Papst prüft Einsatz von verheirateten Priestern


Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Laut Vatikan stehen beim großen Bischofstreffen im Herbst ausdrücklich Beratungen über einen amtlichen Dienst für Frauen in der Kirche auf der Tagesordnung.

Von Dietmar Neuwirth | Die Presse.com

Nächster Schritt am Weg zur Lockerung der Bedingungen zur Priesterweihe. Im Arbeitspapier des Vatikans für die Amazonien-Synode im Herbst findet sich genau das, was der österreichische Altbischof Erwin Kräutler, der bis 2015 Brasiliens größte Diözese geleitet hat, vor Jahren prophezeit hat: Die Weihe verheirateter Männer soll diskutiert werden.

Konkret heißt es laut Kathpress im 45 Seiten umfassenden Papier: Die Synode solle die Möglichkeit prüfen, in entlegenen Gegenden ältere und angesehene Familienväter („Viri probati“, „bewährte Männer“) zur Priesterweihe zuzulassen, um eine sakramentale Versorgung zu gewährleisten. Die Feier der Eucharistie (Messe) ist Priestern genauso vorbehalten wie die Beichte. Laut Zweitem Vatikanischem Konzil ist aber die Eucharistie, die wegen Priestermangels in manchen Gegenden nur ein, zwei Mal pro Jahr gültig gefeiert werden kann, Quelle und Zentrum des christlichen Lebens.

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