Kilometer große und mehrere Kilometer tiefe Krater ist der größte erhaltene Einschlagskrater des gesamten Sonnensystems. Doch wie genau der Einschlag vor rund vier Milliarden Jahren ablief, welche Folgen dies für den jungen Mond hatte und wie der Untergrund des South-Pole-Aitken-Beckens seither zusammengesetzt ist, liegt noch weitgehend im Dunkeln.

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Wiener Pastoraltheologin Klaiber: „Geh scheißen, Du weißer Kerl!“

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay
Die Theologin verteidigte auf Twitter das „Recht“ auf Abtreibung mit den Worten „Mein Bauch gehört mir!“.

kath.net

„Geh scheißen, Du weißer Kerl!“ Mit diesem ordinären Spruch hat vergangene Woche die Wiener Pastoralassistentin Judith Klaiber auf Twitter einen katholischen Journalisten beschimpft und mit den Worten „Mein Bauch gehört mir!“ das „Recht“ Abtreibung verteidigt. Vor einigen Wochen gab das Kölner Domradio der Feministin ein Forum. Dort meinte Klaiber auf die Frage, was sie zur Lehre der Kirche, dass das Priesteramt Männern vorbehalten sei,sage: „Da möchte ich gern dagegenhalten, dass es das Bild des historischen Jesus gibt, der unglaublich viele Frauen in seinem Kreis hat. Frauen waren die ersten, die die frohe Botschaft von der Auferstehung wahrgenommen und weitergetragen haben.“

Trump-Regierung für Bomben-Produktion in Saudi-Arabien

Gegen Proteste auch von Republikanern im US-Kongress unterstützt das Weisse Haus das Ölkönigreich mit Waffen und Technik.

Andreas Mink | tachles.ch

Meldungen über geheime Kooperationen zwischen der Trump-Regierung und Saudi-Arabien bei Waffen- und Nuklear-Technik sorgen zunehmend für Besorgnis und Proteste auch in konservativen Kreisen Washingtons. Über das Wochenende wurde bekannt, dass das Weisse Haus jüngst dem Rüstungskonzern Raytheon eine Sondergenehmigung für die Produktion von technisch anspruchsvollen Bomben-Teilen in dem Ölkönigreich selbst erteilt hat. Dies geschah im Rahmen eines neuen Waffendeals mit den Saudis, den die Trump-Regierung als Notstandsmassnahme im Mai genehmigt hatte.

Der acht Milliarden Dollar schwere Deal umfasst weitgehend Munition und Material für die blutige Luft-Kampagne der Saudis in Jemen. Dazu gehören 120’000 «Präzisions-Bomben» von Raytheon.

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Zur Kritik der Identitätspolitik

Grafik: TP
Kopftücher, eine Diskussionsrunde und die muslimische Identität – Ein Kommentar

Rainer Schreiber | TELEPOLIS

Eine Soziologie-Professorin und Islam-Expertin kündigte kürzlich eine Podiumsdiskussion über „Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ an. Dazu lud sie streitbare Kontrahentinnen ein, die von einer Befürworterin des Kopftuchs als „Schleier der Freiheit“ bis zu dezidierten Islam-Kritikerinnen reichten, darunter auch die stets polarisierende Krawallschachtel Alice Schwarzer.

Eine studentische „Initiative gegen anti-muslimischen Rassismus“ warf der Professorin daraufhin sogleich Rassismus vor, forderte ein Verbot der Veranstaltung und – ihre Entlassung. Der Asta der Universität nannte dies eine „Hetzkampagne“ und stellte sich hinter die Veranstaltung; eine solche Diskussion müsse möglich sein. Die Universitätsleitung unterstützte die Professorin ebenfalls und wies die vorgetragenen Ansinnen zurück.

