Atommächte modernisieren ihre Waffenarsenale


Das Friedensforschungsinstitut Sipri warnt vor besorgniserregenden Entwicklungen bei der atomaren Bewaffnung. Im Bild: Eine russische Interkontinentalrakete. (Foto: dpa)
  • Die Zahl der atomaren Sprengköpfe hat sich dem Stockholmer Friedensforschungsinsitut Sipri zufolge im vergangenen Jahr weiter verringert.
  • Gleichzeitig sind die neun Atommächte demnach jedoch dabei, ihre Arsenale zu modernisieren.
  • Ein Sipri-Experte sieht die Entwicklung negativ.

Süddeutsche Zeitung

Die Atommächte investieren nach Angaben von Friedensforschern wieder mehr in ihre nuklearen Waffenarsenale. Zwar ging die Zahl der Atomwaffen weltweit im vergangenen Jahr um knapp vier Prozent zurück, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri berichtet. Dafür seien die Atommächte aber wieder stärker darauf aus, ihre Waffen zu modernisieren.

„Offen gesagt ist das ein negativer Trend“, sagte der Sipri-Atomwaffenexperte Shannon Kile. Der Rückgang der Zahl der Atomwaffen habe sich in den vergangenen Jahren entscheidend verlangsamt und sei lediglich darauf zurückzuführen, dass die USA und Russland Waffen ausrangierten, die sie nicht mehr brauchen.

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