Eigener Staat für Palästinenser nicht in Sicht


foto: afp / mohammed abed Am Strand von Gaza herrscht im Frühsommer Hochbetrieb. Viele Palästinenser denken statt an Politik eher an den mühsamen Alltag.
Die USA geben wohl die Zweistaatenlösung für Israel und die Palästinenser auf

derStandard.at

Zack Sabella muss nicht lange überlegen. Auf die Frage, ob er die Gründung eines Staates Palästina noch miterleben werde, folgt ein rasches „Nein“. Dabei ist Zack Sabella erst 35 Jahre alt und hätte noch ein paar Jahre Zeit. Doch er ist überzeugt: „Weder ich noch meine Kinder werden das erleben. Man muss sich für Zukunftsprognosen die Faktenlage ansehen. Tatsache ist, dass nicht einmal Barack Obama, der palästinenserfreundlichste US-Präsident der vergangenen 30 Jahre, die Zweistaatenlösung erreichen konnte.“

Und die derzeitige US-Regierung, so scheint es, will sie nicht erreichen.

Noch steht nicht fest, wann genau der Friedensplan vorgestellt wird: in Teilen bereits kommende Woche bei einer Konferenz in Bahrain, wie zunächst angekündigt? Oder doch erst im November, wie vom Nahostgesandten Jason Greenblatt am Wochenende angedeutet? So oder so: Nach allem, was bisher durchgedrungen ist, wird eine Zweistaatenlösung darin nicht mehr vorkommen.

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