Die Veranstaltung fand schließlich statt; dabei wurden die bekannten Standpunkte ausgetauscht, die von der Charakterisierung des Kopftuchs „als Flagge des politischen Islam“ (Alice Schwarzer) bis zur von der Theologin Dina El Omari vorgetragenen Position reichten, es als „Zeichen einer selbstbestimmten Spiritualität“ zu interpretieren. Vor dem Veranstaltungssaal hatten sich parallel die Kritikerinnen lautstark versammelt. Andere Podiumsteilnehmerinnen stellten das Kopftuch als Zwang dar, von dem die Frauen befreit werden müssten (Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi) oder bezeichneten es als Symbol der „sexuellen Apartheid“, wie die Publizistin Nekla Kelec.

Was ist von der Kritik an der Veranstaltung als Forum, Ausdruck eines anti-muslimischen Rassismus zu halten? Wie immer muss man genau hinschauen und differenzieren:

  1. Anti-muslimischen Rassismus gibt es bekanntermaßen auf Seiten insbesondere der völkischen Rechten durchaus: Der Islam gerät hier zum Sinn- und Zerrbild „fremdartiger“ religiöser und kultureller Praktiken, die nicht zur Kultur und modernen Sichtweise des „abendländischen“ Christentums passen würden – wie wenn in dessen Rahmen nicht fast zwei Jahrtausende lang ähnlicher Unsinn verzapft und nicht weniger vernunftfreie Ge- und Verbote praktiziert worden wären; erst die „Aufklärung“ und der moderne Staat haben das religiöse Regelwerk ein Stück weit ins Privatleben zurückgestutzt; und auch dies (gerade in Deutschland) nur unvollständig. Mit Frauen hat der Katholizismus bekanntlich auch heute noch ein Problem und Kopftücher wurden von diesen bis in die 50er Jahre hinein gerade in den katholischen Landgemeinden ganz selbstverständlich getragen – wie heute noch in Polen und im christlich-orthodoxen Russland.

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Zeitung: Zahl der Asylbewerber in der EU steigt wieder

Die Zahl der Asylbewerber in der EU ist einem Zeitungsbericht zufolge in den ersten vier Monaten dieses Jahres deutlich gestiegen. Von Januar bis Ende April haben rund 206.500 Menschen erstmals einen Asylantrag in der Europäischen Union gestellt, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) unter Berufung auf Daten der EU berichten. Das seien 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die aktuellen Zahlen wurden den Angaben zufolge auf Basis von monatlichen Frühwarn-Meldungen der Mitgliedstaaten erstellt.

evangelisch.de

Im vergangenen Jahr war demnach die Zahl der Asylbewerber in der EU noch um elf Prozent zurückgegangen. Grund für den erneuten Anstieg sei, dass immer mehr Asylbewerber über reguläre Wege und visafrei in die Union einreisten, heißt es in dem Bericht. So stammte den Angaben zufolge von Januar bis Ende April gut jeder vierte Asylantrag von Staatsangehörigen eines Landes, dessen Bürger ohne Visum in die EU-Schengenzone einreisen dürfen. Bereits 2018 war deren Anteil auf ein Fünftel gestiegen.

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This Asteroid Has a 1-in-7,000 Chance of Hitting Earth This Fall

Meteoriten, kosmische Geschosse. Bild: BR.de
Meet asteroid: 2006 QV89.

By Laura Geggel | SPACE.com

This fall, Earth has about a 1-in-7,000 chance of getting an uninvited extraterrestrial visitor: asteroid 2006 QV89.

The space rock is expected to whiz by our planet on Sept. 9, 2019, according to European Space Agency’s (ESA) list of space objects that could collide with Earth. That list was updated online June 6. Out of 10 objects on the list, 2006 QV89 ranked fourth.

Compared to the 6-mile-long (10 kilometers) asteroid that killed the nonavian dinosaurs about 66 million years ago, 2006 QV89 is pretty dinky, measuring just 130 feet (40 meters) in diameter, or about the length of two bowling alleys placed end to end.

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Papst: Häfen für Flüchtlinge geschlossen, nicht für Waffenhandel: „Waffenhandel verschont nicht einmal Kinder“

Themenbild
Papst Franziskus hat die Abweisung von Bootsflüchtlingen in Europa erneut kritisiert. Die Schreie von massenhaft auf Schiffen zusammengedrängten Flüchtlingen würden nicht gehört, Waffenhandel floriere hingegen.

