Morbus Google – wie die digitale Hypochondrie Patienten und Ärzte auf Trab hält


Haben Sie Bauchschmerzen? Oder blaue Flecken an den Beinen? Kein Problem, das Internet sagt Ihnen, was dahintersteckt. So denken viele. Einige aber geraten beim Symptom-Googeln unversehens in einen Teufelskreis.

Nicola von Lutterotti | Neue Zürcher Zeitung

Die Digitalisierung schafft nicht nur neue Arbeitsplätze, sie kreiert auch neue Leiden. Eine solche innovative Erkrankung ist die Cyberchondrie, eine auch Morbus Google genannte digitale Schwester der Hypochondrie. Charakteristisch für die Betroffenen ist, dass sie bei jeglichem Unwohlsein umgehend das weltweite Netz konsultieren. Wie von Anfang an befürchtet, finden sie hier allerdings keinen Trost, sondern sehen ihre Ängste einmal mehr bestätigt.

Kräftig geschürt werden ihre Phobien dabei von Dr. Google und Konsorten. Denn die digitalen Diagnostiker nehmen keinerlei Rücksicht auf Empfindsamkeiten, sondern kommen immer unverblümt zur Sache. Diesbezüglich ähneln sie sehr viel mehr dem nüchtern-emotionslosen Dr. House der gleichnamigen amerikanischen Fernsehserie als dem väterlich-gütigen Chefarzt der deutschen TV-Schnulze «Die Schwarzwaldklinik».

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