Spanien ist irritiert über die Schließung des Abdullah-Zentrums


APA/HERBERT NEUBAUER
Madrid wurde überrascht und berät nun weiteres Prozedere. Für die Schließung ist die Zustimmung aller Mitgliedsstaaten notwendig.

Die Presse.com

Die vom Nationalrat überraschend geforderte Schließung des „König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ in Wien droht zu diplomatischen Friktionen mit Spanien zu führen: „Überrascht“ und „irritiert“ ist man laut „Presse“-Informationen in Madrid über den am Mittwoch verabschiedeten Entschließungsantrag: Man habe davon gestern „aus den Medien erfahren“, hieß es aus spanischen Diplomatenkreisen. Vom Außenministerium in Wien sei man gar nicht kontaktiert worden – nicht einmal nach dem Votum.

Spanien hat gemeinsam mit Österreich und Saudiarabien die Organisation 2012 gegründet, bei dem der Vatikan einen Beobachterstatus hat. Daher müssen auch Madrid und Riad konsultiert werden, wenn das Zentrum geschlossen wird. Derzeit wird in Madrid über das weitere Prozedere noch beraten. Ob das Zentrum nun nach Spanien verlegt werden könnte – wie bereits in der Vergangenheit immer wieder spekuliert wurde – könne man noch nicht sagen, hieß es.

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