DOMRADIO.DE

Flüchtlinge „auf der Suche nach Hoffnung wissen nicht, welche Häfen sie aufnehmen könnten, in einem Europa, welches jedoch die Häfen für Schiffe öffnet, die teure und hoch entwickelte Waffensysteme laden wollen“, so der Papst. Konkretere Bezüge, etwa zur Lage in Italien, machte das Kirchenoberhaupt nicht.

Franziskus äußerte sich bei einer Audienz für die Vertreter katholischer Hilfswerke in den Ostkirchen und im Nahen Osten. Das Kirchenoberhaupt empfing rund 100 Mitglieder der Vereinigung der Hilfswerke für die katholischen Ostkirchen (ROACO) anlässlich ihrer 92. Vollversammlung im Vatikan.

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Baden-Württemberg: Sicherheitsbehörden können Messengerdienste mitlesen

(Bild: geralt / gemeinfrei)
Überwachung von Privatchats – das ist in Baden-Württemberg längst möglich, wurde jetzt bekannt. Allerdings gibt es Einschränkungen für die polizeiliche Online-Durchsuchung.

DIE WELT

Die Sicherheitsbehörden in Baden-Württemberg können Messengerdienste wie Whatsapp inzwischen mitlesen. „Die Software ist dem Grunde nach einsatzfähig“, sagte der Innen-Experte der Grünen-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Sckerl der „Schwäbischen Zeitung“ (Dienstag). „Sie muss aber ganz konkret auf den Einsatz und die Identität der zu überwachenden Person zugeschnitten werden.“

Bislang war unklar, ob die Software für die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) auch einsatzbereit ist. Noch am Donnerstag schwiegen sich Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Verfassungsschutzpräsidentin Beate Bube bei der Präsentation des aktuellen Verfassungsschutzberichts darüber aus.

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Syrische Kurden übergeben zwölf Waisenkinder an Frankreich

Symbolbild: Teddy eines geflohenen Kindes – (c) Clemens Fabry, Presse
Die Kinder lebten zuletzt in Flüchtlingslagern im kurdischen Nordosten Syriens. Das älteste Kind ist zehn Jahre alt.

Die Presse.com

Die syrischen Kurden haben zwölf Waisenkinder französischer Jihadisten an Frankreich übergeben. Ein Vertreter der kurdischen Selbstverwaltung, Abdelkarim Omar, sagte am Montag, sie hätten die Kinder am Sonntag in der Stadt Ain Issa an eine Delegation des französischen Außenministeriums übergeben.

Im gleichen Zuge seien auch zwei niederländische Waisenkinder an eine Delegation ihres Heimatlandes übergeben worden. Die Eltern der Kinder waren im Kampf für die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) getötet worden.

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Vatikan veröffentlicht kritische Stellungnahme zu Gender-Theorie

Bild: © Fotolia.com/blende11.photo
„Als Mann und Frau schuf er sie“ – so der Titel des heute veröffentlichten Dokuments. Die Autoren sehen einen „wahrhaftigen Bildungsnotstand“ was die Themen Geschlecht und Sexualität angehen. Deshalb wollen sie Familien und Bildungseinrichtungen in die Pflicht nehmen.

katholisch.de

Der Vatikan hat am Pfingstmontag eine kritische Stellungnahme zum Thema Gender veröffentlicht. Das Dokument kritisiert unter anderem Gender-Vorstellungen, die „Manipulationen des Körpers nach Belieben“ befürworten.

Das von der katholischen Bildungskongregation herausgegebene, mehrseitige Dokument wirbt für die katholische Lehre der unterschiedlichen Identität von Mann und Frau und die christliche Vorstellung von Familie. Es steht unter dem Titel „Maschio e femmina li creo. Per una via di dialogo sulla questione gender nell’educazione“ (Als Mann und Frau schuf er sie. Für einen Weg des Dialogs zur Genderfrage in der Bildung).

