Islamismus: Trotz Straftaten und Schusswaffe: Gefährder wird geduldet


Raschid K. ist abgelehnter Asylbewerber. Er hat einen Duldungsstatus, weil Russland ihn nicht zurücknimmt. Foto: Patrick Pleul / dpa
Die Polizei findet bei einem vorbestraften Gefährder eine scharfe Schusswaffe samt Schalldämpfer. Ein Richter setzt ihn wieder auf freien Fuß.

NRZ

Wenn man mit Michael Mertens über diesen Fall spricht, muss er erst einmal durchatmen. Als Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei muss er diplomatisch sein. „Das beschäftigt einen schon, da hat man dran zu knabbern“, sagt er. Polizisten finden bei einem vorbestraften islamistischen Gefährder und Kriminellen eine scharfe Schusswaffe samt Schalldämpfer – und ein Richter lässt den Mann gegen Auflagen auf freien Fuß. „Das ist schwer zu verstehen“, ärgert sich der Polizeigewerkschafter.

Der Fall, für den Mertens so wenig Verständnis hat, ist der des 31-Jährigen tschetschenischen Asylbewerbers Raschid K., über den zuerst „Spiegel online“ berichtete. K. kam 2004 nach Deutschland. Schon damals war K. nach Überzeugung der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft radikalisiert, vermutlich geschah das in der als besonders brutal geltenden kaukasischen Dschihadistenszene.

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