Das Schreiben soll dementsprechend einen Dialog über das Thema anregen. Im Text wird auch betont, dass bei Erziehung und Bildung stets Respekt gegenüber allen Menschen zu lehren sei, unabhängig von ihrer persönlichen Situation, unter anderem etwa in Bezug auf den Glauben oder persönliche „Gefühlsneigungen“.

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Achtjähriges Mädchen in Indien vergewaltigt: Drei Männer zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt

Mit einem Bus werden die Angeklagten in Pathankot zum Gericht gefahren. (Bild: Mukesh Gupta / Reuters)
Knapp eineinhalb Jahre nach der Vergewaltigung und Ermordung einer Achtjährigen im indischen Teil Kaschmirs sind drei Männer zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Neue Zürcher Zeitung

Drei weitere Angeklagte – allesamt Polizisten – erhielten wegen Vernichtung von Beweismitteln fünf Jahre Gefängnis, wie die Anwälte nach dem Prozess am Montag mitteilten. Den drei Haupttätern hatte die Todesstrafe gedroht.

Das Mädchen gehörte zu einer Gemeinde muslimischer Nomaden. Es war laut Anklage im Januar 2018 im Bezirk Kathua entführt, vier Tage lang von der Gruppe in einem Tempel vergewaltigt und dann zu Tode geprügelt worden. Die Polizei hatte damals acht Verdächtige festgenommen. Einer von ihnen wurde in dem Prozess in der Stadt Pathankot freigesprochen, ein weiterer muss sich separat vor einem Jugendgericht verantworten.

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Two by two they entered the ark … with lawyers close behind

Die nachgebaute Arche Noah in Grant County, Kentucky. bild: arkencounter
„Noah’s Ark owners sue for rain damage“ ran the headline in The Age. And while the world let out a collective sigh of bemused irony, the thought occurred: could there be a more retrospective claim of shoddy workmanship?

By Warwick McFadyen | THE AGE

Of course it was not the man himself, brought to life from the aspic of time, demanding reparation, nor his sons Shem, Ham and Japheth, nor their sons, nor their son’s sons, and so on. It was, in part, an Australian. How’s that for punching above your weight? And, of course, it wasn’t the original ark, which has never been found, and which some killjoys believe never existed.

It was Crosswater Canyon, the company behind Ark Encounter, a theme park of biblical proportions and foundations, that has begun legal proceedings against its insurers for damage to property caused by rain. Crosswater Canyon wants more than $1 million.

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Oradour-sur-Glane – Massaker in der Kirche

Bild: © Alexander Brüggemann/KNA
Frühjahr 1944 – „D-Day“ in der Normandie. Auf ihrem Weg in die Schlacht ziehen SS-Truppen eine Spur des Todes und der Verwüstung in Frankreichs Provinz. Ein kleiner Ort wird dabei zum Symbol für monströse Grausamkeiten.

Von Joachim Heinz | katholisch.de

Am 10. Juni 1944 schien die Sonne über dem französischen Oradour-sur-Glane. „Punkt 14.00 Uhr rollten Schützenpanzerwagen und Laster an“, erinnert sich Jean-Marcel Darthout an das, was dann geschehen sollte. Schätzungsweise 150 Männer der SS-Division „Das Reich“ hatten kurz zuvor den Ort nahe Limoges umstellt und begannen nun damit, die ahnungslosen Einwohner auf dem Marktplatz zusammenzutreiben. Wenige Stunden später waren 642 Zivilisten tot – erschossen oder verbrannt.

Die meisten Männer von Oradour starben unter Gewehrsalven in Scheunen und Garagen, nur eine Handvoll konnte entkommen; mehr als 400 Frauen und Kinder pferchten die Täter in der Kirche ein, lösten dort eine Explosion aus, schossen durch Fenster und Türen in die Menge, warfen Handgranaten hinein und legten schließlich ein Feuer im Innenraum. Marguerite Rouffanche überlebte als einzige. Die meisten SS-Soldaten zogen am Abend ab – nachdem sie das komplette Dorf in Schutt und Asche gelegt hatten.

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